Škoda Epiq vs. Kia EV2 im Datenvergleich der 26.000-Euro-Klasse

KI-generierte Darstellung Škoda Epiq gegen Kia EV2
KI-Grafik: Schmidtis Blog
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Škodas Bestellstart für den Epiq Easy 35 zu Preisen ab 25.900 Euro setzt die Konkurrenz unter Zugzwang. Kia kontert im selben Atemzug mit dem 4,06 Meter kurzen EV2 ab 26.600 Euro und zielt auf dasselbe urbane Klientel.

Auf dem Papier trennen die beiden Basismodelle lächerliche 700 Euro. Wer sich durch die offiziellen Ausstattungslisten arbeitet, stößt auf drastische Streichkonzerte bei Sitzplätzen, Ladezeiten und Alltagsoptionen.

Fakten-Check: Škoda Epiq vs. Kia EV2 auf einen Blick

  • Vergleichsmodelle: Škoda Epiq (Easy 35 mit 37 kWh netto / Essence 55 mit 52 kWh netto) gegen Kia EV2 (Light mit 41 kWh netto / Air mit 58 kWh netto).
  • Harte Fakten: Škodas Kofferraum packt mit 475 Litern exakt 113 Liter mehr als der Kia (362 Liter). In der Basis sprintet der EV2 dank 108 kW in 8,7 Sekunden los, während der Epiq 35 mit 85 kW zähe 11,0 Sekunden benötigt.
  • Der Haken im Kleingedruckten: Kias Einstiegsmodell Light verlässt das Werk als reiner Viersitzer mit starrer Rückbank, während Škoda beim Epiq Easy 35 weder Wärmepumpe noch Anhängerkupplung zur Wahl stellt.

LFP-Zellen und Ladekurven im harten Realitätscheck

Unter dem Blech setzen beide Hersteller bei ihren Einstiegstarifen auf kobaltfreie LFP-Zellchemie. Kia spendiert dem EV2 Light einen Akku mit nutzbaren 41 kWh (42,2 kWh brutto), während Škodas Epiq Easy 35 mit 37 kWh netto antritt. Trotz des kleineren Speichers holt der Tscheche nach WLTP-Zyklus 325 Kilometer heraus – acht Kilometer mehr als der Koreaner mit 317 Kilometern.

Beim Schnellladen wählt Kia eine kompromisslose Linie. Beide Batteriegrößen ziehen an der DC-Säule bis zu 118 kW Peak und drücken den Ladehub von 10 auf 80 Prozent in 29 bis 30 Minuten. Bei Škodas Basismodell Easy 35 fehlen offizielle Ladedaten weiterhin.

Das Topmodell Epiq 55 nutzt die MEB-Entry-Plattform dagegen voll aus. Die maximale Ladeleistung beträgt zwar nur 105 kW, die flache Ladekurve verkürzt den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent aber auf 24 Minuten. Wie sich der tschechische Stromer im Alltag schlägt, beleuchtet unsere Analyse zu Škoda Epiq und seiner realen Lade-Performance.

Wechselstrom tanken beide Fahrzeuge serienmäßig mit 11 kW an der Wallbox. Kia bietet für höhere Ausstattungslinien optional einen 22-kW-Bordlader an, sperrt diesen für die Basisversionen Light und Air allerdings komplett aus.

Technische Spezifikationen im direkten Vergleich

SpezifikationŠkoda Epiq 35 (Easy)Kia EV2 42,2 kWh (Light)Škoda Epiq 55 (Essence)Kia EV2 61 kWh (Air)
Grundpreis25.900 Euro26.600 Euro32.100 Euro33.490 Euro
Nutzbare Batterie37 kWh netto41 kWh netto52 kWh netto58 kWh netto
WLTP-Reichweite325 km317 km441 km453 km
Leistung / Drehmoment85 kW (115 PS)108 kW (146 PS)155 kW (211 PS)100 kW (136 PS)
Beschleunigung 0–100 km/h11,0 s8,7 s7,1 s9,5 s
DC-Ladepeak / Zeit (10–80 %)k. A.118 kW / 29 min105 kW / 24 min118 kW / 30 min
Kofferraumvolumen475 Liter362 Liter475 Liter362 Liter
Sitzplätze ab Werk5455
Anhängelast gebremstKeine ZulassungKeine ZulassungBis 1.200 kg (Selection)750 kg

Versteckte Aufpreise bei Sitzplätzen und Alltagsausstattung

Mit einer Außenlänge von 4.171 Millimetern überragt der Škoda Epiq den Kia EV2 (4.060 mm) um elf Zentimeter. Dieser Längenzuwachs landet direkt im Kofferraum: 475 Liter Ladevolumen beim Epiq lassen die 362 Liter des EV2 alt aussehen.

Die Kostenfalle schnappt im Kia-Konfigurator zu. Der koreanische Hersteller liefert die Basisversion Light ausschließlich mit vier Sitzplätzen und starrer Rückbank aus. Wer fünf Sitzplätze benötigt, muss zwingend zur Ausstattung Air greifen und mindestens 28.990 Euro berappen.

Damit ist der fünfsitzige Epiq auf einen Schlag 3.090 Euro günstiger als ein vergleichbar bestuhlter EV2. Details zur koreanischen Modellstaffelung liefert der Praxis-Check zum Kia EV2.

Freizeitsportler mit Anhängerbedarf müssen ebenfalls genau kalkulieren. In den günstigsten Ausstattungen Easy und Light ist kein Hängerbetrieb freigegeben. Bei Kia darf der EV2 ab der Linie Air immerhin 750 Kilogramm ziehen.

Škoda genehmigt dem Epiq 55 zwar bis zu 1.200 Kilogramm Anhängelast, koppelt den Haken für 490 Euro jedoch fest an die gehobene Selection-Ausstattung ab 35.600 Euro. Bei der Wärmepumpe verlangt Škoda im Epiq Essence 950 Euro Aufpreis, während Kia im EV2 Air die Wärmepumpe (990 Euro) an das Winter-Paket (350 Euro) kettet – macht 1.340 Euro Mehrpreis.

Ungeschminktes Urteil

Wer blind nach dem Basispreis kauft, fällt auf das Marketing beider Konzerne herein. Kias EV2 Light punktet mit spritzigen 108 kW und verlässlicher Ladeleistung, disqualifiziert sich für Familien wegen der Viersitzigkeit aber sofort. Škoda bietet im Epiq Easy 35 echten Raum für fünf Personen und massig Gepäck, verweigert Basis-Käufern im Winter jedoch eine sparsame Wärmepumpe.

Bei den großen Batterien kippt der Vergleich eindeutig zugunsten des Tschechen. Kias EV2 61 kWh bietet mit 453 Kilometern zwar marginal mehr Reichweite, wirkt mit 100 kW Motorleistung bei Richtgeschwindigkeit aber überraschend müde.

Der Škoda Epiq 55 liefert mit 155 kW vehementen Durchzug, lädt in 24 Minuten schneller nach und bleibt 1.390 Euro günstiger. Für urbane Singles reicht der Basis-EV2. Wer ein vollwertiges Erstfahrzeug für Alltag und Urlaub sucht, greift ohne Zögern zum Epiq 55.

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4 Kommentare

  1. Hat man bewusst weggelassen, dass der Kia 100kg Stützlast hat? So kann man zwei schwere eBikes zB von R&M locker mitnehmen. Während beim Epiq immer noch der Standard wie vor 30 Jahren herrscht, also 75kg. Und zum Rückwärts aus der Parklücke einfach mit der FB ohne App. Und die 22 KW von EV2 kriegt der Epiq gar nicht, egal in welcher Ausstattung. Und und und…

  2. Interessanter Vergleich und erwartbares Ergebnis. Ich bin gerne in Konfiguratoren unterwegs und mir fällt schon länger auf, dass es Kia langsam wirklich übertreibt mit seinen Preisen!

  3. Ladeklappe ist jeweils rechts am vorderen Kotflügel. Leider völlig umständlich zu erreichen in einer Einzelgarage. Links aussteigen, rechts an der Wand irgendwie die Klappe öffnen und das Kabel über die Klappe hinweg (von vorne dem nassen schmutzigen Fahrzeug entlang…) einstecken. Was für ein schlechtes Design für Linkslenkerfahrzeuge. Deshalb sind beides Fahrzeuge aus unserer Auswahl heraus gefallen.

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