Citroën 2CV: Elektro-Ente peilt 15.000 Euro Einstieg an

Stellantis setzt bei Citroën auf eine altbewährte Formel: Nostalgie gepaart mit einem echten Kampfpreis. Die Franzosen rüsten sich für das Comeback der legendären Ente, um der wachsenden Konkurrenz im Segment der kompakten Elektroautos wieder etwas entgegenzusetzen.
Das Rezept ist nicht neu, aber der Erfolg der Mitbewerber gibt der Richtung recht. Renault hat mit der Neuauflage des Renault 5 und der Ankündigung des elektrischen Twingo bereits vorgelegt und bewiesen, dass historische Markennamen bei Elektro-Käufern ziehen. Bei Citroën folgte der offizielle Startschuss für das Projekt bereits im Mai 2026, als der Hersteller das Comeback des 2CV öffentlich bestätigte. Ein damals veröffentlichtes Teaserbild lieferte den ersten Vorgeschmack auf die Karosserieform. Die unverwechselbare Silhouette der klassischen Ente war auf den ersten Blick wiederzuerkennen.
Kompakte Bauform setzt der Reichweite enge Grenzen
Der Entwurf setzt auf schlichte Abmessungen für den Alltag. Die Elektro-Ente bleibt mit einer Gesamtlänge von unter vier Metern extrem kompakt konstruiert. Diese Dimensionen machen das Fahrzeug wendig im Stadtverkehr, schaffen aber eine handfeste Kehrseite bei der Fahrbatterie. In der Plattform steht schlicht nicht beliebig viel Bauraum für große Akkupacks zur Verfügung. Nach aktuellen Informationen kalkuliert Citroën daher mit einer maximalen Reichweite von bis zu 250 Kilometern.
Das ist ein klarer Kompromiss für das urbane Umfeld, den Käufer bei diesem Fahrzeugtyp bewusst eingehen müssen. Wer mehr Ausdauer auf der Langstrecke sucht, muss tiefgreifendere Abstriche beim Preis machen oder zu deutlich größeren Fahrzeugklassen greifen. Schließlich zeigte bereits die erste Ankündigung des elektrischen Citroën 2CV, dass der Fokus der Marke auf einfacher, bezahlbarer Alltagsmobilität liegt.
Echte Überraschungen beim Akku-Layout sind wegen des engen Rahmens nicht zu erwarten. Für schnelle Überlandfahrten ist die kleine Ente schlicht nicht gebaut. Sie soll vor allem als Zweitwagen oder wendiger Stadtflitzer fungieren, wo geringes Fahrzeuggewicht und niedriger Verbrauch schwerer wiegen als riesige Energiespeicher. Auch im Vergleich zu höher positionierten Mitbewerbern wird diese Limitierung deutlich. Selbst sportliche Rivalen wie der Cupra Raval bedienen ein ganz anderes Preissegment mit deutlich größeren Akkus.
Pariser Autosalon im Oktober wird zum echten Gradmesser
Der geplante Zeitplan von Citroën nimmt nun konkretere Formen an. Das finanzielle Ziel steht jedenfalls fest: Citroën peilt für das Einstiegsmodell einen Startpreis von rund 15.000 Euro an. Das ist eine Ansage an den Markt, die viele Mitbewerber unter Druck setzen wird. Allzu schnell steht der Stromer allerdings nicht beim Händler, denn der offizielle Marktstart ist erst für das Jahr 2028 vorgesehen.
Anfang Oktober 2026 richtet sich der Blick der Fachwelt nach Frankreich. Am 12. Oktober 2026 startet der Pariser Autosalon, und dieser Termin gilt als wahrscheinlichste Bühne für den nächsten großen Auftritt der Ente. Es erscheint gut möglich, dass Citroën dort bereits das Serienfahrzeug enthüllt oder zumindest eine seriennahe Studie präsentiert.
Für den Hersteller ist das Projekt eine wichtige Säule in der E-Mobilitätsstrategie. Während der Konzern mit Modellen wie Citroëns reichweitenstarker Stromer-Palette das obere Segment bedient, fehlt untenrum ein echter Preisbrecher. Die neue Ente soll diese Lücke schließen und E-Mobilität endlich für breitere Käuferschichten zugänglich machen. Ob das gelingt, hängt extrem von der finalen Ladeleistung und den Materialentscheidungen im Innenraum ab.
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