Tesla FSD: Warum ein Ausflug in den See die Autopilot-Debatte neu entfacht

Teslas neuestes Software-Update für das „Full Self-Driving“ (FSD) sorgt für Schlagzeilen, die Elon Musk so gar nicht gefallen dürften. Ein am vergangenen Samstag veröffentlichtes Video zeigt, wie ein Tesla mit der Version 14.2.2.4 (Build 2025.45.9.1) fast ungebremst in einen See gesteuert wäre. Der Besitzer Daniel Milligan postete den Clip auf X und markierte direkt Teslas KI-Chef Ashok Elluswamy. Über eine Million Menschen sahen bereits zu, wie das System in einer eigentlich klaren Situation fatal versagte. Es ist der neueste Fall in einer Reihe von gefährlichen Fehlleistungen, die das Vertrauen in die Vision-Only-Strategie massiv erschüttern.
Dabei sollte die Version 14.2.2.4 eigentlich ein Feinschliff sein. Tesla verbesserte mit diesem Build den neuronalen Vision-Encoder für höhere Auflösungen und optimierte das Verhalten gegenüber Einsatzfahrzeugen. Doch die Realität auf der Straße sieht anders aus: Erst im Mai 2025 überschlug sich ein Tesla unter FSD-Kontrolle, im Dezember rammte ein Wagen in China im Live-Stream den Gegenverkehr. Selbst zwei bekannte Markenbotschafter schafften es bei ihrem Versuch, die USA autonom zu durchqueren, nicht einmal aus Kalifornien heraus, bevor Trümmerteile auf der Fahrbahn zum Unfall führten.
Der Druck der Behörden wächst unterdessen unaufhörlich. Die NHTSA untersucht derzeit 2,88 Millionen Fahrzeuge, nachdem 58 schwere Zwischenfälle mit FSD gemeldet wurden – darunter 14 Unfälle und 23 Verletzte. Im Fokus stehen grundlegende Patzer wie das Überfahren roter Ampeln oder plötzliche Spurwechsel in den Gegenverkehr. Auch das prestigeträchtige Robotaxi-Programm in Austin entpuppt sich acht Monate nach dem Start als Sorgenkind: Die Verfügbarkeit liegt bei mageren 19 Prozent und Regen legt den Dienst oft komplett lahm. Wer monatlich 99 US-Dollar für das System zahlt, fragt sich zunehmend, wie viel „Self-Driving“ in der Software tatsächlich steckt.
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