Samsung Galaxy Tab S12 Ultra: Zertifizierung erzwingt den IFA-Start – und den ewigen Chip-Kompromiss

ikonischer heller Samsung-Schriftzug auf dunklen Hintergrund
Quelle: KI-generiert mit Imagen 3 von Google Gemini
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Samsung zieht das Galaxy Tab S12 Ultra überraschend schnell durch die Behörden. Die indische BIS-Zertifizierung steht und verrät den nahenden Start. Das bedeutet: Der Riese kommt früher als gedacht, schwänzt aber das nächste Unpacked-Event. Für Käufer heißt das wieder einmal, sich mit MediaTek statt Qualcomm anzufreunden. Ein teurer Spaß.

Ein alter Bekannter auf der IFA

Die Modellnummern SM-X940 für die WLAN-Variante und SM-X946B für die 5G-Version sind jetzt offiziell registriert. Ein Launch zur Mobilfunk-Messe IFA im September in Berlin ist damit so gut wie sicher. Samsung wiederholt schlicht das Spiel vom Vorjahr, als das Tab S11 Ultra ebenfalls dort das Licht der Welt erblickte.

Wer auf eine Enthüllung beim anstehenden Unpacked-Event gehofft hat, wird enttäuscht. Geduld ist gefragt. Für die Urlaubszeit gibt es also erst mal kein neues Riesen-Tablet aus Südkorea.

MediaTek bleibt die feste Bank – zum Premium-Tarif

Technisch bleibt vieles beim Alten, auffällige Sprünge fehlen. Das gigantische 14.6-inch QHD+ Display bleibt das gewohnte Aushängeschild für Multitasking und Medienkonsum. Spannender wird es beim Antrieb. Samsung setzt zum dritten Mal in Folge bei seinen Flaggschiff-Tablets exklusiv auf MediaTek, diesmal wohl auf den Dimensity 9500 oder die Plus-Variante. Qualcomm fliegt wieder raus. Das spart Samsung in der Produktion ordentlich Geld, dürfte den Endkundenpreis im Laden aber kaum drücken.

Die Basis startet wie gewohnt bei 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Wer das Maximum mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher will, zahlt wieder einen absurden Aufpreis. Ein bekanntes Spiel, das mich bei den aufgerufenen Premium-Preisen jedes Jahr aufs Neue nervt.

Der Chip-Wechsel wird zur Gewohnheit

Samsungs anhaltende Liebe zu MediaTek im Tablet-Segment ist kein Zufall, sondern knallharte Wirtschaft. Qualcomm verlangt für die neuesten Snapdragon-Chips horrende Summen. Bei Tablets, die ohnehin geringere Stückzahlen als Smartphones abwerfen, drückt das die Marge extrem. MediaTek bietet hier die perfekte Ausweichroute: Spitzenleistung auf Augenhöhe zu einem deutlich besseren Einkaufspreis.

Für die Tech-Branche bedeutet das eine spürbare Verschiebung. MediaTek hat das Image des Billig-Herstellers endgültig abgelegt und dominiert nun Samsungs absolute Premium-Klasse bei den Tablets. Ein schwerer Schlag für Qualcomm, die dieses lukrative Segment fast kampflos abtreten müssen.

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