VW ID.3 Neo: Das große Update bringt echte Knöpfe und Android-Software zurück

Volkswagen verpasst seinem kompakten Stromer eine Generalüberholung und schickt ihn als ID.3 Neo in die nächste Runde. Das wichtigste Update findet im Innenraum statt: VW schmeißt die ungeliebten Touch-Flächen am Lenkrad raus und kehrt zu klassischen Drucktasten zurück. Damit reagieren die Wolfsburger direkt auf die massive Kritik der letzten Jahre. Die offizielle Weltpremiere des überarbeiteten Modells steht bereits für Mitte April auf dem Plan. Neben der haptischen Bedienung zieht mit dem „One Pedal Driving“ eine Funktion ein, auf die viele Elektroautofahrer lange gewartet haben. Das Fahrzeug verzögert nun aktiv bis zum kompletten Stillstand, sobald man den Fuß vom Pedal nimmt.
Ein technischer Sprung gelingt durch das neue Innovision-Infotainment auf Android-Basis. Das System integriert einen vollwertigen App-Store für Streaming, Gaming und Parkdienste direkt ins Auto. Wer möchte, nutzt künftig das Smartphone oder die Smartwatch als digitalen Schlüssel. Auch beim Thema Energie wird der ID.3 Neo flexibler. Die Vehicle-to-Load-Funktion erlaubt es, externe Geräte wie E-Bikes oder Kaffeemaschinen mit bis zu 3,6 kW aus dem Auto-Akku zu speisen. Für die Einstiegsmodelle setzt VW nun auf robuste LFP-Batterien mit 58 kWh Kapazität, die als besonders langlebig gelten.

Die Effizienz profitiert vom neuen APP 350 Elektromotor. Dieser leistet 140 kW und sorgt beim ID.4 Pure sogar für ein Reichweitenplus von bis zu 40 Kilometern nach WLTP. Der ID.3 Neo übernimmt diese Antriebstechnik und rüstet sich zudem für kommende regulatorische Vorgaben wie die EU-Sicherheitsrichtlinie GSR2. Auch der Travel Assist lernt dazu und erkennt nun Ampelphasen eigenständig. VW liefert hier ein Gesamtpaket ab, das viele Kinderkrankheiten der ersten ID-Generation konsequent beseitigt.
Trotz des frischen Namenszusatzes Neo bleibt die bekannte Optik im Kern erhalten. Teaser deuten jedoch auf optische Retuschen hin, die das Design schärfen. Der ID.3 Neo könnte das finale Aufbäumen dieser Baureihe sein, bevor gegen 2028 der elektrische Golf 9 auf einer völlig neuen Plattform übernimmt.



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