Samsung Galaxy Tab S12: Neue Renders zeigen Design-Stillstand

Wer bei der neuen Tablet-Generation der Koreaner auf eine optische Überraschung hoffte, sieht sich nun eines Besseren belehrt. Die geleakten offiziellen Marketing-Renderings bestätigen kurz vor der Präsentation, was viele Befürchtungen bereits andeuteten: Samsung gießt die bekannte Formsprache der Vorgänger erneut auf. Die Entscheidung, auf optische Neuerungen zu verzichten, zieht sich durch die komplette Produktreihe.
Der bereits angedeutete Galaxy Tab S12 Launch für den 7. Oktober rückt näher, und das Bildmaterial hinterlässt ein gemischtes Gefühl. Wie die Aufnahmen verdeutlichen, bleiben die Gehäuseformen bei beiden Modellen praktisch unverändert. Das Galaxy Tab S12+ misst flache 5,3 Millimeter in der Tiefe, das Galaxy Tab S12 Ultra kommt sogar nur auf 5,1 Millimeter. Beide Ausführungen erscheinen in den Farben Grau und Silber und bieten eine Aluminium-Konstruktion inklusive IP68-Zertifizierung.

Minimalistische Feinarbeit und eine gestrichene Kamera
Ein genauer Blick auf die Rückseite offenbart minimale Anpassungen bei der Kameraeinfassung. Der Rahmen um die Linsen fällt etwas breiter aus und schließt flacher an die Rückseite an. Das ist schlicht minimalistische Kosmetik, die im Alltag kaum auffällt. Schmerzhafter ist die Streichung des zweiten Kamerasensors beim kleineren Bruder: Während das Vorgängermodell noch zwei Linsen auf der Rückseite trug, spendiert Samsung dem Galaxy Tab S12+ jetzt nur noch eine 13-Megapixel-Hauptkamera. Bereits frühere Hinweise zeigten, wie sehr Gehäuse und Displayränder enttäuschen, da breite Ränder und die unaufgeregte Linienführung unverändert bleiben.
Beim Spitzenmodell bleibt die Bestückung nominell breiter. Das Galaxy Tab S12 Ultra führt weiterhin die Paarung aus 13-Megapixel-Hauptkamera und einer 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera auf der Rückseite. Frontseitig setzt das Ultra auf die gewohnte 12-Megapixel-Kamera für Videocalls in 4K-Auflösung. Das ist funktionell in Ordnung, wirkt bei Geräten dieser Preisklasse jedoch erstaunlich konservativ.

MediaTek schiebt, 45-Watt-Laden bremst weiter
Der eigentliche Wechsel vollzieht sich abseits der sichtbaren Bauteile. Samsung verbaut in beiden Modellen den MediaTek Dimensity 9500, der mit bis zu 4,21 GHz Taktrate ordentlich Rechenleistung verspricht. Der Wechsel auf den Taiwan-Chip ist eine Ansage an Qualcomm, festigt aber die Abhängigkeit von MediaTek im High-End-Segment. Dass Samsung hier erneut auf hauseigene Exynos-Lösungen verzichtet, ist ein logischer Schritt im Hinblick auf Effizienz und Wärmeentwicklung.
Beim Speicher bleibt die Trennung klar strukturiert. Das Plus-Modell startet mit 12 GB RAM sowie 256 GB oder 512 GB internem Speicher. Das Ultra bietet zusätzlich eine Variante mit 16 GB RAM und satten 1 TB Speicher. Weniger erfreulich präsentiert sich die Akku-Abteilung: Das Galaxy Tab S12+ nutzt einen 10.600 mAh starken Akku, beim Ultra-Modell sind es 11.600 mAh. Beide Akkus lassen sich weiterhin nur mit maximal 45 Watt kabelgebunden laden. Schon bei der Diskussion um MediaTek Dimensity 9500 als Antrieb war klar, dass Samsung beim Laden keine Risiken eingeht. Die fixe Begrenzung auf 45 Watt nervt bei derart riesigen Energiespeichern zunehmend, da Ladevorgänge unnötig viel Zeit fressen. Dass der Hersteller dieses Nadelöhr bereits beim Vorgänger mit 45-Watt-Laden beibehielt, unterstreicht den fehlenden Mut zu echten Lade-Upgrades.

Preisschock ab 1.299 Euro für aufgewärmte Hardware
Die Kehrseite der Medaille zeigt sich beim Blick auf die Preisschilder. Das Galaxy Tab S12+ startet zu einem Grundpreis von 1.299 Euro. Für das Flaggschiff Galaxy Tab S12 Ultra verlangt Samsung mindestens 1.539 Euro. Das ist eine selbstbewusste Preisgestaltung für zwei Tablets, deren größter Fortschritt in einem Prozessor-Upgrade besteht.
Samsung setzt bei der Galaxy Tab S12-Reihe auf Bewährtes und verzichtet auf risikoreiche Design-Experimente. Das Ausbleiben eines Basismodells verengt das Angebot zudem auf die teuren Bildschirm-Riesen. Wer bereits ein Modell der S10- oder S11-Serie besitzt, findet in den neuen Renders kaum Argumente für ein Upgrade. Am Ende bleibt der Eindruck, dass der Hersteller bei Formfaktor und Lade-Technik auf der Stelle tritt und gleichzeitig an der Preisschraube dreht.
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Leute, ich stimme ja mit dem Artikel überein aber schaut euch doch mal diese superschönen und dünnen Displayränder beim Galaxy Ultra Tablet an, egal ob beim 11er oder 12er. Dagegen scheint jedes Tablet der Firma Apple namens ipad in der Steinzeit stecken geblieben zu sein! ☺️