Android-Handys mit weniger Kameralinsen: Warum künstliche Intelligenz genügt

OnePlus 15 Sand Storm
Quelle: OnePlus
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Eine aktuelle Analyse zeigt, dass neue Android-Smartphones zunehmend mit weniger Kamerakomponenten ausgestattet sind, obwohl in den letzten Jahren Genauigkeit und Vielfalt der Optiken stetig zunahmen. Marktstudien verdeutlichen diesen Einfluss von Fortschritten bei Bildsensoren und KI-Technologien auf die Anforderungen bei Mobilkameras.

Im zweiten Quartal 2025 lag der durchschnittliche Wert der insgesamt verbauten Kameralinsen pro verkauftem Gerät weltweit bei etwa 3,19 Stück. Im Vergleich zum Vorjahr sank dieser Wert von 3,37 deutlich. Betrachtet man ausschließlich die Rückseite eines Smartphones, fiel die Zahl von im Schnitt 2,37 auf rund 2,18.

Die meisten neu ausgelieferten Mobiltelefone besitzen jetzt zwei rückseitige Kameras. Das gilt vor allem für Einsteiger- und Mittelklassemodelle. Geräte mit drei Objektiven liegen im Marktanteil leicht darunter, während Smartphones mit nur einer einzelnen hinteren Kamera zunehmen.

Als Hauptgründe für den Rückgang gelten die gesteigerte Einzelkameraqualität und leistungsfähige KI-Algorithmen, die Bildverbesserungen automatisiert übernehmen. Diese Entwicklungen erlauben Herstellern, auf zusätzliche Kameralinsen zu verzichten.

Obgleich Hersteller wie Google noch neue Modelle mit mehreren Hauptkameras planen, etwa das Pixel 10 und Pixel 10 Pro Fold, deutet vieles darauf hin, dass dieser Weg zukünftig seltenere Ausnahmen bilden wird.

Parallel dazu erhöht sich in vielen Geräten die Auflösung der verbliebenen Kamerasensoren. Sensoren mit etwa 50 Megapixeln finden sich in einem großen Anteil der verkauften Smartphones. Modelle mit über 100 Megapixeln bleiben zwar eine Minderheit, gewinnen aber langsam an Bedeutung.

Für Konsumenten bringen diese Trends Vorteile: weniger Kosten bei Produktion und Kauf, geringeres Gewicht, möglicherweise mehr Raum für andere Komponenten wie größere Akkus. Für Hersteller heißt das: Forschung und Entwicklung wenden sich verstärkt Kerntechnologien wie Sensorgröße und Image-Processing mittels KI zu.

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