Samsung Galaxy Tab S12: Teures Update mit alter Notch

Die IFA in Berlin steht vor der Tür und der Leak-Zug für Samsungs kommende Top-Tablets ist nicht mehr aufzuhalten. Wer beim neuen Samsung Galaxy Tab S12 Ultra auf ein frisches Design gehofft hat, wird gnadenlos enttäuscht. Die Südkoreaner recyceln die Optik des Vorgängers eins zu eins – inklusive der völlig deplatzierten Notch im Display. Ob man das wirklich braucht? Ich sage ganz klar: Nein. In einem riesigen 14,6-Zoll-Tablet ist massig Platz für eine Frontkamera im Rahmen, da hat ein Loch im Bildschirm im Jahr 2026 einfach nichts mehr verloren.
Auch beim kleineren Galaxy Tab S12+ bleibt optisch alles beim Alten. Wir bekommen die gleichen dünnen Ränder, das gleiche Alu-Gehäuse und den gleichen grauen Einheitsbrei. Zumindest serviert uns Samsung weiterhin flüssige 120 Hz AMOLED-Displays und den altbekannten S-Pen mit physischem Button. Für ein echtes Upgrade-Gefühl oder einen Wow-Effekt reicht das beim besten Willen aber nicht aus.

MediaTek statt Snapdragon: Zwang oder Meisterstück?
Unter der Haube passiert immerhin etwas mehr. Samsung schmeißt Qualcomm offenbar endgültig aus der Tablet-Oberklasse und verpflanzt den MediaTek Dimensity 9500 in beide Modelle. Ein Flaggschiff-SoC aus der 3-Nanometer-Fertigung, der massig Power verspricht. Das wurde aber auch Zeit, denn im Alltag müssen die Geräte mit dem kommenden Android 17 und den speicherhungrigen One UI 9.0 KI-Features reibungslos umgehen.
Flankiert wird das Ganze von mindestens 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Der wirkliche Kaufgrund dürfte aber die Update-Politik sein: Samsung verspricht sieben Jahre OS- und Sicherheitsupdates. Das ist eine Ansage, die den Tablet-Markt prägt und die Geräte auch in fünf Jahren noch benutzbar macht.

Alter Akku, lahmarschiges Laden, absurde Preise
Wer jetzt denkt, dass Samsung wenigstens beim Akku nachgebessert hat, guckt in die Röhre. Das Ultra-Modell hängt bei seinem 11.600 mAh Akku fest, das Plus-Modell stagniert bei rund 10.500 mAh. Richtig lächerlich wird es beim Laden: Während die chinesische Konkurrenz ihre Akkus längst mit 100 Watt und mehr vollpumpt, verharrt Samsung bei völlig antiquierten 45 Watt. Ein Tablet mit dieser Akkugröße so langsam zu laden, ist im Alltag schlichtweg nervig.
Kommen wir zum Schmerzhaftesten: den Kosten. Leaks sprechen von rund 999 US-Dollar für das S12+ und unfassbaren 1.399 US-Dollar für das S12 Ultra. Preislich leider völlig daneben. Knapp 1.400 Dollar für ein Tablet aufzurufen, das faktisch nur einen Prozessor-Bump bekommen hat, grenzt an Realitätsverweigerung. Mein Tipp: Lasst die Dinger im September zur IFA erst einmal auf den Markt kommen. Kauft nicht blind, der Preisverfall wird das Ganze in wenigen Monaten von selbst regeln.
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