Hyundai Ioniq 3: Weltpremiere des Elektro-Kleinwagens mit 496 km Reichweite, Pleos OS und Preis unter 30.000 Euro

Hyundai Ioniq 3
Quelle: Hyundai
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Hyundai hat auf der Milan Design Week den Ioniq 3 präsentiert, und das Fahrzeug zeigt direkt, worum es geht: mehr Reichweite als der Kia EV2 bei ähnlicher Fahrzeuglänge, dazu ein Innenraum, der sich von koreanischen Kleinwagen bislang deutlich abhebt. Der Einstiegspreis soll knapp unter 30.000 Euro liegen, konkrete Varianten und Ausstattungspreise kommuniziert Hyundai zur Premiere noch nicht.

Das Karosseriekonzept nennt Hyundai intern „Aero Hatch“. Das Fahrzeug misst 4,15 Meter in der Länge, 1,80 Meter in der Breite und 1,50 Meter in der Höhe. Der Radstand beträgt 2,68 Meter – neun Zentimeter weniger als beim VW ID.3, aber neun Zentimeter mehr als beim EV2. Designt und entwickelt wurde der Ioniq 3 im Hyundai-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim, produziert wird er im türkischen Werk İzmit. Optisch folgt das Fahrzeug der „Art of Steel“-Designsprache mit den typischen Pixel-Leuchteinheiten. Die vier Lichtpunkte codieren im Morse-Code den Buchstaben H.

Technisch teilt der Ioniq 3 die E-GMP-Plattform mit dem EV2, allerdings in der 400-Volt-Ausführung. Zwei Akkuvarianten stehen zur Wahl: 42,2 kWh in der Standard Range mit 344 km WLTP-Reichweite und 61 kWh in der Long Range mit bis zu 496 km. Die Motorleistung liegt beim Standard-Range-Modell bei 108 kW (147 PS), beim Long-Range-Modell bei 99,5 kW (135 PS). Beide Varianten beschleunigen in rund neun Sekunden auf 100 km/h. Das ist kein Wert, mit dem der N-Line optisch nach außen hin wirbt. Wer ein Sportmodell erwartet, wird enttäuscht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 170 km/h, das Drehmoment bei 250 Nm. DC-Laden geht mit bis zu 119 kW, von 10 auf 80 Prozent dauert das rund 29 bis 30 Minuten. Optional gibt es 22-kW-AC-Laden, serienmäßig sind 11 kW.

Der Kofferraum bietet 441 Liter, aufgeteilt in 322 Liter Hauptvolumen und eine 119-Liter-Megabox unter dem Ladeboden. Einen Frunk gibt es nicht. Der Ladeanschluss sitzt vorn, was der Positionierung auf der MEB+-Plattform nahekommt und im Alltag praktischer ist als ein Anschluss hinten rechts.

Im Innenraum setzt Hyundai erstmals auf ein Tablet-ähnliches zentrales Display, entweder 12,9 oder 14,6 Zoll groß. Das Infotainment heißt Pleos Connect und basiert auf Android Automotive OS. Es ist das erste europäische Hyundai-Modell mit diesem System. Klassische Tasten für Lenkrad und Klimaanlage sind zurückgekehrt, Touch-Elemente abseits des Hauptdisplays wurden weitgehend gestrichen. Auf der Rückbank gibt es USB-C und einen MagSafe-kompatiblen Magnethalter. Assistenzsysteme umfassen Autobahnassistent 2.0, Parkassistent mit Fernbedienung und Memory-Funktion sowie eine 360-Grad-Kamera.

Was der Ioniq 3 liefert, ist eine solide Kombination: gute Reichweite für die Fahrzeugklasse, zeitgemäßes Infotainment und ein vernünftiges Platzangebot. Was fehlt, ist Fahrdynamik. Gegen den Cupra Raval Dynamic mit 211 PS und 290 Nm sieht der N-Line auf dem Papier alt aus, auch wenn er 50 Kilometer weiter kommt.

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