Xiaomi 18 Pro: Teurer als das Ultra, aber mit kleinerem Akku

Farbvarianten des Xiaomi 18 Pro Max
Xiaomi 18 Pro Max | Quelle: Xiaomi
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Die frisch durchgesickerten Europapreise für Xiaomis neue Speerspitze sind da. Dass Flaggschiffe teurer werden, ist keine Neuigkeit mehr, aber was Xiaomi hier für das 18 Pro und das 18 Pro Max aufruft, sprengt jede bisherige Schmerzgrenze. Wir reden hier nicht über minimale Inflationsanpassungen, sondern über einen radikalen Strategiesprung, der bisherige Preis-Leistungs-Käufer komplett im Regen stehen lässt.

Die Zahlen aus dem europäischen Datenleck sind unmissverständlich. Das reguläre Xiaomi 18 Pro startet mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher bei satten 1.449 Euro. Wer zur Ausführung mit 512 GB Speicher greift, landet direkt bei 1.649 Euro. Richtig abenteuerlich wird es beim Xiaomi 18 Pro Max: Für dieses Modell ruft Xiaomi mit 512 GB Speicher einen Kurs von 1.849 Euro auf. Erhältlich sein wird das Pro-Modell in den vier Farben Black, Cosmic Blue, Velvet Red und White.

Fast 1.500 Euro Basispreis: Xiaomi radiert den Pro-Vorteil aus

Dieser Preissprung ist ein handfester Paradigmenwechsel. Im Vorjahr durften wir uns noch darüber wundern, dass Xiaomi den weltweiten Marktstart ohne Pro-Modelle durchzog und die Pro-Klasse in Europa schlicht ausließ. Wer damals ein handliches Flaggschiff suchte, griff zum Xiaomi 17 in Deutschland für 999 Euro.

Jetzt holt Xiaomi den Pro-Namen zurück nach Europa, verlangt aber Konditionen, die zuvor dem absoluten Spitzenmodell vorbehalten waren. Das damalige Spitzenmodell Xiaomi 17 Ultra kostete 1.499 Euro. Das einfache 18 Pro trennen mit 1.449 Euro gerade einmal 50 Euro von der damaligen Ultra-Liga. Die Lücke zwischen Standard- und Spitzenmodell existiert nicht mehr – das Pro beerbt preislich direkt das Kamera-Flaggschiff Xiaomi 17 Ultra. Als Hauptgrund für die Teuerung gelten explodierende Einkaufspreise für Speicherchips und Prozessoren, ein Phänomen, das bereits die geleakten Preise der Xiaomi 17T-Serie spürbar nach oben trieb.

Europäer zahlen mehr für 1.000 mAh weniger Akku

Der eigentliche Zündstoff liegt jedoch nicht allein auf dem Preisschild, sondern im Batteriefach. Während Kunden in China mit üppigen Akkus versorgt werden, verordnet Xiaomi den europäischen Modellen eine drastische Schrumpfkur. In China geht das 18 Pro mit einem 7.000-mAh-Akku über die Ladentheke, das 18 Pro Max sogar mit gewaltigen 8.500 mAh.

Für den hiesigen Markt streicht der Hersteller diese Werte gnadenlos zusammen. Das europäische Xiaomi 18 Pro muss mit 6.000 mAh auskommen – ein glatter Verlust von 1.000 mAh. Beim globalen 18 Pro Max verbleiben magere 7.050 mAh, was einem Minus von fast 1.500 mAh entspricht. Als wäre das nicht genug, drosselt Xiaomi beim regulären 18 Pro auch das kabelgebundene Laden von 100 Watt auf 90 Watt. Nur das Pro Max darf weiterhin mit 100 Watt laden. Kabellos bleiben immerhin bei beiden Varianten 50 Watt erhalten.

EPREL-Daten belegen den Einschnitt schwarz auf weiß

Dass es sich hierbei nicht um vage Vermutungen handelt, untermauern die offiziellen Einträge in der europäischen Produktdatenbank für Energieverbrauchskennzeichnung (EPREL). Dort ist das Xiaomi 18 Pro mit seinen 6.000 mAh bereits registriert und kommt auf eine zertifizierte Laufzeit von bis zu 66 Stunden und 30 Minuten.

Das 18 Pro Max bringt es dank seines 7.050-mAh-Akkus auf eine offizielle Nutzungszeit von bis zu 70 Stunden und 40 Minuten. Beide Akkupakete sind darauf ausgelegt, nach 1.000 Ladezyklen noch 80 Prozent ihrer ursprünglichen Nennkapazität zu halten. Trotz der Kürzungsmaßnahmen sind das solide Messwerte. Doch die Kernfrage bleibt: Wer gibt 1.849 Euro für ein Smartphone aus, wenn er weiß, dass das identische Modell im Heimatmarkt mit spürbar größerem Energiespeicher bestückt ist? Qualcomms neuester Snapdragon-8-Chip und das zusätzliche Rückdisplay können diesen bitteren Beigeschmack kaum übertünchen.

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Ein Kommentar

  1. Servus… mich würden ja noch die Daten zum RAM Speicher interessieren… es soll hierzulande auch nur mit 12 GB bestückt werden…? 🤔

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