Galaxy S27: Zertifizierung besiegelt 25-Watt-Schneckentempo weltweit

Renderbild der Vorder- und Rückseite des kommenden Samsung Galaxy S27
Quelle: @OnLeaks
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Wer gehofft hatte, Samsung würde beim regulären Galaxy S27 endlich die Ladebremse lösen, wird von neuen Zulassungsdaten eiskalt abserviert. Die Prüfbehörden haben Fakten geschaffen. Das handliche Flaggschiff bleibt technisch im Jahr 2020 gefangen – während die Preise gleichzeitig durch die Decke gehen sollen.

Dänische Behörde bestätigt Ladedrossel für Europa

Wie schnell lädt das reguläre Samsung Galaxy S27 am Kabel? Offizielle Prüfunterlagen liefern die ernüchternde Antwort: Das kompakte Flaggschiff verharrt bei exakt 25 Watt.

Die Papiere des dänischen Prüfinstituts UL Solutions (Demko) räumen jeden Zweifel aus. Unter den Zertifikatsnummern DK-187425-UL und DK-187435-UL vom 23. Oktober 2026 registrierte der Hersteller die Modellreihen offiziell. Das Protokoll listet schwarz auf weiß 9 Volt bei 2,77 Ampere. Das ergibt rechnerisch 24,93 Watt – von den Prüfern glatt auf 25 Watt gerundet.

Damit herrscht weltweite Gewissheit. Schon die chinesische 3C-Zertifizierung legte den 25-Watt-Stillstand des Basismodells für die Kennung SM-S9520 offen. Die dänischen Dokumente erfassen nun die europäische Variante SM-S952B, das südkoreanische Modell SM-S952N sowie die US-Ausführungen SM-S952U und SM-S952U1.

Wer in Deutschland zum handlichen Standardgerät greift, bekommt exakt das Tempo des Galaxy S26 vorgesetzt. Im Karton liegen ohnehin 0 Watt, da Samsung das Netzteil seit Jahren streicht und nur ein USB-C-Kabel beilegt. Selbst an potenten USB-PD-Ladegeräten mit PPS-Unterstützung braucht der Akku weiterhin über 70 Minuten bis zur Vollladung. Zeitgemäß ist das schlicht nicht mehr.

Sieben Jahre Stillstand treffen auf kletternde Preise

Bereits das Galaxy S20 startete im Frühjahr 2020 mit 25 Watt. Im Jahr 2027 liefert Samsung im selben Gehäuseformat exakt dieselbe Laderate aus. Sieben Jahre technischer Stillstand sind in der Smartphone-Branche eine halbe Ewigkeit.

Selbst chinesische Einsteiger-Smartphones pumpen ihren Akku längst in unter einer halben Stunde voll. Sogar Apple zog bei den Pro-Modellen spürbar an. Samsung ruht sich auf einer veralteten Ladeelektronik aus.

Richtig absurd wird das Ganze beim Blick auf das Preisschild. Weil die Preise für die gesamte S27-Serie spürbar klettern und das Basismodell in den USA voraussichtlich erst ab 1.099 US-Dollar startet, kippt das Preis-Leistungs-Gefüge völlig.

Käufer berappen einen Aufpreis von satten 200 Dollar gegenüber der Vorgängergeneration, bekommen am Kabel aber Schneckentempo serviert. Hier wird knallhart an den Bauteilen gespart, um trotz teurer Komponenten die Konzernmarge hochzuhalten.

Modell-Kluft zwingt zur teuren Pro- und Ultra-Klasse

Dahinter steckt kalkuliertes Upselling. Indem beim Galaxy S27 Pro und Ultra auf 60 Watt beschleunigt wird, reißt Samsung eine künstliche Lücke ins Portfolio.

Wer sein Smartphone morgens vor der Arbeit in 15 Minuten nennenswert nachladen will, wird gezielt zu den Geräten ab 1.399 US-Dollar gedrängt. Das normale Flaggschiff degradiert der Konzern zum ungeliebten Stiefkind für kompakte Formfaktoren.

Beim Antrieb droht der nächste Dämpfer. Europäische Käufer müssen voraussichtlich mit dem hauseigenen Exynos 2700 vorliebnehmen, während andere Märkte wie die USA den Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 6 erhalten.

Weil Samsung den Galaxy S27 Launch auf Januar 2027 vorziehen will, sind Kurskorrekturen ausgeschlossen. Das handliche Standard-Modell wird künstlich klein gehalten. Wer echtes Schnellladen sucht, muss entweder deutlich tiefer in die Tasche greifen oder den Hersteller wechseln.

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