OpenAI bringt Werbung in ChatGPT: Was du jetzt wissen musst

OpenAI macht ernst und schaltet in ChatGPT bald Anzeigen. Zuerst trifft es Nutzer in den USA, doch der weltweite Rollout folgt sicher bald. Betroffen sind die kostenlose Version und der neue, günstigere Go-Tarif für etwa acht Euro im Monat. Wer monatlich tiefer in die Tasche greift und Plus, Pro oder Enterprise nutzt, bleibt von der Werbeflut vorerst verschont. Sam Altman zieht damit die Konsequenz aus den enormen Betriebskosten der KI-Infrastruktur.
Die Anzeigen tauchen als markierte Blöcke am Ende der KI-Antworten auf. OpenAI verspricht hochheilig, dass Werber keinen Einfluss auf die eigentlichen Inhalte der Chats haben. Deine privaten Unterhaltungen sollen zudem nicht bei den Anzeigenkunden landen. Auch bei sensiblen Themen wie Gesundheit oder Politik bleibt der Chatverlauf sauber. Nutzer können personalisierte Werbung in den Einstellungen unterbinden. Es geht dem Unternehmen wohl primär darum, die massiven Ressourcen für Gratis-Nutzer zu finanzieren.
Der neue Go-Tarif dient als Brücke zwischen kostenloser Nutzung und dem teuren Plus-Abo. Für acht Dollar gibt es deutlich mehr Nachrichten und Zugriff auf das Modell GPT-5.2 Instant. Dass Apple bei Siri nun auf Google Gemini statt OpenAI setzt, erhöht den Druck auf Sam Altmans Team zusätzlich. Werbung ist da das logische Mittel, um die Plattform ohne Apple-Deal profitabel zu machen. Man darf gespannt sein, ob die Nutzer die Unterbrechungen im Gesprächsfluss akzeptieren.
Letztlich kopiert OpenAI das Modell großer Streaming-Dienste. Wer nicht zahlt, sieht Banner. Wer wenig zahlt, sieht vielleicht weniger oder andere Formate. Die Zeit der komplett werbefreien und kostenlosen High-End-KI geht damit offiziell zu Ende. Wir werden sehen, wie aggressiv OpenAI die Einblendungen gestaltet. Bleibt nur zu hoffen, dass die Privatsphäre-Versprechen mehr als nur Marketing-Phrasen sind.
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Der Punkt mit der Trennung von Antwort und Anzeige ist der entscheidende — sobald das Modell selbst entscheidet, welches Produkt in der Antwort landet, ist die Kennzeichnung technisch kaum noch nachvollziehbar. Interessant finde ich, dass der Druck genau von der Seite kommt, die am teuersten ist: Bild- und Videogenerierung. Wir rechnen bei kurzen Clips deshalb lieber pro Clip ab (ImagesArt) statt Abo, weil der Verbrauch extrem schwankt. Danke für die Einordnung.
Danke für die Einordnung. Spannend finde ich vor allem die Formatfrage: klassische Display- oder Social-Anzeigen passen nicht in eine Chat-Antwort, das braucht ein eigenes Creative-Format. Wir erstellen unsere Social Ads mit Ravvi, und schon der Schritt von statisch zu Video ist dort ein Bruch. Chat-native Werbung wäre nochmal ein komplett neues Handwerk.
Ich habe die chinesische Konkurrenz
DeepSeek?