Motorola One Action Testbericht

Motorola One Action Verpackung

Motorola hat mit dem neuen One Action ein neues Smartphone vorgestellt, welches wohl für Fotografie- und Video-Enthusiasten interessant sein dürfte. Für eine UVP von nur EUR 259,99 könnte dem Hersteller eine Überraschung gelungen sein. In den vergangenen Wochen habe ich das Smartphone nun getestet. Und hier will ich euch nun verraten, ob sich der Kauf lohnt.

Fangen wir einfach mal bei der Ausstattung des Motorola One Action an. Jedem dürfte klar sein, dass man für EUR 259,99 keine High-End-Ausstattung erwarten kann.

Es gibt ein 6,3″ FullHD+ CinemaVision-Display mit 2.520 x 1.080 Pixeln Auflösung mit einem Seitenverhältnis von 21:9 und „Punch Hole“ für die Frontkamera. Im Inneren werkelt der Samsung Exynos 9609, dieser bekommt 4 GB RAM zur Seite gestellt. Der interne Speicher ist 128 GB groß und via microSD-Karte erweiterbar.

Die Hauptkamera der Triple-Einheit löst mit 12 MP und Blende f/1.8 auf, dazu gibt es einen Superweitwinkel mit 117° sowie eine 5 MP Kamera für Tiefeninformationen. Auch die Frontkamera löst 12 MP auf und hat eine Blende von f/2.0. Der Akku hat eine Kapazität von 3.500 mAh.

Ferner sind auch noch USB-C, Wifi-ac, Bluetooth 5, NFC und ein 3,5 mm Klinkenanschluss mit an Bord. Android One in Form von Android 9 Pie kommt als Betriebssystem zum Einsatz. Leider ist das Gerät nicht wasserdicht.

Motorola One Action

Wenn man das erste mal ein Smartphone mit einem 21:9 Display in den Händen hält, dann fällt einem auf, wie lang und schmal diese Geräte doch sind. Doch das Gefühl legt sich mit der Zeit und man gewöhnt sich sehr schnell daran.

Optisch ist das Motorola One Action, abgesehen von seinem 21:9 Display, Standardkost. Vieles ähnelt hier Modellen anderer Hersteller, gerade auch wegen der „Punch Hole“ Kamera, die man ja so ach von Huawei oder Honor kennt. Die Displayränder und auch der Rand um das „Punch Hole“ könnten allerdings ein wenig dünner sein.

Auf der Rückseite kommt dann die neue Modellsprache des Herstellers vollends zu Geltung. Dort findet man nun drei vertikal verbaute Kameras vor. Und damit will der Hersteller die Fotografie- und Videobegeisterten locken.

Jedoch besteht die Rückseite bei diesem Modell aus Kunststoff und nicht aus Glas. Ist aber nicht weiter schlimm, denn die Haptik lässt keine Wünsche offen und hinterlässt dennoch einen guten Eindruck.

Motorola One  Action Triple-Kamera

Kommen wir zur Leistung des Gerätes. Das Motorola One Action ist eines der wenigen Smartphones die nicht von Samsung sind, welches mit einen Exynos 9609-Prozessor ausgestattet ist. Damit hat man natürlich keine Flaggschiff-Performance, aber für den Alltag reicht diese locker aus. Man erreicht eine gute Multitasking-Leistung und im AnTuTu kommt das Motorola One Action auf knapp 143.000 Punkte. Das ist für den Preis ok.

Doch nun zur Kamera, welche wohl das Highlight des Gerätes sein soll. Eine Triple-Kamera ist hier verbaut, die natürlich nicht mit denen der Konkurrenz von Huawei oder Samsung mithalten kann. Wichtig ist zu wissen, dass die dritte Kamera nur Videos aufnehmen kann. Man hat also effektiv nur eine Dual-Kamera zum Bilder aufnehmen verbaut. Dennoch liefert sie bei guten Lichtverhältnisse gute Bilder ab.

Doch wenn das Licht schlechter wird, dann nimmt auch die Qualität der Aufnahmen mit dem Motorola One Action schnell ab. Die Bilder sind dann schnell weniger scharf, es gibt deutlich mehr Bildrauschen und auch deutlich schneller auftretende Bewegungsunschärfe. Hier fehlt ganz klar der optische Bildstabilisator, diese erfolgt nämlich ausschließlich digital.

Doch das Besondere am Modell ist natürlich die Action Cam. Dafür ist eigens der bereits erwähnte dritte Kamerasensor verbaut. Und dieser wurde extra noch um 90 Grad gedreht. Heißt also, ihr könnt Filme im Hochformat aufnehmen, diese werden aber als Querformat-Video gespeichert. Umgekehrt nimmt man ein Hochformat-Video auf, wenn das Gerät quer gehalten wird.

Doch so wirklich überzeugen kann die Kamera auch hier nicht. Denn es ist nur eine maximale Videoauflösung von 1.920 × 1.080 Pixel möglich. Auch hier hat man das Gefühl, dass die Bildschärfe nicht wirklich knackig ist. Dafür kann man die Action Cam-Videos mit 60 fps aufnehmen. Leider fehlt dem Smartphone auch eine HDR-Funktion für Videos.

Punkten kann das Motorola One Action aber wieder mit Android 9 Pie in der Android One Version. Pures Android ohne lästige Bloatware ist hier an Bord. Da Android One auch eine Update-Garantie hat, dürften User hier die nächsten Jahre regelmäßig mit frischen Updates versorgt werden. Außerdem läuft Android recht flüssig auf dem Gerät, es gibt einen für diese Preisklasse großen und erweiterbaren Speicher. Ein weiterer Pluspunkt also.

Wie lautet nun das Fazit zum Motorola One Action?

Ein einfaches Smartphone ohne große Extras, dass aber in gewisser Weise mit der Kamera punkten kann. Dazu Android 9 Pie als Android One, Updates sind also auch garantiert. Das Motorola One Action ist jetzt kein neues Smartphone-Fotografie-Wunder, dennoch kann es hier bei guten Lichtverhältnissen absolut überzeugen. Ansonsten erwartet einen ein durchschnittliches Mittelklasse-Smartphone, welches nirgends wirklich glänzen kann. Wer Fan der Marke Motorola ist, der sollte vielleicht auf ein Angebot warten, denn wenn es um die EUR 200,00 kostet, dann ist es bedenkenlos einen Kauf wert.

Jörn Schmidt
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Android-Fan seit 2010, Outdoor- & Skandinavien-Fan, Kino-Freak und derzeitiger User eines Honor View 20 mit Android 9 Pie

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