PS5 und Xbox brechen in den USA ein: Rekordpreise drücken Hardware-Verkäufe auf Tiefstand

Sony PlayStation 5 Pro mit Cotnroller
Quelle: Sony
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Die US-Konsolenverkäufe von PlayStation und Xbox sind auf den niedrigsten Stand seit Marktstart der aktuellen Generation gefallen. Auslöser sind drastische Preiserhöhungen, während Nintendo mit der noch unveränderten Switch 2 massiv Marktanteile gewinnt.

PS5 und Xbox verlieren trotz höherer Umsätze

Der entscheidende Unterschied liegt zwischen Umsatz und Absatz. Sony und Microsoft erzielen durch höhere Verkaufspreise teilweise stabile oder sogar steigende Einnahmen, verkaufen jedoch deutlich weniger Konsolen – ein Warnsignal für die langfristige Installationsbasis.

  • Durchschnittlicher Hardwarepreis in den USA: 502 US-Dollar (+14 %)
  • PS5-Durchschnittspreis: +33 % gegenüber 2025
  • Xbox Series: +22 % gegenüber 2025
  • PS5-Ausgaben: -43 %
  • PS5-Stückzahlen: -58 %
  • Xbox-Ausgaben: +7 %
  • Xbox-Stückzahlen: -12 % (historischer Tiefstand)
  • Nintendo Switch 2: 5,9 Millionen verkaufte Einheiten in den USA

Nintendo profitiert vom Preisfenster

Während Sony und Microsoft ihre Hardware mehrfach verteuert haben, blieb der Preis der Nintendo Switch 2 bislang stabil. Genau dieses Zeitfenster verschafft Nintendo einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, bevor die angekündigte Preiserhöhung auf 499 US-Dollar im September greift.

Historisch zeigt sich damit ein ungewöhnlicher Trend. Frühere Konsolengenerationen wurden im Laufe ihres Lebenszyklus günstiger, um neue Käufer zu gewinnen. Die aktuelle Generation entwickelt sich in die entgegengesetzte Richtung und erreicht teilweise Preise, die zum Marktstart noch undenkbar gewesen wären.

Speicherpreise treiben die Kosten weiter nach oben

Steigende Kosten für DRAM, NAND-Flash und weitere Speicherkomponenten erhöhen den Druck auf Hersteller. Die Folge sind weitere Preisanpassungen, obwohl sich PS5 und Xbox bereits im sechsten Verkaufsjahr befinden.

Besonders deutlich wird das bei Microsoft. Die Xbox Series X startete 2020 für 499 US-Dollar und soll ab August 2026 bereits 799 US-Dollar kosten. Auch Sonys PS5 Pro kletterte inzwischen von 749 auf 899 US-Dollar und entfernt sich damit preislich immer stärker vom klassischen Massenmarkt.

Kurzfristig profitieren Verbraucher kaum von der Hardwareentwicklung. Statt sinkender Preise zum Ende des Konsolenzyklus steigen die Einstiegskosten weiter, während Dienste wie Cloud Gaming und PC-Versionen den Kauf einer Xbox für viele Nutzer weniger zwingend machen. Gleichzeitig dürfte Nintendo nach der eigenen Preiserhöhung einen Teil seines aktuellen Preisvorteils wieder verlieren.


Quelle: Matt Piscatella auf Bluesky

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