Tesla: Aggressive Preise bringen VW und Co. ins Schwitzen

silberner Tesla Model Y Modelljahr 2025
Quelle: Quelle: Tesla, Inc.
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Schaut man sich die aktuellen Neuzulassungen in Westeuropa an, wird eines glasklar: Wer beim Preis nicht liefert, wird von der Kundschaft gnadenlos abgestraft. Tesla hat sich im Juni mit satten 49.300 Verkäufen wieder an die Spitze gesetzt. Mit massiven Nachlässen und günstigen Finanzierungen ziehen das Model Y (32.800 Einheiten) und das Model 3 (16.200 Einheiten) der Konkurrenz davon.

Am Ende entscheidet eben doch der Kontostand und kein PR-Geschwätz über den Erfolg. Allein das Model Y legt im ersten Halbjahr um 62,8 Prozent auf 107.200 Zulassungen zu. Da können sich die etablierten Hersteller noch so sehr winden: Tesla dreht an der Preisschraube, und die Käufer greifen ohne Zögern zu.

VW stürzt ab: Der MEB-Kater wird immer bitterer

Für die VW-Gruppe sieht die Realität dagegen ernüchternd aus. Zwar hält sich der Gesamtkonzern im Halbjahr mit 346.500 E-Autos rechnerisch vorn, aber das Plus von gerade einmal 6,2 Prozent hinkt dem Gesamtmarkt meilenweit hinterher. Die Kernmarke VW verliert im Halbjahr sogar 6,1 Prozent an Boden.

Die Quittung für jahrelanges Ausruhen auf der angestaubten MEB-Plattform folgt auf dem Fuß. VW ID.4 und ID.5 stürzen im Juni um 17,7 Prozent ab, der Audi Q4 bricht um 23 Prozent ein. Selbst die Reiselimousine ID.7 verliert 17 Prozent. Ob man das wirklich schönreden kann? Wohl kaum. Die Kundschaft wartet entweder auf die überfälligen Facelifts oder wandert direkt zu Plug-in-Hybriden und chinesischen Alternativen ab.

Neue Plattformen und Billig-Stromer mischen das Feld auf

Dass frische Technik zieht, beweisen BMW und Mercedes. Der neue BMW iX3 auf der neuen Architektur schlägt im Juni mit 7.400 Zulassungen direkt stark ein – bei bereits 100.000 Vorbestellungen in Europa. Auch der Mercedes CLA mit softwarebasierter MMA-Plattform und LFP-Batterie holt aus dem Stand 6.000 Verkäufe. Das wurde aber auch Zeit für echte Weiterentwicklung statt minimaler Modellpflegen.

Den echten Paukenschlag landet allerdings Stellantis mit seinem China-Partner Leapmotor. Der Kleinstwagen T03 explodiert im Juni um 415 Prozent auf 6.100 Einheiten. In Italien gab es die Kiste dank maximaler Förderung für unter 5.000 Euro. Preislich ist das eine absolute Ansage, die zeigt, wie man preissensible Käufer wirklich abholt.

Wer jetzt schläft, verliert den Markt

Der westeuropäische Markt für Elektroautos legt im Juni um satte 51,7 Prozent auf 348.600 Neuzulassungen zu. Von einer allgemeinen E-Auto-Krise kann also keine Rede sein – wir sehen vielmehr eine brutale Marktbereinigung. Wer wie Tesla über aggressive Rabatte angreift oder wie BMW endlich moderne Fahrzeugarchitekturen liefert, gewinnt. Wer dagegen alte Technik zu Mondpreisen im Schaufenster stehen lässt, verliert den Anschluss.

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