Xiaomi: Kaltes Update-Aus für sechs Geräte

neues Xiaomi Mi-Logo mit Schriftzug
Quelle: Xiaomi
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Xiaomi hat mal wieder den Rotstift angesetzt und die berüchtigte EOL-Liste (End of Life) erweitert. Das bedeutet im Klartext: Für ein halbes Dutzend Smartphones und Tablets ist ab sofort Schicht im Schacht, was offizielle Software-Pflege angeht. Kein neues HyperOS, keine regelmäßigen Sicherheits-Patches mehr.

Auf der aktuellen Streichliste landen nicht nur alte Schinken. Neben dem Xiaomi 12S Pro und Modellen wie dem Redmi Note 12R, Redmi 12R sowie dem Redmi 12 5G trifft es auch Geräte, die gefühlt gerade erst auf dem Markt ankamen.

Support-Ende nach nicht einmal zwei Jahren?

Besonders beim Xiaomi 12 Lite aus 2022 und dem Redmi Pad SE muss man sich schon am Kopf kratzen. Ein Tablet abzusägen, das erst letztes Jahr global an den Start ging, ist kundenunfreundlich. Natürlich explodieren die Geräte jetzt nicht plötzlich. Sie funktionieren im Alltag normal weiter. Wer aber dachte, er hätte sich zukunftssichere Hardware gekauft, schaut nun bei kritischen Lücken im Betriebssystem in die Röhre.

Der Hersteller beteuert zwar, bei extremen Sicherheitslücken vielleicht doch noch außerplanmäßige Patches nachzureichen. Aber ganz ehrlich? Darauf würde ich mich in der Praxis absolut nicht verlassen.

Sieben Jahre Updates sind eher Marketing als Alltag

Wir schauen da gerne neidisch auf Google oder Samsung, die neuerdings mit sieben Jahren Update-Garantie für ihre Flaggschiffe werben. Ein massives Versprechen im Vergleich zu den mickrigen Android-Zyklen der Vergangenheit. Ob man das wirklich braucht? Wohl kaum. Die wenigsten von uns nutzen ein und dasselbe Gerät fast eine Dekade lang.

Der Flaschenhals ist fast immer der Akku. Selbst wenn man den Energiespeicher nach drei Jahren mühsam austauscht, altert die Hardware unerbittlich weiter. Ein betagter Prozessor und langsamer Speicher machen bei immer fetter werdenden Apps und Betriebssystemen irgendwann keinen Spaß mehr. Kürzere Update-Zyklen wie bei Xiaomi sind trotzdem ärgerlich – vor allem, wenn sie Geräte treffen, die hardwareseitig noch locker für die nächsten drei Jahre gerüstet wären.

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