Volkswagen vor Trennung von Bosch: Milliardenprojekt für automatisiertes Fahren steht vor dem Aus

weißes Volkswagen Logo auf dunkelblauem Hintergrund
Quelle: Volkswagen AG
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Volkswagen will die Zusammenarbeit mit Bosch bei Software für automatisiertes Fahren offenbar beenden. Laut einem Reuters-Bericht unter Berufung auf Informationen der Bild soll das Gemeinschaftsprojekt die internen Erwartungen trotz hoher Investitionen nicht erfüllt haben. Für den Konzern wäre das mehr als ein Strategiewechsel – es ist ein Eingeständnis, dass die Entwicklung eigener Fahrassistenz-Software langsamer vorankommt als geplant.

Milliarden investiert, Wettbewerbsvorteil ausgeblieben

Die Kooperation zwischen Bosch und Volkswagens Software-Tochter Cariad startete 2022 mit dem Ziel, eine einheitliche Softwareplattform für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren über mehrere Konzernmarken hinweg zu entwickeln. Offiziell wollen beide Unternehmen Marktgerüchte nicht kommentieren, betonen jedoch, dass strategische Entwicklungspartnerschaften regelmäßig überprüft werden.

Laut dem Bericht gilt die gemeinsam entwickelte Technologie intern bislang nicht als ausreichend wettbewerbsfähig. Die wichtigsten bekannten Punkte:

  • Start der Kooperation: 2022
  • Investitionsvolumen laut Bericht: rund 1,5 Milliarden Euro
  • Ziel: konzernweite Software für Fahrerassistenz- und automatisierte Fahrsysteme
  • Volkswagen soll bereits nach einem neuen Technologiepartner suchen
  • Ein neuer Vertrag könnte laut Bericht bis September abgeschlossen werden

Warum der Schritt für Volkswagen relevant ist

Die Nachricht zeigt, wie schwierig es bleibt, Software für moderne Fahrzeuge im eigenen Haus zu entwickeln. Während klassische Fahrzeugplattformen über Jahre entstehen, erwarten Kunden heute kontinuierliche Software-Updates und neue Assistenzfunktionen – ein Tempo, das Technologieunternehmen deutlich besser beherrschen.

Historisch passt der Schritt in die Entwicklung von Cariad. Seit der Gründung kämpfte die Software-Tochter mehrfach mit Verzögerungen, wodurch sich unter anderem Fahrzeugprojekte und Software-Roadmaps verschoben. Parallel setzen Wettbewerber verstärkt auf spezialisierte Zulieferer oder Technologiepartner, anstatt komplette Software-Stacks allein zu entwickeln.

Die Informationen basieren derzeit auf einem Reuters-Bericht, der sich auf mehrere Quellen sowie Angaben der Bild stützt. Eine offizielle Bestätigung für das Ende der Kooperation gibt es bislang nicht, weshalb Details zu Zeitplan, neuem Partner und Vertragsumfang als nicht bestätigt gelten.

Kurzfristig dürfte sich für bestehende Volkswagen-Modelle wenig ändern. Strategisch könnte ein neuer Partner jedoch darüber entscheiden, wie schnell zukünftige Fahrzeuge bei Fahrerassistenz, Over-the-Air-Updates und automatisierten Fahrfunktionen gegenüber Wettbewerbern aufholen.


Quelle: Bild

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