Xiaomi 18 Pro Max: Globaler Leak entlarvt 12-GB-Knauserei

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Quelle: Xiaomi - editiert
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Der frische Datenbankeintrag bei Geekbench AI bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen für den hiesigen Markt: Xiaomi bereitet den internationalen Rollout seiner Speerspitze zwar mit Vollgas vor, setzt bei den Speicherressourcen für Europa aber überraschend den Rotstift an. Das Spitzenmodell taucht mit der eindeutigen Kennung 2611FPNFAG auf und belegt schwarz auf weiß, dass die globale Basisvariante mit lediglich 12 GB RAM antritt. Wer bei einem Flaggschiff jenseits der 1.000-Euro-Marke standardmäßig 16 Gigabyte erwartet hat, bekommt von Xiaomi eine eiskalte Abfuhr erteilt.

Dieser Schritt nervt gewaltig, wenn man die Ausstattung mit der offiziellen Vorstellung der Xiaomi 18 Pro-Serie in China vergleicht. Dort protzte der Hersteller mit üppigen Konfigurationen und enormen Reserven. Für westliche Käufer scheinen die Produktstrategen jedoch einmal mehr ein Sparprogramm zu fahren. Nach der bereits durchgesickerten drastischen Akku-Kürzung beim globalen Modell, bei der europäische Kunden auf 1.450 mAh Akkukapazität verzichten müssen, folgt nun der nächste Dämpfer beim Arbeitsspeicher.

Benchmark-Leak: Android 17 und zwei globale Modellnummern enttarnt

Der Eintrag in der Testdatenbank von Geekbench AI in Version 1.8.0 liefert handfeste Belege für die technischen Parameter zweier noch unveröffentlichter Geräte. Das Spitzenmodell Xiaomi 18 Pro Max wird unter der Modellnummer 2611FPNFAG geführt. Das Suffix „G“ signalisiert in Xiaomis Nomenklatur unmissverständlich die globale Hardware-Revision für Märkte außerhalb Chinas. Parallel dazu hinterließ auch das reguläre Schwestermodell, das Xiaomi 18 Pro, seine digitale Spur mit der Modellnummer 2609BPN61G.

Beide Testgeräte liefen im Benchmark-Lauf bereits unter Android 17, was den Software-Unterbau für das internationale Debüt zementiert. Damit verknüpft der Hersteller seine globale Auslieferung direkt mit dem offiziellen Rollout von HyperOS 4, dessen Verteilung für die ersten Modellreihen im Oktober anläuft. Dass die Geräte bereits mit der finalen Android-Basis getestet werden, spricht für ein weit fortgeschrittenes Entwicklungsstadium. Ein Marktstart noch vor dem Jahreswechsel rückt damit in greifbare Nähe.

Auffällig bleibt die Zuteilung des physischen Speichers. Das Testprotokoll weist für das getestete Pro Max rund 12 GB RAM aus, exakt wie beim regulären Pro-Pendant. Das ist schlicht eine Ansage an Sparfüchse im Management, aber ein echtes Ärgernis für Power-User. In einer Ära, in der lokale KI-Modelle, Sprachverarbeitung und Bildgenerierung spürbar an den Ressourcen nagen, wirken 12 Gigabyte für ein absolutes Spitzen-Smartphone fast schon anachronistisch.

Geekbench AI im Detail: Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 gegen Standard-Chip

Auf Chipebene trennt Xiaomi die beiden Pro-Modelle über die Prozessorklasse. Im Xiaomi 18 Pro Max verrichtet Qualcomms Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 seinen Dienst, kombiniert mit der Grafikeinheit Adreno 850. Das normale Xiaomi 18 Pro muss sich mit dem Standard-Chip Snapdragon 8 Elite Gen 6 und der Adreno 845 GPU begnügen. Beide Plattformen setzen auf modernste 2-Nanometer-Fertigung, zeigen in den Benchmark-Ergebnissen aber eine differenzierte Performance-Kurve.

ModellModellnummerProzessor / GPURAMSingle-PrecisionHalf-PrecisionQuantized (INT8)
Xiaomi 18 Pro Max2611FPNFAGSnapdragon 8 Elite Extreme (Adreno 850)12 GB2.256 Pkt.3.556 Pkt.5.092 Pkt.
Xiaomi 18 Pro2609BPN61GSnapdragon 8 Elite (Adreno 845)12 GB2.565 Pkt.3.236 Pkt.4.667 Pkt.

Die gemessenen Werte im KI-Parcours spiegeln die feinen architektonischen Eigenheiten wider. Das Xiaomi 18 Pro Max erzielte im Test 2.256 Punkte bei einfacher Genauigkeit (Single-Precision), 3.556 Punkte bei halber Genauigkeit (Half-Precision) sowie 5.092 Punkte im quantisierten Testlauf (Quantized). Das Standard-Pro-Modell erreichte parallel dazu 2.565 Punkte (Single-Precision), 3.236 Punkte (Half-Precision) und 4.667 Punkte (Quantized). Auffällig ist der Ausreißer bei der einfachen Genauigkeit, bei der das Basis-Pro überraschend vorne liegt, während das Pro Max bei quantisierten KI-Berechnungen die Muskeln spielen lässt.

