Mercedes A-Klasse: Der Kompakt-Klassiker wird zum Mini-SUV

Mercedes GLC EQ Grill mit dominanten Mercedes-Stern
Quelle: Mercedes-Benz AG
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Mercedes beerdigt die klassische Kompaktklasse, wie wir sie kennen. Mit dem neuen GLA Elektro, der auf satte 4,565 Meter anwächst, reißen die Stuttgarter eine gewaltige Lücke ins Portfolio. Die Konsequenz: Die nächste A-Klasse kehrt nicht als flacher Golf-Gegner zurück, sondern mutiert zum aufgebockten Crossover.

Für Fans flacher Schrägheck-Modelle ist das ein Schlag ins Gesicht, wirtschaftlich aber kalkuliert. Mercedes kopiert damit im Grunde den Schachzug von Audi, die ihren kommenden A2 E-Tron ebenfalls als hochbeinigen Zwitter zwischen Van und SUV auf die Straße stellen.

Audi zieht davon, Mercedes parkt auf der Verbrenner-Bremse

Der Unterschied liegt im Timing: Während Audi seinen Einstiegs-Stromer noch dieses Jahr vom Stapel lässt, tritt Mercedes demonstrativ auf die Bremse. Die aktuelle Verbrenner-Generation der A-Klasse wird künstlich am Leben gehalten und weitergebaut.

Warum die Verzögerung? Reine Kostenrechnung. Mercedes will seine neue Plattform mit 800-Volt-Architektur erst dann nach unten durchreichen, wenn die teuren Komponenten im Einkauf bezahlbar sind. Ein 40.000-Euro-Kompakter mit High-End-Ladetechnik rechnet sich für die Stuttgarter Marge aktuell schlichtweg nicht.

Motor1-Renderings zeigen Rückkehr zur Ur-Idee

Wie dieser Spagat aussehen könnte, visualisieren aktuelle Renderings von Motor1. Das hypothetische Design mischt die aktuelle Mercedes-Designsprache mit den Proportionen der Ur-A-Klasse aus den 90ern. Ein kompakter One-Box-Look, nur eben auf dicken Rädern und mit modernen LED-Bändern glattgebügelt.

Mit angepeilten 4,40 Metern Länge schließt der Crossover exakt die Lücke zum gewachsenen GLA. Technisch verspricht das Paket brachiale Werte für die Kompaktklasse: Bis zu 300 kW Schnellladen, mehr als 600 Kilometer Reichweite und minimale Standzeiten an der Ladesäule.

Das wurde aber auch Zeit. Ob der Kunde am Ende jedoch bereit ist, den saftigen Aufpreis für 800-Volt-Luxus in einem 4,40-Meter-Auto zu zahlen, bleibt das eigentliche Risiko der Stuttgarter.

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