Warum Xiaomis HyperOS 4 eine bittere Pille für Millionen Nutzer wird

Xiaomi-Präsident Lu Weibing hat den Startschuss für HyperOS 4 auf Basis von Android 17 für den Spätsommer verkündet. Für mich ist diese Ankündigung Fluch und Segen zugleich. Während die neuen Kern-Frameworks ein technischer Befreiungsschlag sind, läutet das Update gleichzeitig das absehbare Ende für extrem beliebte Smartphone-Klassiker ein.
Der radikale Umbau killt den RAM-Hunger – mit einer Kehrseite
Genau hier lag bei den Vorgängern das fundamentale Problem: Die alte Systemarchitektur neigte beim schnellen Scrollen durch den App-Vault zu spürbaren Mikrorucklern. Dass Xiaomi das System-Framework nun konsequent in Rust und Flutter neu schreibt, ist die wichtigste Entscheidung seit Jahren. Beim Multitasking bleibt das System dadurch endlich konstant flüssig.
Ehrlich gesagt hat genau diese Effizienz gefehlt, da günstige Modelle sonst an der Speicher-Marge erstickt wären. Doch wer das System im Sommer nutzt, kennt den Kompromiss: Das neue, transluzente Liquid Glass Design treibt die GPU-Last bei der Einhandbedienung nach oben. Im Alltag führt diese grafische Last bei intensiver Nutzung schnell zu spürbarer Hitzeentwicklung in der Hosentasche und zwingt das Panel bei direkter Sonneneinstrahlung zum Herunterregeln der Helligkeit.
Die brutale Wahrheit hinter den sechs Jahren Updates
Das dürfte viele Nutzer im ersten Moment freuen: Xiaomi verspricht für das neue Xiaomi 17 Ultra satte sechs Jahre volle System-Aktualisierungen. Damit ziehen die Chinesen mit Google und Samsung gleich. Wer allerdings ein POCO F6 aus 2024 besitzt, muss jetzt stark sein.
Für diese Geräte ist HyperOS 4 das letzte große Update, danach ist endgültig Schluss. Die Kehrseite der neuen Rust-Architektur ist nämlich, dass ältere Chipsätze wie der MediaTek Dimensity 9200+ die verschlüsselten RCS-Strukturen und die tief integrierte HyperAI nicht mehr ohne massive Performance-Verluste verarbeiten können. Der scheinbar großzügige Support-Sprung entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als harter Schnitt für die ältere Generation.
Diese Smartphones bekommen HyperOS 4
Eine offizielle Liste wird Xiaomi erfahrungsgemäß erst rund um den Rollout im Herbst herausgeben. Basierend auf der Update-Politik und der Android-Zertifizierung steht der Fahrplan für die kommenden Monate aber bereits fest.
Den Anfang machen ganz klar die aktuellen Flaggschiffe, bei denen das Xiaomi 17 Ultra und das 17 Pro als Vorreiter gesetzt sind. Auch die komplette 15er-Serie ist sicher an Bord. Das Xiaomi 15 Ultra, das 15 Pro, das Standard-15er und das 15T Pro erhalten das neue System. Auffällig ist hier für mich das Basis-Xiaomi 15, das mit ganzen sechs Jahren System-Updates bis Android 19 extrem langlebig aufgestellt ist.
Bei der Vorgänger-Generation aus 2024 gibt es ebenfalls keine bösen Überraschungen. Das gesamte Line-up um das Xiaomi 14 Ultra, 14 Pro, das reguläre 14 und das 14T Pro bekommt HyperOS 4. Auch das Xiaomi 13T Pro aus dem Jahr 2023 ist noch dabei, dürfte hiermit aber definitiv seinen letzten großen Android-Sprung erreichen.
Bei der Tochtermarke Redmi liegt der Fokus klar auf der Mittelklasse. Das Redmi Note 15 Pro+ und das Note 15 Pro erhalten die neue Software und sind mit vier Jahren System-Updates zukunftssicher aufgestellt. Ebenfalls versorgt werden das Redmi Note 14 Pro 5G und das Note 14 Pro+, hier mit jeweils drei zugesicherten Aktualisierungen.
POCO-Nutzer gehen ebenfalls nicht leer aus. Die neuen POCO F7 Ultra und F7 Pro bekommen HyperOS 4 und starke vier Jahre Support. Das POCO X7 Pro zieht mit drei Jahren Updates nach, während für das ältere POCO F6 nach dieser Welle der Vorhang fällt.
Der Kampf um den knappen Speicher
Hinter Xiaomis Software-Umbau steckt die harte Realität der Halbleiterindustrie. Die Kosten für DRAM- und NAND-Flash-Speicher sind durch verknappte Produktionskapazitäten bei Samsung Electronics und SK Hynix drastisch gestiegen. Indem Xiaomi das Betriebssystem auf effiziente Frameworks wie Flutter optimiert, senkt der Konzern den RAM-Bedarf der Software, um auch bei zukünftigen Geräten mit weniger physischem Speicher eine stabile Marge zu sichern.
Gleichzeitig verschärft sich der Druck im Premium-Segment, wo Google und Samsung mit langen Update-Garantien von bis zu sieben Jahren den Standard vorgegeben haben. Für Xiaomi ist die Ausweitung des Supports beim Xiaomi 15 und 17 auf TSMC-basierten 3-Nanometer-Chipsätzen eine Notwendigkeit, um die Kundenbindung in Europa zu stärken und dem sinkenden Smartphone-Absatz entgegenzuwirken.
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Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass ausgerechnet Liquid Glass, das größte Hass-Feature und der größte Mist hinsichtlich Bedienbarkeit, den Apple jemals seinen Schäfchen aufgebrummt hat, nun bei Xiaomi kommen soll. Genau durch das nicht-Vorhandensein dieses Mülls haben sich sogar einige Menschen weg von Apple hin zu richtigen Handys bewegt. Was ist los mit euch? Hoffentlich wird man diese Effekte abschalten können.
Man kann die blur Transparenz Effekte die es seit hyperos2 an vielen Stellen gibt abschalten ich schätze Mal es wird genauso mit den Liquid Glass Sachen gehen.
Wenn nicht direkt in den Einstellungen dann über die Themes.
Unverschämtheit, dass die Poco 8er Reihe keine Updates bekommen soll.
Hä?
Wer sagt das denn bitte?