Samsung Exynos 2700: Angriff auf Qualcomm mit 2-Nanometer-Fertigung für das Galaxy S27

Samsung will die Dominanz von Qualcomm brechen und setzt beim kommenden Galaxy S27 verstärkt auf Eigenregie. Das neue Flaggschiff-Silizium Exynos 2700 soll den Anteil der Snapdragon-Prozessoren in der nächsten Smartphone-Generation auf 50 Prozent drücken. Aktuell treibt Qualcomm noch rund drei Viertel aller Geräte der S26-Serie an. Um diese Abhängigkeit zu verringern, nutzt Samsung das fortschrittliche SF2P-Verfahren der zweiten Generation. Die 2-Nanometer-Fertigung soll endlich die Effizienz und Ausbeute liefern, für die Konkurrent TSMC seit Jahren bekannt ist.
Die Architektur des Exynos 2700 stand bereits Ende 2025 fest. Derzeit laufen intensive Tests bei Samsung MX. Erste serienreife Muster der Hardware erwarten Experten zwischen Mai und Juni 2026. Das ist ein ungewöhnlich früher Zeitpunkt im Vergleich zu früheren Entwicklungszyklen. Neben einer höheren Rechenleistung liegt der Fokus vor allem auf einem verbesserten Wärmemanagement. Samsung reagiert damit auf die Kritik an vergangenen Chipsätzen. Der finanzielle Druck ist hoch, da der Konzern durch den Verzicht auf teure Qualcomm-Lizenzen über sieben Milliarden Euro einsparen möchte.
Bisherige Lebenszeichen des Chips fallen in Benchmarks jedoch noch verhalten aus. Ein aufgetauchter Geekbench-Eintrag zeigte einen 10-Kern-Prototypen mit eher mäßigen Grafikwerten. Ob es sich dabei um ein echtes Testboard oder eine Fälschung handelt, bleibt unklar. Samsung muss nun beweisen, dass die eigene 2-Nanometer-Produktion mit den Top-Modellen der Konkurrenz mithalten kann. Die bloße Ankündigung ehrgeiziger Marktziele reicht nicht aus, um Snapdragon-Nutzer zu überzeugen.
Für die Kunden bedeutet dieser Strategiewechsel vor allem eine spannende Entwicklung beim Galaxy S27. Sollte der Exynos 2700 die versprochenen Effizienzsprünge liefern, könnte Samsung die Preise stabil halten oder die Marge deutlich steigern. Analysten von Kiwoom Securities sehen in dem neuen Chip die Chance für Samsung, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
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