Galaxy Z Fold 8: Fan zeigt Apples Falt-Effekt in One UI

Farbvarianten des Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra
Quelle: Samsung
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Bei der frisch gewordenen offiziellen Präsentation des iPhone Duo stach ein optisches Detail sofort ins Auge: die nahtlose Übergangsanimation beim Auf- und Zuklappen des Biegungs-Displays. Auf den Falt-Smartphones von Samsung sucht man einen solch geschmeidigen Effekt bisher vergebens. Ein Entwickler liefert jetzt den klaren Beweis, dass die Hardware aus Südkorea längst bereit für diese Optik wäre.

Shader und Scharnier-Sensoren als cleverer Trick

Knapp 24 Stunden nach der Enthüllung durch Apple veröffentlichte der Entwickler mit dem Reddit-Namen moomanjohnny eine funktionierende Demonstration auf einem Galaxy Z Fold 8. Die gezeigte Animation wirkt erstaunlich flüssig und adaptiert den visuellen Effekt des Konkurrenten fast perfekt auf dem Samsung-Bildschirm.

Der visuelle Eindruck täuscht allerdings über den tatsächlichen Aufbau hinweg. Es handelt sich keineswegs um einen fertigen Android-Launcher, der das Smartphone im Alltag bedienbar macht. Der Entwickler nutzt eine Kombination aus einem Shader, zwei Bildschirmfotos der jeweiligen Startbildschirme sowie den internen Scharnier-Sensoren des Foldables. Das System rendert folglich keine echte Benutzeroberfläche in Echtzeit, sondern legt ein grafisch animiertes Bild über den Bildschirm, sobald die Winkelmesser im Scharnier eine Bewegung registrieren.

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Samsungs Schnittstellen-Sperre verhindert echte Launcher

Die Grenzen dieser Bastelei benennt der Macher in seinem Beitrag gewohnt deutlich. Es handle sich nicht um eine echte SystemUI, da Samsung Drittanbietern schlicht nicht die dafür benötigten Schnittstellen und tiefen Systemzugriffe bereitstellt. Der Prototyp bleibt somit eine reine Machbarkeitsstudie ohne Chance auf einen Release im Google Play Store.

Das verweigerte Recht auf tiefe Systemeingriffe betrifft Samsungs eigene Software One UI seit Jahren. Entwickler alternativer Home-Screens scheitern regelmäßig an geschlossenen API-Schnittstellen, sobald es um komplexe Display-Gesten oder hardwarenahe Sensordaten geht. Dass eine einzelne Person diesen visuellen Effekt innerhalb weniger Stunden auf einem Galaxy Z Fold 8 nachbauen konnte, unterstreicht das ungenutzte Potenzial der verbauten Komponenten.

Hinge-Sensorik macht Hoffnung auf künftige Updates

Die wichtigste Erkenntnis dieser Demonstration liegt in den verbauten Hardware-Komponenten. Die im Scharnier integrierten Winkelmesser von Samsung arbeiten exakt genug, um stufenlose Übergänge absolut synchron zur Klappbewegung abzugreifen. Technisch steht einer herstellerseitigen Umsetzung somit kein Hindernis im Weg.

Ob Samsung diese Messdaten in kommenden Versionen der eigenen Benutzeroberfläche für ähnliche Design-Effekte nutzt, bleibt reine Spekulation. Der gezeigte Prototyp belegt jedoch eindrucksvoll, wozu die verbauten Komponenten fähig sind, wenn die Software die vorhandenen Sensoren konsequent ausreizt.

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