Xiaomi zockt ab: Warum die China-Preise jetzt Apple-Niveau erreichen

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Quelle: Xiaomi
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Xiaomi verbrennt beim Autobau aktuell rund 5.600 Dollar mit jedem verkauften Fahrzeug. Trotzdem hält Finanzchef Lin Shiwei stur an der Jahresmarke von 550.000 Auslieferungen fest. Für die ersten vier Monate stehen gerade einmal 109.000 Autos in den Büchern.

Um das Ziel zu erreichen, braucht der Hersteller monatlich 55.000 neue Fahrzeuge auf der Straße. Bisher schafft Xiaomi nicht mal die Hälfte. Die Hoffnung ruht jetzt auf dem neuen SUV-Modell YU7 und billigeren Basisversionen.

Smartphones finanzieren das Auto-Abenteuer

Die Zeche für das riskante Autogeschäft zahlen die Smartphone-Käufer. Weil die Preise für Speicherchips explodieren, bricht Xiaomis Netto-Einkommen um 57 Prozent ein. Der Umsatz schrumpfte zeitgleich um elf Prozent.

  • Gewinn-Einbruch bei Handys: -57 Prozent im Jahresvergleich
  • Umsatz-Rückgang: -11 Prozent im ersten Quartal
  • Verlust pro E-Auto: ca. 5.600 Dollar

Der Hersteller kontert die miesen Zahlen mit einer brutalen Preiserhöhung bei den Flaggschiffen. Wer das neue Top-Modell will, zahlt mittlerweile denselben Preis wie für ein iPhone.

Die Gier bricht mit alten Traditionen

Früher galt Xiaomi als der Retter für Schnäppchenjäger. Diese Zeiten sind vorbei. Das Management vergrault mit der neuen Premium-Strategie die treue Fanbasis im Rekordtempo.

Xiaomi sitzt in der Klemme. Die Autosparte frisst das Geld schneller, als die Fabriken überhaupt produzieren können. Also holt man sich die Kohle über überteuerte Smartphones vom Kunden zurück. Samsung macht das ähnlich. Aber Xiaomi verliert dadurch seine Identität als Preis-Leistungs-König. Ein dicker Familien-Van im Herbst rettet diese Bilanz nicht.

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