Škoda Peaq: Warum das neue Cockpit die VW-Touch-Krankheit heilt

Design-Skizze der Vorderseite des kommen Skoda PEAQ
Quelle: Skoda Design
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Škoda dreht das Lenkrad herum und bringt im kommenden Siebensitzer Peaq echte Tasten für Klimaanlage und Lautstärke zurück. Damit reagieren die Tschechen direkt auf die laute Kritik an den unpraktischen, reinen Touch-Cockpits aus dem VW-Konzern. Gleichzeitig wirft die Marke ihr bisheriges Querformat über Bord und verbaut erstmals ein vertikales Infotainment-Display in der Mitte des Armaturenbretts.

Das Cockpit setzt auf eine horizontale Linienführung, um den wuchtigen Innenraum optisch zu beruhigen. Ob das neu eingeführte Hochkant-Display die Bedienung im Alltag wirklich entschlackt, muss ein Praxistest beweisen. Andere SUV-Hersteller haben dieses Format längst als Standard etabliert, weshalb die Änderung eher nach Aufholen als nach echter Innovation aussieht.

Interieur und Technik auf einen Blick

  • Vertikales Infotainment-Display: Premiere für Škoda, in der Branche längst Alltag.
  • Physische Tasten: Der absolute Befreiungsschlag gegen fummelige Slider für Temperatur oder Lautstärke.
  • Magnetische Wireless-Docks: Fest integriert, aber hoffentlich stark genug für dicke Smartphone-Hüllen bei fiesen Schlaglöchern.
  • Verstellbare Armlehnen: Ein unscheinbares Extra, das auf langen Fahrten mit der kompletten Familie die Ergonomie rettet.

Škoda tauft das Designkonzept intern auf den Namen „Lodge“. Die Mischung aus weichen textilen Flächen und robusten Materialien ergibt bei einem Familienauto Sinn. Wer schon einmal eingetrocknete Kekskrümel oder zermatschte Bananen aus perforiertem Nappaleder kratzen musste, versteht diese Materialwahl sofort. Technisch baut der Peaq auf der bekannten Architektur MEB+ aus dem VW-Regal auf.

Die Entwickler versprechen mehr als 600 Kilometer Reichweite und ein adaptives DCC-Fahrwerk für das Fahrverhalten. Genaue Batteriegrößen oder handfeste Preise fehlen aktuell völlig. Damit fährt der Peaq frontal gegen starke Konkurrenten wie den Kia EV9, den Hyundai Ioniq 9 und den kommenden VW ID.7-Ableger im SUV-Format. Die koreanische Konkurrenz liefert beim Platzangebot und vor allem der Ladegeschwindigkeit heute schon brutale Werte. Eine hübsche Innenraum-Skizze reicht Škoda hier nicht, das Ladetempo muss zwingend auf Augenhöhe sein.


Quelle: Škoda

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