Fairphone 6+: Offizielles Release-Datum steht jetzt fest

Marketing Image zum kommenden Fairphone 6+
Quelle: Nieuwe Mobiel
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Morgen um 13:00 Uhr zieht Fairphone im Livestream das Tuch vom Fairphone 6+. Die Leaks der letzten Tage lassen allerdings schon jetzt tief blicken. Bevor die Sektkorken für die Nachhaltigkeit knallen, müssen wir den Rotstift ansetzen: Das angekündigte Upgrade fällt mager aus, der Preisaufschlag dagegen saftig.

Die Technik im Check: Wo steckt das „Plus“?

Unter der Haube ersetzt Fairphone den bisherigen Chip durch den Snapdragon 7s Gen 4. Dazu gibt es eine Aufstockung von 8 GB auf 12 GB LPDDR5 RAM sowie 256 GB UFS 3.1 Speicher. Äußerlich bleibt fast alles beim Alten: Das 6,31 Zoll große OLED-Display (120 Hz LTPO), die 50-MP-Hauptkamera und die IP55-Zertifizierung gegen Staub und Spritzwasser ändern sich ebenso wenig wie das 9,6 mm dicke Gehäuse mit dem gewohnten 4.415 mAh Wechsel-Akku. Neu ist lediglich die Farbvariante Cobalt Blue.

Ein Blick auf die Chip-Architektur zeigt rasch: Der Performance-Gewinn des Snapdragon 7s Gen 4 gegenüber dem Gen 3 aus dem Vorjahr fällt im Alltagsbetrieb kaum ins Gewicht. Zwar sind die 12 GB Arbeitsspeicher angesichts steigender RAM-Preise eine sinnvolle Investition für die versprochenen Jahre an Software-Updates, doch einen spürbaren Leistungssprung im Alltag bringt dieses Paket nicht.

Der Preis-Schock: 100 Euro mehr für homöopathische Dosen

Kommen wir zum Knackpunkt: Laut übereinstimmenden Händler-Leaks soll das Fairphone 6+ für 649 Euro starten. Das liegt nicht nur 50 Euro über der ursprünglichen UVP des normalen Fairphone 6, sondern stramme 100 Euro über dessen aktuellem Straßenpreis.

Für ein minimales Chip-Update, 4 GB zusätzlichen Arbeitsspeicher und eine neue Gehäusefarbe glatte 100 Euro mehr zu verlangen, ist ein kühner Schritt. So sehr ich den modularen Ansatz und die vorbildliche Reparierbarkeit schätze: Dieser Aufpreis wirkt wie eine künstliche Margenkorrektur unter dem Deckmantel des Arbeitsspeicher-Upgrades. Wer nicht zwingend 12 GB RAM benötigt, greift lieber zum Standardmodell und spart bares Geld.

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