BYD: Mit Ex-Audi-Designer frontal gegen Porsche und BMW

Frontansicht des BYD Denza Z in der Farbe Orange
Quelle: BYD
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Vergesst die Zeiten, in denen chinesische Stromer wie seelenlose Kühlschränke auf Rädern aussahen. BYD will es jetzt wissen und greift Porsche, Mercedes und BMW direkt an ihrer empfindlichsten Stelle an: beim Design und dem europäischen Prestige. Dafür eröffnen die Chinesen nicht irgendwo ein neues Designzentrum, sondern mitten in Mailand – unter der Leitung von niemand Geringerem als Ex-Audi- und Lamborghini-Chefdesigner Wolfgang Egger.

Wir haben es zuletzt bei Modellen wie dem Xiaomi SU7 gesehen: Europäer kaufen keine austauschbaren Roboterautos, sondern wollen echte Linienführung und Emotionen. Dass BYD nun die eigene Luxusmarke Denza mit Vollgas nach Europa drückt, ist daher kein Zufall, sondern eine knallharte Kampfansage an die etablierte Oberklasse.

Luxus aus Mailand statt Massenware aus Shenzhen

Egger weiß genau, was die hiesige Kundschaft verlangt, wie er im Gespräch mit Autocar klarstellte. In Mailand sitzt BYD direkt an den Quellen für Luxus-Zulieferer von Leder und edlen Werkstoffen. Beim über 100.000 Euro teuren Panamera-Jäger Denza Z9 GT verbauen die Chinesen beispielsweise Türverkleidungen aus echtem Bambus.

Dazu plant der Konzern exklusive Boutiquen für individuelle Kundenwünsche, wie man es sonst nur von Bentley oder Aston Martin kennt. Das wurde aber auch Zeit, denn reine Plastik-Wüsten im Innenraum kauft den Chinesen in der sechsstelligen Preisliga hierzulande niemand ab.

Ob man das wirklich braucht? Technisch lässt BYD zumindest die Muskeln spielen: Drei Elektromotoren, Allradlenkung, Luftfederung und Spielereien wie der sogenannte Tank-Turn gehören zum guten Ton. Sogar ein elektrischer Sportler namens Denza Z für über 150.000 Euro steht bereits in den Startlöchern.

Knackpunkt Autobahn: Reicht schickes Design allein?

Klingt auf dem Papier nach einer echten Ansage, aber die eigentliche Bewährungsprobe wartet auf der linken Spur. Ein hübsches Kleidchen aus Italien und brachiale PS-Zahlen reichen nicht aus, wenn das Fahrwerk bei 200 km/h auf der deutschen Autobahn schwimmt. Genau hier müssen die Ingenieure beweisen, ob sie mit der deutschen Fahrwerks-Elite fahrdynamisch mithalten können.

Eines steht für mich fest: Wer BYD und Denza noch als billige Fernost-Kopien abtut, hat den Schuss nicht gehört. Wenn die Chinesen jetzt auch noch das europäische Design-Handwerk beherrschen, wird die Luft für unsere heimischen Autobauer verdammt dünn.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert