Porsche verschiebt Elektropläne: Verbrenner feiern ihr Comeback

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Foto von Caspar Rae auf Unsplash
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Porsche galt lange als eine der wichtigsten Säulen im VW-Konzern und sollte eigentlich früh auf die neue Elektroplattform SSP setzen. Doch nun zeichnet sich ein überraschender Kurswechsel ab: Die Einführung der Plattform verschiebt sich auf einen Zeitpunkt „weit in die 2030er-Jahre“.

SSP gilt als Milliardenprojekt und als Fundament für künftige E-Modelle sämtlicher Konzernmarken. Bei Porsche rückt diese Vision jedoch in den Hintergrund. Stattdessen setzt die Marke wieder stärker auf klassische Antriebe. Das für 2027 geplante Spitzen-SUV K1 soll nun erst in den 2030ern starten – nicht nur elektrisch, sondern auch mit Hybrid- und Benzinmotoren. Ebenso bleiben Cayenne und Panamera in Varianten mit Verbrennern und Plug-in-Hybriden im Programm. Welche Rolle der Taycan künftig spielt, ist derzeit offen.

Dieser Schritt dürfte auch Folgen für andere Premiummarken im Konzern haben. Audi, Bentley und Lamborghini wollten ursprünglich eigene Sportversionen der SSP nutzen. Bentley deutete zuletzt sogar selbst an, dass man seine Elektropläne überdenkt. Die Richtung im Luxussegment des VW-Konzerns scheint sich also spürbar zu ändern.

Ganz ohne E-Modelle bleibt Porsche aber nicht. Der aktuelle Taycan bleibt vorerst im Programm, ebenso der elektrische Macan. 2025 folgt der Strom-Cayenne, ein Jahr später könnte ein elektrischer 718 erscheinen. Ursprünglich war jedoch eine deutlich breitere Modellpalette geplant – inklusive einer neuen Generation des Taycan auf SSP-Basis. Stattdessen setzt Porsche nun auf die bestehende J1-Plattform und will die PPE-Architektur bei weiteren Modellen ausbauen.

Hintergrund dieser Entwicklung sind interne Schwierigkeiten. Die Sportwagenmarke ist mit der Entwicklung neuer Technologien in Verzug, wichtige Projekte werden gestrichen oder verschoben, und der Vorstandschef bereitet seinen Abschied vor. Für Porsche bedeutet das eine Phase voller Unsicherheit, in der traditionelle Antriebe wieder wichtiger werden – auch wenn dies kaum Antworten auf die Herausforderungen in Schlüsselmärkten wie China liefert.

Die kommenden Jahre in Zuffenhausen versprechen daher schwierige Zeiten: kein SSP-Start vor 2030, abgesagte Projekte, mehr klassische Motoren und eine strategische Neuausrichtung, die den einst klaren Fokus auf Elektroantriebe infrage stellt.

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