VW ID.3 Neo: Warum er noch kein echter Golf sein darf

Volkswagen zieht eine klare rote Linie und verweigert dem ID.3 Neo das prestigeträchtige Golf-Badge. Trotz umfangreicher Modellpflege reicht die Substanz unter dem Blech nicht aus, um den extrem hohen internen Anforderungen gerecht zu werden. Während andere Baureihen wie der Tiguan oder Polo bereits die elektrische Transformation vollziehen, bleibt der ID.3 weiterhin das Zwischenmodell auf der alternden MEB-Plattform.
Die Schwachstellen liegen vor allem in der Architektur, die technisch an ihre Grenzen stößt. Ein fehlender Frunk und die Ladezeiten von knapp unter 30 Minuten locken im Jahr 2026 niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. Wer einen echten vollelektrischen Golf erwartet, verlangt zu Recht die neue 800-Volt-Plattform (SSP) und die moderne Software-Struktur aus der Rivian-Kooperation.
Ich finde diese Entscheidung absolut richtig, denn ein „Golf“ darf kein technischer Kompromiss sein, nur um eine Marketing-Lücke zu füllen. Lieber warten wir bis 2028 auf ein Fahrzeug, das bei der Ladeleistung und dem Stauraum wirklich mit der asiatischen Konkurrenz Schlitten fährt. Der ID.3 Neo mag ein solides Elektroauto sein, aber für den Thron in der Kompaktklasse fehlt ihm schlicht der nötige Punch.
Wer heute elektrisch bei VW einsteigen will, bekommt mit dem Neo zwar ein verbessertes Paket, kauft aber im Grunde Technologie von gestern. Erst mit der SSP-Plattform wird Volkswagen zeigen, ob sie den Anschluss an die Spitze wiederfinden. Bis dahin bleibt der Verbrenner-Golf für Traditionalisten wohl die logischere Wahl, bevor der echte Thronfolger das Licht der Welt erblickt.
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Der neue ID3 neo ist sicher ein sehr gut gemachtes Facelift. Besonders innen sieht der Vorgänger dagegen richtig alt aus! Wähle ich allerdings den größten Akku mit guter Ausstattung, bin ich bei 57.000 €. Das Problem dabei ist folgendes: Lege ich jetzt nur 4.000 € drauf, bekomme ich mit einem Smart #5 Brabus ein absolut topmodernes Auto, das um den ID3 Neo technisch- und leistungsmäßig Kreise fährt und zwar in allen Belangen! Ebenso bekomme ich für 61.000 € einen Zeekr 7GT, der, wäre er von einem deutschen Hersteller, ca. 90.000 kosten würde! Unfassbar krass überlegen ist er dem ID3 neo für nur 4.000 Euro!!! Der ID3 neo dürfte eigentlich mit dem stärksten Motor, dem größten Akku und voller Ausstattung maximal 45.000 € kosten! Und wenn mir jetzt wieder einer mit „China, China, China“ kommt, rate ich demjenigen gerne mal in all seine Schubladen und Kleiderschränke zu schauen! Da kommt nämlich auch nahezu alles aus China!!!