Diese Zahlen zeigen deutlich, worauf Qualcomm und Xiaomi abzielen: Reine Rohleistung wird zunehmend auf spezialisierte INT8- und FP16-Inferenzroutinen optimiert. Quantisierte Modelle bilden das Rückgrat moderner generativer Assistenten auf dem Smartphone. Wer jedoch plant, anspruchsvolle Modelle mit Milliarden Parametern komplett lokal im Arbeitsspeicher zu halten, wird bei 12 Gigabyte schnell an Kapazitätsgrenzen stoßen.

Die europäische Realität: Speicher-Knauserei statt China-Vollausstattung

Für mich als Beobachter wiederholt sich hier ein frustrierendes Muster, das wir bei Importmarken seit Jahren erleben. Während der Heimatmarkt in Asien mit üppigen Speicherkonfigurationen von 16 GB oder gar 24 GB RAM zu fairen Preisen bedient wird, müssen europäische Kunden für abgespeckte Hardware tiefer in die Tasche greifen. Diese Strategie rächt sich vor allem mit Blick auf das teure Bloatware-Problem des Xiaomi 18 Pro, das bereits beim China-Start für hitzige Diskussionen sorgte.

Zwar verspricht Xiaomi mit HyperOS 4 eine deutlich verbesserte Speicherverwaltung und einen geringeren RAM-Verbrauch des Betriebssystems. Trotzdem bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Ein Flaggschiff, das sich über seine überragenden Leica-Kamerasensoren und gewaltige Rechenleistung definiert, darf beim Multitasking keine künstlichen Flaschenhälse aufweisen. Wenn rechenintensive Kamera-Features wie das Verarbeiten von 200-Megapixel-Rohdaten parallel zu Hintergrund-Apps laufen, zählt jedes Gigabyte. Ähnlich wie beim kompakten Schwestermodell Xiaomi 18 setzt der Hersteller den Hebel an der falschen Stelle an.

Die Benchmark-Auftritte signalisieren unmissverständlich: Die globale Premiere des Xiaomi 18 Pro Max rückt unaufhaltsam näher. Käufer in Europa sollten sich allerdings darauf einstellen, dass die Einstiegsvariante mit 12 GB RAM zwar auf dem Papier eine solide Figur abgibt, im absoluten Grenzbereich moderner On-Device-KI aber schneller an ihre Grenzen geraten könnte als die ungedrosselten Pendants aus Fernost.

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5 Kommentare

  1. Motorola ist auch ein „China-Böller“.
    Jedenfalls habe diese abwertend bezeichneten Hersteller in den letzten Jahren mehr Innovationen auf den Markt gebracht als Apple und Samsung zusammen.
    Apple und Samsung sind einfach teurer Schmutz.

  2. Diese Einschränkungen werden durch EU Gesetze erzwungen… Xiaomi hat das modernste Halbleiterwerk entwickelt und gebaut, um nicht mehr von US-Sanktionen betreffend den Chips von Qualcomm und Nvidia abhängig zu sein. Der XRing01 war bereits allen Mobile Chipsets weit überlegen. Mittlerweile ist der Hauseigene Chip in einer ganz anderen Liga, wie man den Antutu Benchmarks aus 09/2026 entnehmen kann. Das Xiaomi 18 Fold mit dem XRing03 ist das Leistungsstärkste und Effizienteste Mobile Phone und Konkurrenzlos. Aufgrund der Wettbewerbs Reglementierungen in der EU, darf Xiaomi die eigenentwickelten und Eigenproduzierten Chips und Technologien nur auf dem Markt anbieten, wenn sie dem Markt freigegeben werden und alle Hersteller Zugang erhalten. Diese Wettberbsbestimmungen zwingen Xiaomi dazu, die gesamte Hardware an die Europäischen Gesetze anzupassen. Da Chinesische Güter von der EU zusätzlich mit immensen Einfuhr-Strafzöllen belegt sind, ist Xiaomi gezwungen diverse Komponenten die eigentlich Inhouse produziert werden, bei anderen Herstellern einzukaufen. Huawei darf Geräte mit dem eigenen Kirin Chip auch nicht verkaufen.. Um einen Wettbewerbsfähigen Preis für Kunden innerhalb der EU zu gewährleisten und irgendwie noch etwas an den Geräten zu verdienen, schauen Europäer leider immer öfter in die Röhre was Leistung und Energieeffizienz betrifft.. Solange die EU bestimmt was Europäer kaufen dürfen und was nicht – werden Chinesische Marken ihre Flagship Technologien nicht anbieten können. Beispiele: Xiaomi Mi Fold 4, Huawei Pura X, Huawei Mate Book Fold, Xiaomi 18 Fold, Xiaomi 18 Pro Max OG Version oder der Max+ 395 Laptop von AIM.

  3. Die chinesische Version hat sich nur 12GB in der 256GB version.
    Also wieso soll das nicht bei der globalen auch so sein. nur die 512 und 1TB version haben 16GB RAM

  4. Der Kunde hat es selbst in der Hand. einfach diese China-Böller nicht mehr kaufen und lieber ausgereifte Geräte von etablierten Herstellern wie Apple, Samsung oder meinetwegen auch Motorola, kaufen.

    1. „China Böller “ ich denke, es sind in der smartphone Geschichte meist Apple Geräte explodiert wegen Überhitzung und schlechter Akku Qualität, wobei das egal ist, da alle Geräte in China hergestellt werden, Sowohl Samsung als auch Apple und Motorola.

      Mann ey überlegt halt mal bevor man so nen scheiss kommentiert 🙂

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