Sony Xperia: Android 17 Update erreicht nur fünf Modelle

Die Liste der unterstützten Smartphones-Modelle bei Sony für Android 17 fällt ernüchternd aus. Sony versorgt ab sofort exakt fünf Xperia-Modelle mit der neuen Software-Version. Wer ein etwas älteres Gerät der Japaner nutzt, schaut bei diesem Update schlicht ins Leere.
Desktop-Modus und Anpassungen im System-Design
Das Update basiert auf dem frischen Unterbau von Google. Während Android 17 in all seinen Facetten zahlreiche Neuerungen auf Pixel-Smartphones bringt, pickt sich Sony nur ausgewählte Brocken heraus. Prominenteste Neuerung ist ein überarbeiteter Desktop-Modus. Wer sein Xperia über das USB-Kabel an einen externen Monitor anschließt, bekommt eine erweiterte Arbeitsoberfläche angezeigt.
Zusätzlich spendiert Sony dem System flexiblere Einstellungen für den Sperrbildschirm und die Schnelleinstellungen. Symbole und Layouts lassen sich freier anpassen als bisher. Auch die integrierte Bildschirmaufzeichnung erfährt eine Optimierung. Das System nimmt nun Ton vom Mikrofon und dem internen Lautsprecher gleichzeitig auf. Das ist clever gelöst und erleichtert Gaming-Clips oder kurze Tutorials ungemein.
Exklusiver Kamera-Look für das teure Flaggschiff
Besitzer des aktuellen Top-Modells erhalten ein exklusives Zusatzfeature in der Kamera-App. Sony führt für das Xperia 1 VIII sogenannte Custom Looks ein. Nutzer stellen dabei Farbtonwerte und Bildverarbeitung individuell ein und speichern diese Parameter auf bis zu drei Presets ab. Ein schneller Wechsel zwischen festen Farbprofilen wird damit im Alltag möglich.
Diese Funktion erinnert an Googles Kamera-Einstellungen auf der aktuellen Pixel-Reihe. Bei Sony wirkt dieser Schritt wie der Versuch, Wogen zu glätten. Schließlich musste der umstrittene AI Kamera Assistent in der Vergangenheit viel Spott aus der Community einstecken. Fotografen bekommen nun immerhin mehr direkte Kontrolle über die Bildergebnisse zurück.
Enttäuschend kurze Modellliste statt echter Nachhaltigkeit
Die größte Kehrseite der Aktualisierung betrifft die Hardware-Unterstützung. Sony beschränkt die Verteilung auf exakt fünf Smartphones. Auf der offiziellen Support-Liste stehen lediglich das Xperia 1 VIII, das Xperia 1 VII sowie das Xperia 1 VI. Aus dem Mittelklasse-Segment schaffen es nur das Xperia 10 VIII und das Xperia 10 VII in das Update-Paket.
Ältere Oberklasse-Geräte wie das Xperia 1 V tauchen in der Aufzählung überhaupt nicht auf. Kunden, die vor gut zwei Jahren ein extrem teures Smartphone gekauft haben, werden damit beim Betriebssystem-Sprung ignoriert. Diese Update-Politik wirkt absurd. Konkurrenten wie Samsung oder Google versorgen ihre Oberklasse inzwischen bis zu sieben Jahre mit frischen Android-Versionen. Sonys sture Begrenzung auf drei Generationen ist vor diesem Hintergrund reiner Quatsch und ein verkehrtes Signal an treue Käufer.
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