BYD Dolphin Surf: Größerer Bruder mit 127 PS soll VW ärgern

BYD lässt beim Dolphin Surf nicht locker – und plant offenbar einen deutlich größeren Ableger, der auf 4,20 Meter Länge wächst. Der aktuelle Dolphin Surf, seit 2025 in Deutschland ab rund 22.990 Euro erhältlich, ist mit seinen kompakten 3,78 Metern eher ein Stadt-Flitzer als ein Auto für die ganze Familie. Genau diese Lücke soll das neue, noch namenlose Modell schließen – laut ersten Leaks aus China mit spürbar mehr Kraft unter der Haube.
Was am aktuellen Dolphin Surf schon feststeht
Die Basisversion des Dolphin Surf kommt mit einem 55-kW-Motor (75 PS) und einer 30-kWh-Blade-Battery von BYD, die für rund 220 Kilometer WLTP-Reichweite gut ist. Die stärkere Version schafft mit größerem Akku (43,2 kWh) laut BYD-Angaben bis zu 322 Kilometer. Das ist im Alltag völlig ausreichend fürs Pendeln, aber für alle, die regelmäßig auf der Autobahn unterwegs sind oder öfter mal eine längere Strecke fahren müssen, war das bislang zu wenig Auto.
Diese Basisdaten sind wichtig, um einzuordnen, was das neue, größere Modell bedeuten würde: Es ist keine komplette Neuentwicklung, sondern eine gestreckte Version der bestehenden Plattform – mit dem Ziel, genau diese Reichweiten- und Platzlücke zu schließen.
Unbestätigtes Gerücht: 127 PS und größerer Akku
Nach aktuellem Stand der kursierenden Leaks – explizit als unbestätigtes Gerücht zu behandeln, solange BYD nichts offiziell bestätigt – soll der neue, größere Ableger einen 95-kW-Motor mit 127 PS bekommen. Das wäre eine satte Steigerung gegenüber der schwächeren Basisversion des Dolphin Surf und würde das Auto auch auf der Autobahn alltagstauglicher machen.
Ob dazu auch ein größerer Akku für mehr Reichweite kommt, ist ebenfalls noch nicht bestätigt. Sollte BYD hier nachlegen, würde sich das Modell preislich und leistungsmäßig näher an Fahrzeuge wie den VW ID. Polo oder den Hyundai Ioniq 3 heranschieben – beide Modelle bewegen sich je nach Version im Bereich von 440 bis knapp 500 Kilometer WLTP-Reichweite.
Warum das für BYD in Europa Sinn ergibt
BYD hat in Europa aktuell eine klare Strategie: Über den Preis punkten, während die Reichweite noch hinterherhinkt. Ein größeres Modell mit mehr Leistung würde genau die Käufer ansprechen, die bisher gesagt haben: „Der Dolphin Surf ist mir zu klein und zu schwach für den Alltag.“ Das ist keine Randgruppe – gerade Familien mit einem Zweitwagen-Bedarf suchen exakt so ein Fahrzeug.
Wichtig einzuordnen: BYD hat bislang keinen offiziellen Namen, keinen Preis und keinen Marktstart-Termin für Europa bestätigt. Alles, was aktuell kursiert, stammt aus chinesischen Leaks und Spyshots – seriöse Fachmedien wie CarNewsChina berichten regelmäßig über solche frühen Design- und Technik-Häppchen, bevor Hersteller offiziell reagieren. Bis BYD selbst etwas bestätigt, bleibt das Ganze im Bereich der begründeten Spekulation.
Am Ende zählt für europäische Käufer sowieso nur eins: Wann kommt das Auto zu einem Preis, der die eigene Kalkulation gegenüber VW, Hyundai und Co. tatsächlich schlägt? Bis BYD das beantwortet, bleibt alles andere Kaffeesatzleserei.
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