BMW: Touchscreen-Wahn ist angeblich Schuld der U45-Fahrer

Keine haptischen Tasten mehr, stattdessen verschachtelte Untermenüs für simpelste Handgriffe: Wer im neuen BMW iX3 auf Neue-Klasse-Basis Platz nimmt, blickt auf ein radikal abgemagertes Cockpit. Sogar das klassische Tacho-Instrument wurde gestrichen, während die Klimaanlage rein digital oder per Sprache gesteuert wird. Statt den Sparkurs einzuräumen, schiebt der Hersteller die Verantwortung jetzt dreist auf die eigene Kundschaft.
Im Gespräch mit dem Fachmagazin CarExpert erklärte Vikram Pawah, Chef von BMW Australien, dass Fahrer unter 45 Jahren die treibende Kraft hinter dieser Entwicklung seien. Die U45-Generation sei Smartphones gewohnt, bevorzuge Touch sowie Sprachsteuerung und fordere im Alltag schnelles Multitasking. BMW-Sprecherin Leanne Blanckenberg legte nach: Gewöhnung brauche eben Zeit, Menschen fühlten sich bei radikalen Veränderungen schlicht unwohl.
Dass Wischen bei Tempo 130 auf der Autobahn kein cleveres Multitasking, sondern ein verdammt gefährlicher Blindflug ist, scheint in München niemanden zu kümmern. Statt harter Tasten setzt BMW beim iX3 lieber auf sogenannte „ShyTech“-Flächen am Lenkrad, die erst bei Berührung aufleuchten. Mir persönlich platzt bei dieser Begründung die Hutschnur: Wer beim Fahren erst ins Untermenü tippen muss, um den Luftstrom zu verstellen, hat am Steuer das Nachsehen.
Während die Konkurrenz lernt, gemahnt Euro NCAP zur Vernunft
Besonders skurril ist die BMW-Sturheit im Branchenvergleich. Hersteller wie Volkswagen rudern nach verheerendem Kunden-Feedback längst zurück; VW-Chefdesigner Andreas Mindt brachte es treffend auf den Punkt: „Ein Auto ist kein Smartphone.“ Auch Hyundai und Subaru rüsten ihre Fahrzeuge wieder mit greifbaren Knöpfen und Drehreglern auf.
Dazu kommt der Druck der Sicherheitsprüfer: Euro NCAP straft Fahrzeuge ab 2026 bei der Sicherheitsbewertung ab, wenn grundlegende Funktionen wie Blinker, Scheibenwischer, Warnblinker oder SOS-Knopf nicht über physische Tasten bedienbar sind. Die Fünf-Sterne-Wertung gerät damit ins Wanken. Während andere Marken diesen Weckruf verstehen, verkauft uns BMW das Fehlen echter Schalter weiterhin als modernen Lifestyle. Ob man diesen Tasten-Kahlschlag im Alltag wirklich braucht? Ganz sicher nicht.
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….vielleicht wurde der Bericht ohne Knop-Bedienung mittels KI erstellt. Mit der Realität hat das Geschriebene nichts zu tun. Insoweit bleibt der Herzschlag in München im Normbereich.
Hey BMW – aktiviere die Klimaanlage auf Stufe 2.
Da platzt keine Hutschnur und die Hände wandern nicht vom Lenkrad.
Das funktioniert im BMW bei mir zügig und zuverlässig. Einstellungen der Luftdüsen, Spiegel, Sitze usw. nehme -ich zumindest- nur ein einziges Mal nach Fahrzeugübergabe vor. Sofern elektrisch, ist das dann im Fahrer-Profil gespeichert.
Stimmt doch gar nicht. Der Autor hat offensichtlich nie in einem iX3 gesessen und ist damit gefahren. Wieso diese Falschbehauptungen.