Kia EV2: Der kleine Elektro-SUV, der endlich vernünftig sein will

Viele suchen ein kompaktes Elektroauto für die Stadt – günstig, praktisch und ohne Kompromisse bei der Alltagstauglichkeit. Kia bringt mit dem EV2 genau so ein Fahrzeug. Mit 4,06 Metern Länge ist er wendig genug für enge Parklücken, bietet aber mehr Platz und Komfort als man von einem Kleinwagen-SUV erwartet.
Das Auto kommt in zwei Batteriegrößen. Die Standard-Version mit 42,2 kWh LFP-Akku und 108 kW (147 PS) schafft laut WLTP bis zu 317 Kilometer. Die Long-Range-Variante mit 61 kWh NMC-Akku und 99,5 kW (135 PS) kommt auf bis zu 453 Kilometer. Im Praxistest bei kühlen Temperaturen verbrauchte der EV2 16,2 kWh/100 km, was einer realen Reichweite von etwa 260 Kilometern entspricht. Ohne Autobahnanteil sank der Verbrauch unter 15 kWh – solide Werte für diese Klasse.
Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt. Es schluckt Unebenheiten gut und bleibt auch bei höherem Tempo ruhig. Die Lenkung ist leichtgängig, was in der Stadt angenehm ist, auf Landstraßen aber etwas mehr Rückmeldung vermissen lässt. Die Rekuperation lässt sich über Schaltwippen steuern, One-Pedal-Driving ist möglich.
Beim Laden setzt Kia auf 400-Volt-Technik mit maximal 118 kW. Von 10 auf 80 Prozent dauert es rund 29 bis 30 Minuten. Serienmäßig gibt es 11 kW Wechselstromladen, ab der „Earth“-Ausstattung ist optional ein 22-kW-Lader verfügbar.
Preislich startet der EV2 bei 26.600 Euro für die Basisversion „Light“. Realistisch konfigurierte Modelle mit sinnvoller Ausstattung liegen jedoch eher bei 30.000 bis 35.000 Euro. Schade: Wichtige Extras wie Navigation, Wärmepumpe oder der stärkere Lader sind nur in höheren Ausstattungslinien oder als teure Pakete erhältlich.
Der Kia EV2 ist kein emotionaler Sportler, sondern ein ruhiges, praktisches Alltagsauto. Er fährt leise, bietet ordentlichen Komfort und genug Platz für vier Personen plus Gepäck. Kia hat mit dem EV2 ein vernünftiges Gesamtpaket an den Start gebracht. Ob das reicht, um Käufer vom Verbrenner wegzuholen, wird sich zeigen. Der EV2 macht zumindest keinen großen Fehler.
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