WhatsApp: Fiese Zero-Click-Lücke bedroht alte iPhones
Das ist der absolute Albtraum für jeden Smartphone-Besitzer: Ein Angriff, bei dem man nicht einmal auf einen dubiosen Link klicken oder einen verdächtigen Anhang öffnen muss. Genau davor warnt aktuell das Computer Emergency Readiness Team aus Sri Lanka (Sri Lanka CERT). Im Visier der Angreifer steht ausgerechnet WhatsApp auf dem iPhone.
Gefährliches Doppelspiel: Angriff ganz ohne Klick
Normalerweise predigen wir ja immer: Hirn einschalten, keine fremden Links antippen und Anhänge von Unbekannten ignorieren. Bei einem sogenannten Zero-Click-Angriff hilft das leider überhaupt nichts. Kriminelle nutzen hier das Zusammenspiel zweier konkreter Sicherheitslücken (CVE-2025-55177 und CVE-2025-43300) aus, um Geräte völlig unbemerkt zu kapern.
Betroffen sind nach Angaben der Experten vor allem iPhones mit einer Betriebssystem-Version älter als iOS 16.7.12. Dazu kommt die App-Ebene: Beim regulären WhatsApp Messenger sind Versionen bis 2.25.21.73 verwundbar, bei WhatsApp Business sowie der Mac-Version liegt die Grenze bei Version 2.25.21.78. Wer mit älterem Code unterwegs ist, liefert sein Gerät potenziell auf dem Silbertablett ab.
Sofort updaten: Was ihr jetzt tun müsst
Hier gibt es keine Ausreden oder langes Abwarten: Schnappt euch euer iPhone und werft direkt den App Store sowie die Systemeinstellungen an. Das zeitnahe Einspielen der aktuellen Updates für iOS und WhatsApp ist die einzige wirksame Sofortmaßnahme, um die Lücke zu stopfen.
Zusätzlich empfiehlt die Sicherheitsbehörde zwei simple, aber effektive Handgriffe in den WhatsApp-Einstellungen: Aktiviert zwingend die Zwei-Faktor-Authentifizierung und schaltet den automatischen Download von Mediendateien aus. Wenn Bilder und Videos nicht mehr ungefragt im Hintergrund auf dem Speicher landen, schrumpft die Angriffsfläche spürbar.
Meta testet Filter, aber die Pflicht liegt bei euch
Dass WhatsApp im Fadenkreuz steht, ist nichts Neues – von Phishing-Umfragen bis hin zu fiesen Boss-Scams kursiert aktuell genug digitaler Müll. Meta experimentiert zwar in einer internen Beta bereits mit einer Funktion namens „Scam Alert“, die verdächtige Nachrichten per lokalem Machine Learning aufspüren soll. Bis das Feature aber final für alle aufschlägt, vergeht noch Zeit. Verlasst euch also nicht auf künftige Schutzschilde, sondern bringt eure Apps jetzt auf den neuesten Stand.
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