VW ID. Tiguan: Das Aus für ID.4 und ID.5 steht fest

Der 9. Oktober 2026 bringt klare Verhältnisse in Wolfsburg: Volkswagen nennt das Enthüllungsdatum für den neuen VW ID. Tiguan und beendet damit die Ära des blassen VW ID.4. Doch die eigentliche Überraschung betrifft das Coupé-Schwestermodell.
Modell-Streichung: Warum der ID.5 ersatzlos stirbt
Wolfsburg zieht die Notbremse. Das schräge SUV-Coupé VW ID.5 erhält kein technisches Upgrade mehr und wird ersatzlos aus dem Programm gestrichen. Schwindende Absatzzahlen und die Notwendigkeit zur Komplexitätsreduzierung zwingen die Niedersachsen zu diesem Schritt. Die Produktion bündelt sich künftig vollkommen auf die klassische SUV-Silhouette des Tiguan-Ablegers.
Wer auf ein völlig neues Plattform-Konzept hofft, wird enttäuscht. Der Stromer basiert weiterhin auf der evolutionären MEB+-Architektur. Ausführliche Hintergründe zu den vorzeitigen Modellentscheidungen rund um den ID. Tiguan verdeutlichen, dass VW die teure Transformation scheut.
MEB+-Technik: Bekannte 400 Volt statt 800-Volt-Traum
Der Verzicht auf ein 800-Volt-System ist ein klarer Kompromiss. Während die fernöstliche Konkurrenz mit extrem kurzen Ladezeiten punktet, verweilt der ID. Tiguan auf der etablierten 400-Volt-Technik. Das echte Technik-Update hebt sich Volkswagen für die spätere SSP-Plattform auf, die erst beim elektrischen Golf zum Einsatz kommt.
Immerhin korrigiert das Management gravierende Ergonomie-Mängel im Innenraum. Erste Details zum Designwechsel und der Rückkehr zu echten Tasten zeigen, dass die verhassten Touch-Slidings endgültig Geschichte sind. Ein Schritt, der rein aus betriebswirtschaftlicher Logik längst überfällig war.
Nomenklatur-Kehrtwende: Die Rückkehr der Verbrenner-Namen
Die Beerdigung der reinen Ziffern-Namen ist das Eingeständnis einer verfehlten Marketing-Strategie. Das Kürzel ID.4 weckt bei Kundinnen und Kunden kaum Emotionen – der Name Tiguan hingegen steht seit Jahrzehnten für Verlässlichkeit und hohe Verkaufszahlen.
Bereits die Neuausrichtung bei der ID.3 Neo Modellpflege markierte diesen harten Schwenk in der Produktphilosophie. Am 9. Oktober 2026 muss das gewagte Branding beweisen, ob ein bekannter Name ausreicht, um veraltete Ladetechnik im harten Wettbewerb zu kaschieren.
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