Signal-Update: Granulare Stummschaltung und Android-Tablet-Support kommen

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Quelle: Signal Foundation
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Der Messenger Signal rüstet massiv auf und bringt im nächsten Update dringend benötigte Features für Power-User an Bord. Laut aktuellen Code-Analysen der Plattform AboutSignal kommen endlich granulare „Do Not Disturb“-Ausnahmen für wichtige Kontakte und der lang ersehnte Support für native Android-Tablets. Damit schließt die Open-Source-Alternative eine massive Komfortlücke im direkten Architektur-Vergleich zu Konkurrenten wie WhatsApp und Telegram.

Neue Features im Detail: Voller Fokus und Tablet-Freiheit

Bislang galt bei Signal das Alles-oder-Nichts-Prinzip, was bei großen Gruppen mit dem Limit von bis zu 1000 Teilnehmern unweigerlich zu einem überfluteten Sperrbildschirm führte. Künftig könnt ihr den Messenger komplett stummschalten, aber explizite Ausnahmen für den Partner oder geschäftliche Kontakte definieren. Das ist ein längst überfälliger Schritt, der die Alltagstauglichkeit des Messengers massiv erhöht und den Fokus auf wesentliche, priorisierte Nachrichten lenkt.

Die wichtigsten Neuerungen aus dem Quellcode im Überblick:

  • Granulare Stummschaltung: Spezifische Kontakte oder Gruppen lassen sich künftig von der globalen Mute-Funktion ausnehmen, Anrufe und Nachrichten kommen trotzdem durch.
  • Android-Tablet-Support: Die verknüpften Geräte werden um Android-Tablets erweitert (bisher waren hier streng limitiert nur iPads und Computer zugelassen).
  • Gruppen-Suche: Eine dedizierte Suchfunktion erleichtert das Auffinden bestimmter Mitglieder in ausladenden Gruppen mit bis zu 1000 Teilnehmern.
  • Sticker-Antworten: Zitate können künftig direkt mit einem digitalen Sticker als visuell stärkere Reaktion auf eine Mitteilung beantwortet werden.

Wie so oft tauchen diese tiefgreifenden Neuerungen zuerst in der Android-Version auf, da Signal hier eine deutlich flexiblere Entwicklungs- und Testumgebung als im geschlossenen iOS-Ökosystem nutzt. Erfahrungsgemäß dauert es nach dem initialen Rollout auf Googles Betriebssystem meist nur wenige Wochen, bis das erweiterte Feature-Set auch für Apple-Nutzer freigeschaltet wird. Wer die Neuerungen als Erstes testen will, sollte die kommenden App-Aktualisierungen im Play Store genau im Auge behalten.

Signal macht hier exakt alles richtig, auch wenn er für uns hier in Europa arg spät kommt. Dass Android-Tablets erst jetzt in den elitären Kreis der Begleitgeräte aufgenommen werden, zeigt allerdings, wie schmerzhaft langsam die Open-Source-Entwicklung bei solch komplexen Multi-Device-Infrastrukturen leider oft agiert.


Quelle: teltarif.de

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