900 Kilometer Reichweite und ein Cockpit-Schock: BMWs Neue Klasse im Härtecheck

BMW bricht mit der Neuen Klasse die aktuellen Reichweiten-Rekorde der Elektro-Konkurrenz. Das Mittelklasse-Modell BMW i3 schafft mit einer Akkuladung über 900 Kilometer nach WLTP-Standard. Der SUV-Ableger BMW iX3 knackt die Marke von 805 Kilometern.
München nutzt für diesen Sprung eine neue 800-Volt-Architektur und runde Batteriezellen. Die maximale Ladeleistung klettert auf stolze 400 Kilowatt. Das Auto fungiert über bidirektionales Laden als rollender Stromspeicher für das eigene Haus.
Schluss mit Knöpfen im Cockpit
Das neue Anzeige-Konzept namens Panoramic iDrive wirft alte Gewohnheiten radikal über den Haufen. Die Anzeige zieht sich über die komplette Breite der Windschutzscheibe. Physische Tasten oder den bekannten Dreh-Drück-Steller im Mitteltunnel gibt es nicht mehr.
Das sorgt für eine schwierige Umgewöhnung beim Fahren. Wer blind die Klimaanlage regeln will, tippt jetzt auf Glasflächen herum. Tesla hat diesen Touch-Wahn vorgemacht, schwenkt beim neuen Model 3 aber selbst wieder zu mehr Lenkrad-Tasten um.
- Super-Rechner: Die Steuerung von Antrieb, Bremse und Lenkung läuft über einen Zentralcomputer.
- Lade-Frust: BMW baut kein eigenes Ladenetz und überlässt Tesla-Fahrern den Komfort-Vorsprung an den Ladesäulen.
- Modell-Offensive: Bis zum Jahr 2027 plant der Hersteller 40 neue oder aufgefrischte Fahrzeuge.
Der teure Premium-Filter
Die Technik der neuen Plattform funktioniert auf dem Papier hervorragend. Der hohe Preis bleibt das entscheidende Problem für normale Autofahrer. BMW zeigt die Innovationen zuerst in der teuren 70.000-Euro-Klasse.
Die Konkurrenz aus China schläft nicht. Marken wie BYD oder Xiaomi drücken Autos mit ähnlichen Reichweiten zu deutlich niedrigeren Preisen auf den Markt. BMW muss die Technik schnell in bezahlbare Modelle wie den kommenden iX1 bringen.
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