Apple Watch Series 12: Garmin sitzt Apple im Nacken

Apple Watch Series 11
Quelle: Apple
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Apple bereitet für den kommenden September die Apple Watch Series 12 und die Watch Ultra 4 vor. Wer allerdings auf eine optische Rundumerneuerung gehofft hat, wird enttäuscht: Cupertino setzt laut aktuellen Leaks aus Südkorea und Branchenberichten von Bloomberg vor allem auf Modellpflege unter der Haube.

Das Problem daran: Während Apple uns voraussichtlich das gewohnte Gehäuse mit einem neuen S12-Chip serviert, brennt beim Marktanteil langsam der Baum. Die Konkurrenz schläft nicht mehr, sie holt mit Siebenmeilenstiefeln auf.

Garmin holt auf, Apple verliert Marktanteile

Die aktuellen Marktzahlen zeichnen ein klares Bild für den Wearable-Sektor: Apples weltweiter Marktanteil sank laut PhoneArena zuletzt leicht auf 46 Prozent. Zeitgleich zieht Garmin dank robuster Sportuhren mit 15 Prozent Marktanteil gleichauf mit Samsung.

Mich wundert diese Entwicklung überhaupt nicht. Wer ernsthaft trainiert oder schlichtweg keine Lust hat, seine Uhr jeden Abend an die Steckdose zu hängen, landet fast zwangsläufig bei Garmin. Da hilft auch das x-te neue Armband von Apple nur noch wenig.

Blutdruck-Sensor und mehr Power: Reicht das?

Was steckt also technisch in der neuen Generation? Berichte von Digital Today und Mark Gurman deuten neben mehr Prozessorleistung vor allem auf eine Warnfunktion für Bluthochdruck hin. Das Ganze liegt derzeit allerdings noch zur Freigabe bei der US-Gesundheitsbehörde FDA.

Preislich soll sich die Series 12 zwischen 399 und 429 US-Dollar bewegen. Ob man das wirklich braucht, wage ich zu bezweifeln. Sollte die Blutdruck-Erkennung zum Marktstart nicht sofort lizenziert und freigeschaltet sein, kauft man im Grunde die Vorjahresuhr mit minimal schnellerem Chip.

Ultra 4 mit Keramik-Option gegen den Akku-Frust

Bei der teuren Apple Watch Ultra 4 stehen immerhin ein schlankeres Gehäuse, eine neue Keramik-Option und etwas mehr Akkulaufzeit im Raum. Das wurde aber auch Zeit. Im Outdoor-Bereich belächeln viele Sportler Apples Durchhaltevermögen nach wie vor.

Wenn Apple das Line-up im September neben dem iPhone präsentiert, müssen handfeste Alltags-Vorteile auf den Tisch. Ein reines Sensor-Update wird Garmin-Wechsler jedenfalls kaum zurück ins Apple-Lager treiben.

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