Teurer Speicher und schrumpfende Margen: Xiaomi-Smartphones steigen im Preis durch den KI-Boom

Xiaomi LEICA LEITZPHONE
Quelle: Xiaomi
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Die Smartphone-Preise ziehen branchenweit an. Xiaomi verlangt ab nächstem Samstag für drei Modelle in China rund 30 US-Dollar oder 200 Yuan mehr. Dieser Aufschlag reiht sich in einen klaren Trend ein. Konkurrenten wie Oppo, Vivo und Honor haben ihre Tarife bereits im Frühjahr nach oben korrigiert. Die Ursache für diese Smartphone-Preisentwicklung liegt tief in der Lieferkette.

Rechenzentren und die KI-Branche kaufen den weltweiten Halbleiter-Markt regelrecht leer. Hersteller priorisieren diese lukrativen Aufträge. Für die Mobilfunkindustrie bleiben dadurch deutlich weniger Speicherkapazitäten übrig. Das treibt die Hardware-Kosten rasant in die Höhe. Lu Weibing führt das Smartphone-Geschäft bei Xiaomi und nennt konkrete Zahlen. Speicherkonfigurationen kosten im Einkauf fast viermal so viel wie noch vor einem Jahr.

Analysten von TrendForce stützen diese Beobachtung mit sehr konkreten Prognosen für das zweite Quartal 2026. Demnach klettern die Vertragspreise für DRAM-Speicher um bis zu 63 Prozent. Bei NAND-Flash erwarten Experten sogar Sprünge von 75 Prozent. Geopolitische Spannungen verteuern zudem Fracht, Energie und benötigte Rohstoffe.

Diese Dynamik trifft Xiaomi empfindlich. Der Hersteller verkauft zwar mehr Android-Geräte im Premium-Segment, kämpft aber dennoch mit sinkenden Gewinnmargen. Budget-Smartphones bringen dem Unternehmen kaum noch Profit. Europa spürt diese direkte Preisspirale momentan noch nicht unmittelbar. Offizielle Ankündigungen fehlen hierzulande noch. Hersteller reichen höhere Produktionskosten aber über kurz oder lang stets an die Käufer weiter. Oft passiert das unbemerkt bei einem Generationswechsel der Hardware.

Bemerkenswert bleibt die aktuelle Doppelrolle der Chinesen. Xiaomi entwickelt sehr erfolgreich eigene Sprachmodelle. Gleichzeitig kritisiert das Unternehmen Konkurrenten wie Google und Samsung hart. Sie würden Software priorisieren und die eigentliche Technik vernachlässigen. Der Hardware-Hersteller muss nun selbst kurzfristig Wege finden, die explodierenden Bauteilkosten für den Endkunden auszugleichen.

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