Oppo Reno X: Erstes Reno-Foldable greift Samsung frontal an

Falt-Smartphones nerven mich im Alltag seit Jahren mit derselben Schwachstelle: Entweder hält man eine klobige Fernbedienung in der Hand oder ein Display, das für normale Apps schlicht zu schmal geschnitten ist. Digital Chat Station räumt auf Weibo nun mit genau diesem Problem auf. Oppo schickt mit dem Oppo Reno X ein Faltgerät im Reisepass-Format ins Rennen, das die Reno-Serie erstmals in die Klapp-Kategorie wuchtet – und das mit Hardware, die Samsung und Apple das Fürchten lehren soll.
16:9 auf der Frontseite: Schluss mit unleserlichen Mini-Tastaturen
Der eigentliche Clou dieses Leaks steckt nicht in einem Rekord-Scharnier, sondern schlicht im Seitenverhältnis. Oppo verpasst dem Reno X ein flaches 6,35-Zoll-Außendisplay mit 1.440 x 2.560 Pixeln, was je nach Einstufung als 1,5K oder 2K durchgeht. Das Panel basiert auf modernem 8T LTPO mit der Pixeldichte eines 1,5K-Schirms.
Entscheidend ist das Format: 16:9. Wer schon mal versucht hat, auf einem extrem gestreckten Falt-Handy im Gehen eine längere Nachricht fehlerfrei zu tippen, kennt den Frust. Ein 16:9-Cover-Display bietet exakt das vertraute Schreibgefühl eines regulären Smartphones. Keine zusammengestauchten Tastaturen, keine hässlichen Skalierungsfehler bei Videos.
Oppo zielt mit diesem Formfaktor direkt auf die Schwergewichte der Branche. Das Gerät soll gegen das Apple iPhone Duo, das Xiaomi 18 Fold, das Huawei Pura X View und das kommende Samsung Galaxy Z Fold 8 antreten. Der Vorstoß kommt nicht von ungefähr, denn breitere Foldable-Konzepte wie das Galaxy Z Fold 8 belegen, dass die Nutzer die schmalen Schlitze der ersten Generationen satt haben.
Eingefasst wird die Konstruktion von einem stabilen Metall-Mittelrahmen. Für die Entsperrung setzt Oppo auf einen flotten Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display, ergänzt um Face Unlock. Gerade der Ultraschall-Sensor ist Gold wert, weil optische Sensoren bei leicht feuchten Fingern regelmäßig den Dienst quittieren.
Doppelter 200-Megapixel-Sensor bricht das Falt-Tabu
Bei Faltgeräten war die Kamera bisher der größte faule Kompromiss der Hersteller. Weil die Gehäusehälften extrem flach bleiben müssen, flog gute Tele-Optik regelmäßig raus. Oppo pfeift beim Reno X auf diese Ausrede und knallt eine Triple-Kamera auf den Rücken, die sich gewaschen hat.
Die Hauptkamera löst mit brutalen 200 Megapixeln auf. Die eigentliche Überraschung sitzt aber direkt daneben: Auch die Periskop-Telekamera arbeitet mit 200 Megapixeln. Dazu gibt es eine Ultraweitwinkel-Knipse mit 50 Megapixeln. Zwei vollwertige 200-MP-Sensoren in einem Foldable sind eine unmissverständliche Ansage an die Konkurrenz, die bei Falt-Optiken seit Jahren auf Sparflamme kocht.
Als Rechenzentrale dient ein Flaggschiff-Prozessor aus der MediaTek Dimensity 9600-Serie. Statt blind zu Qualcomm zu greifen, nutzt Oppo hier die enorme thermische Effizienz der aktuellen MediaTek-Architektur. Das spart Akku, den die beiden Displays im Alltagsbetrieb ohnehin gierig leersaugen.
Dass die Fertigung solcher Falt-Konzepte technisch extrem anspruchsvoll bleibt, sieht man an der gesamten Branche. Selbst Marktführer kämpfen mit der Mechanik, und Verzögerungen beim faltbaren iPhone zeigen, wie schnell ein Zeitplan wackelt, wenn Scharnier und Displaydicke nicht auf den Zehntelmillimeter passen. Oppo scheint hier schlicht auf bewährte Passform zu setzen.
Reno-Serie wird erwachsen, Find N7 zielt auf die 2-nm-Krone
Dass Oppo den Falter unter der Reno-Flagge bringt, ist ein cleverer Schachzug. Erst im März startete in China das Oppo Find N6 als reinrassiges Book-Style-Flaggschiff. Das Reno X wäre nun das allererste Foldable mit Reno-Branding.
Damit teilt Oppo sein Sortiment sauber auf: Reno steht für lifestyle-orientierte Technik, greifbare Alltagstauglichkeit und extrem starke Kameras. Die Find-Reihe hingegen bleibt die kompromisslose Speerspitze für Tech-Enthusiasten.
Für diese Zielgruppe steht bereits der nächste Kracher in den Startlöchern. Parallel laufen die Arbeiten am Oppo Find N7 mit 2-nm-Prozessor, das im kommenden Jahr mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 6 im 2-nm-Verfahren und einem neuen Scharnier gegen sichtbare Displayfalten auf den Markt drängen soll.
Oppo baut sich damit eine Doppelspitze auf, die Sinn ergibt. Wer ein handliches Falt-Smartphone mit perfektem 16:9-Außendisplay und Top-Kamera sucht, greift zum Reno X. Wer die absolute Chip-Oberklasse mit 2-nm-Power will, wartet auf das Find N7. Eine klare Strategie, die Schwung in den Foldable-Markt bringt.
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das ist leider kein Faltphone.
sondern nur ein normales Phone im Breitformat.