Android 17 Update: Bessere Fotos in Social Media Apps und mehr Datenschutz

Große optische Sprünge bleiben beim kommenden Android 17 Update aus. Google löst stattdessen nervige Alltagsprobleme des Betriebssystems. Den Anfang macht die Smartphone-Kamera. Aktuell knipsen Drittanbieter-Apps wie Instagram oder Snapchat oft qualitativ schlechtere Bilder als die vorinstallierte System-Kamera. Die Software-Schnittstellen blockieren den Zugriff auf die volle Hardware-Leistung. Das ändert sich nun komplett. Hersteller wie Samsung, Oppo oder OnePlus stellen künftig eigene Kamera-Erweiterungen als eine Art Plugin zur Verfügung. Externe Apps greifen dadurch direkt auf einen 200-Megapixel-Modus oder den speziellen Nachtmodus zu. Fotografen freuen sich zudem über die neue Unterstützung für das RAW14-Format. Diese 14-Bit-Rohdaten reduzieren Farbabrisse und bieten deutlich mehr Spielraum bei der Bildbearbeitung.
Ein weiteres Ärgernis verschwindet im Bereich Datenschutz. Viele Anwendungen verlangen beim Start den kompletten Zugriff auf das gesamte Telefonbuch. Google adaptiert hier das Prinzip des bekannten Foto-Pickers. Nutzer gewähren einer App künftig nur noch temporären Lesezugriff auf ganz bestimmte Kontakte. Die Freigabe beschränkt sich auf Wunsch sogar auf einzelne Datenfelder wie eine E-Mail-Adresse oder eine Telefonnummer. Das System entzieht diese Rechte nach der abgeschlossenen Aktion völlig automatisch wieder.
Auch bei der Audiowiedergabe zieht Google eine längst überfällige Grenze. Sprachassistenten wie Gemini koppeln ihre Lautstärke bisher direkt an die allgemeine Medienlautstärke des Geräts. Wer laute Musik über Kopfhörer hört, bekommt die Antworten der KI entsprechend ohrenbetäubend ins Ohr gebrüllt. Android 17 trennt diese Audiokanäle endlich voneinander. Ein separater Lautstärkeregler kontrolliert ausschließlich die Stimme des Assistenten.
Besitzer eines Google Pixel erhalten zudem ein starkes Werkzeug für besseres Multitasking. Das System erlaubt die Ausführung beliebiger Apps in einem Fenstermodus. Nutzer minimieren diese Anwendungen bei Bedarf zu schwebenden Blasen am Bildschirmrand. Diese Funktion kennen erfahrene Android-Nutzer bereits von Hersteller-Oberflächen anderer Marken oder alten Custom-ROMs. Auf dem Pixel erspart dieses Feature nun das ständige Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen Vollbild-Apps. Die Beta 3 von Android 17 hat die sogenannte Plattformstabilität erreicht. Google ändert an diesen Funktionen bis zum finalen Release also nichts mehr und beseitigt nur noch verbliebene Fehler.
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