Dreame Elektroauto-Pläne 2026: Raketen-Antrieb und SUV-Offensive der Staubsauger-Marke

Wer hätte gedacht, dass der Hersteller deines Saugroboters demnächst auf der Überholspur auftaucht? Dreame, bisher eher für saubere Böden und trockene Haare bekannt, greift die Automobilbranche frontal an. Das chinesische Unternehmen mischt mittlerweile bei gleich drei Marken mit: Nebula Next, Kosmera und Star Motor. Während andere Hersteller noch über Aerodynamik diskutieren, präsentiert Dreame mit der Nebula Next 01 Jet Edition ein Fahrzeug, das die Grenzen des Absurden sprengt. Durch ein System aus zwei Feststoff-Raketenboostern soll der Sprint von Null auf Hundert in gerade einmal 0,9 Sekunden gelingen. Damit würde das Hypercar sogar spezialisierte Leichtbau-Rennwagen hinter sich lassen.
Die technischen Daten lesen sich wie ein Science-Fiction-Roman. Die Booster sollen innerhalb von 150 Millisekunden zünden und einen Schub von 100 Kilonewton freisetzen. Damit die Fuhre nicht nur schnell beschleunigt, sondern auch weit kommt, verbaut Dreame einen Feststoffakku auf Sulfid-Basis. Mit einer Energiedichte von über 450 Wh/kg soll eine reale Reichweite von etwa 450 Kilometern möglich sein. Parallel dazu wurde mit dem DHX1 eine eigene LiDAR-Einheit vorgestellt, die Hindernisse noch in 600 Metern Entfernung erkennt. Es wirkt, als wolle Dreame beweisen, dass sie technologisch in der obersten Liga mitspielen können, auch wenn bisher niemand eines dieser Fahrzeuge tatsächlich hat fahren sehen.
Neben dem Raketen-Spektakel schiebt die Marke Star Motor ein sportliches SUV ins Rampenlicht. Das Design ist aggressiv, kantig und weckt Erinnerungen an europäische Luxus-Sportwagen. Besonders auffällig sind die hinten angeschlagenen Türen, die man sonst eher von Rolls-Royce oder exklusiven Kleinserien kennt. Doch trotz der physischen Präsenz auf Messen bleiben viele Fragen offen. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Marken sind unklar und konkrete Details zur Markteinführung werden wie Staatsgeheimnisse behandelt. Bisher existieren die Autos primär als polierte Ausstellungsstücke für das Scheinwerferlicht.
Die Skepsis in der Branche bleibt entsprechend hoch. Ingenieure und Fachmedien bezweifeln, dass ein raketengetriebenes Auto jemals eine Straßenzulassung erhält oder in nennenswerten Stückzahlen produziert wird. Oft dienen solche Projekte eher als PR-Stunt für die Software-Entwicklung und KI-Schnittstellen des Unternehmens. Dennoch zeigt das Beispiel Xiaomi, dass Quereinsteiger aus der Unterhaltungselektronik den Markt in kürzester Zeit umkrempeln können. Selbst wenn die Booster-Variante nie an einer Ampel neben dir stehen wird, ist ein zivileres Serienmodell bis 2027 durchaus im Bereich des Möglichen. Bis dahin bleibt Dreame vor allem eines: ein extrem lautstarker Herausforderer mit Hang zum Größenwahn.
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