Denza Z: 1.604-PS-China-Supercar düpiert Porsche im Preis [Video]

Chinesische Autohersteller kennen absolut keine Gnade mehr. BYD drückt mit der Edel-Submarke Denza ein Elektro-Monster auf den Markt, das der etablierten Sportwagen-Prominenz gehörig die Leviten liest. Der Denza Z zielt ohne Umwege auf den Porsche 911 Turbo S – und liefert auf dem Papier Daten ab, bei denen man zweimal hinsehen muss.
Absurde Performance: 1,96 Sekunden von 0 auf 100
Drei Elektromotoren schieben die Flunder mit unfassbaren 1.604 PS und 1.240 Nm Drehmoment nach vorne. Die Topvariante Denza Z Racing katapultiert euch mit Semi-Slicks in exakt 1,96 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Schluss ist erst bei 250 km/h. Ich frage mich im Alltag ganz ehrlich: Welcher Mensch braucht eine derartige Beschleunigung? Das ist kein Autofahren mehr, das ist reine Nackenfolter an der Ampel.
Magerer 76-kWh-Akku: Nach 150 Kilometern ist Schluss
Der eigentliche Haken offenbart sich beim Blick in den Stromspeicher. BYD schnallt dem Wagen lediglich einen 76 kWh großen Blade Akku 2.0 unter das Fahrgestell der neuen e3-Plattform. Bei über 1.600 Pferdestärken wirkt diese Kapazität schlicht lächerlich. Die angegebene WLTP-Reichweite von 380 km beim Racing-Modell (das Coupe packt 410 km, der Spider 400 km) existiert nur im Labor. Wer auf der freien Autobahn einmal durchtritt, steht nach 150 Kilometern mit leerem Akku an der Seite.
Gleitender Lade-Hammer: 10 auf 70 Prozent in 5 Minuten
Immerhin liefert die verbaute 800-Volt-Architektur mit neuem Flash Charging ein handfestes Argument gegen die Reichweitenangst. Ein Ladevorgang von 10 auf 70 Prozent dauert gerade einmal 5 Minuten. Für den Hub von 10 auf 97 Prozent vergehen mickrige 9 Minuten. Dank Steer-by-Wire ohne mechanische Lenksäule und dem magnetorheologischen Fahrwerk Disus-M kann die Kiste auf Befehl sogar Hindernisse überspringen.
Europa-Aufschlag: Warum BYD den Preis fast verdoppelt
Beim Geld hört der Spaß bekanntlich auf. In China startet das Denza Z Coupe bei umgerechnet etwa 86.000 Euro. Wer den Wagen in Großbritannien bestellen will, legt für das Basismodell mindestens 142.900 Pfund (167.000 Euro) hin. Das Flaggschiff Racing verlangt sogar 172.900 Pfund (202.000 Dollar).
Zwar bleibt BYD damit unter dem Einstiegspreis eines Porsche 911 Turbo S, aber der saftige Aufpreis für den europäischen Markt hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Dennoch melden die Chinesen bereits über 1.000 Vorbestellungen nach nur fünf Tagen.
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