Samsung Exynos 2700 auf Geekbench: Erste Benchmarks zum Galaxy S27-Chip

Bevor ein Chip in ein Flaggschiff wandert, landet er auf Geekbench. Genau das ist dem Exynos 2700 gerade passiert, und die Daten verraten schon einiges über Samsungs nächsten hauseigenen Prozessor.
Tipster Abhishek Yadav entdeckte den Eintrag mit der Modellnummer S5E9975. Der Chip trägt eine Zehnkern-Architektur, aufgeteilt in vier Cluster: ein Kern mit 2,78 GHz, vier Kerne mit je 2,88 GHz, vier weitere mit 2,40 GHz und ein Sparsamkeitskern bei 2,30 GHz. Das ist eine andere Aufteilung als beim Exynos 2600, der mit einem 6+3+1-Verbund antrat. Der Wechsel zur 4+1+4+1-Konfiguration deutet darauf hin, dass Samsung die Energieaufnahme stärker im Blick hat als bisher.
Im Geekbench-6.6.0-Test für Android AArch64 erreichte das Testgerät 2.603 Punkte im Einzelkern und 10.350 Punkte im Mehrkernbetrieb. Zum Vergleich: Der Exynos 2600 im Galaxy S26 schaffte laut Gadgets360 2.888 Einzelkern- und ebenfalls 10.350 Mehrkernpunkte. Der Single-Core-Wert des neuen Chips liegt also noch darunter, was aber wenig aussagt, da sich der Exynos 2700 offenkundig in einem frühen Entwicklungsstadium befindet. Die GPU-Seite: Die gekoppelte Xclipse 970 erzielte einen OpenCL-Score von 15.618. Das Testgerät lief mit 12 GB RAM und Android 16.
Der Kontext macht die Zahlen verständlicher. Beim Exynos 2600 war der Sprung ins 2-nm-GAA-Verfahren ein echter Fortschritt, gleichzeitig blieben Schwächen bei der Effizienz. Wer ein Galaxy S26 mit Exynos 2600 besitzt, kennt das Problem: Unter Last zieht der Chip bis zu 30 Watt, was sich direkt in der Akkulaufzeit niederschlägt. Ein Snapdragon-8-Elite-Gen-5-Gerät hält laut Berichten rund 28 Prozent länger durch, also über zwei Stunden mehr. Samsung hat damit einen klaren Ansatzpunkt für die zweite Generation des 2-nm-GAA-Prozesses, auf dem der Exynos 2700 basieren soll.
Die Massenproduktion ist für die zweite Hälfte 2026 geplant, der Einsatz im Galaxy S27 und Galaxy S27 Plus gilt als wahrscheinlich. Gerüchte deuten außerdem auf ein neues Galaxy S27 Pro hin, was das Line-up auf S27, S27 Plus, S27 Pro und S27 Ultra erweitern würde. Ob sich Samsung daran hält, bleibt offen. Frühe Produktpläne bei Samsung haben schon öfter Korrekturen erfahren.
Dass der Chip so früh in Benchmarks auftaucht, ist kein Zufall. Nach dem holprigen Start mit dem Exynos 2200 und dem mühsamen Wiedereinstieg mit dem 2600 steht viel auf dem Spiel. Der Exynos 2700 ist Samsungs Chance zu zeigen, dass die erste Generation kein Ausreißer nach oben war, sondern der Beginn einer belastbaren Eigenfertigung.

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