Xiaomi, Vivo & Oppo: Das klammheimliche Aus der Ultra-Flaggschiffe

Xiaomi 18 Launch November 2026 und Xiaomi 18 Ultra gestrichen
Grafik: Schmidtis Blog
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Das goldene Zeitalter der abgedrehten Kamera-Smartphones aus China steht vor dem abrupten Ende. Wenn sich die jüngsten Berichte rund um die Absagen beim Xiaomi 18 Ultra, Oppo Find X10 Ultra und Vivo X500 Ultra bewahrheiten, streichen die Hersteller ihre absolute Speerspitze für den Weltmarkt ersatzlos. Für uns europäische Konsumenten ist das ein Desaster mit Ansage.

Ramageddon vernichtet die Margen im High-End-Segment

Verantwortlich für den Rückzug ist primär die eskalierende Bauteilkrise bei LPDDR5X-Arbeitsspeicher und NAND-Flash. Die Einkaufspreise für Speicherbausteine schießen derart in die Höhe, dass die Kalkulation für kompromisslose Nischengeräte kollabiert. Wenn bereits ein Vorgänger die Grenze von 2.000 Euro gerissen hat, lässt sich ein Nachfolger schlicht nicht mehr profitabel in Europa vermarkten.

Die Konzerne ziehen die Notbremse, weil die breite Masse bei diesen Mondpreisen verständlicherweise aussteigt. Ob man einen gigantischen 1-Zoll-Sensor samt komplexer Periskop-Optik im Alltag wirklich zwingend braucht, ist die eine Sache. Dass uns diese Technologieträger komplett gestrichen werden, eine völlig andere.

Das Monopol von Samsung wird zur Innovationsbremse

Übrig bleiben absehbar nur die abgespeckten Varianten wie das Xiaomi 18 Pro Max oder Vivo X500 Pro Max. Die tragen zwar weiterhin klangvolle Namen wie Leica, Zeiss oder Hasselblad auf dem Gehäuse, stellen aber technisch einen spürbaren Kompromiss dar.

Der lachende Dritte heißt Samsung. Wenn 2027 nur noch das Galaxy S27 Ultra als globales Ultra-Flaggschiff verbleibt, diktiert Seoul die Spielregeln. Ohne den Innovationsdruck der chinesischen Konkurrenz greift Samsung erfahrungsgemäß direkt zum Rotstift. Wir steuern im Android-Lager auf eine beispiellose Stagnation bei gleichzeitig steigenden Preisen zu.

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