Geely EX2 Track: Drift-Umbau zeigt echtes Tuningpotenzial

Geely EX2 Track
Quelle: Geely
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Die Transformation zur Elektromobilität bedeutet keineswegs das Ende bezahlbarer Bastelbuden. Geely stellt mit dem Geely EX2 Track eine extrem modifizierte Variante seines kompakten Stromers vor, die primär auf Drift-Action und Fahrspaß getrimmt ist. Mit einem geplanten Serien-Einstiegspreis von 19.900 Euro für das Basismodell liefert China genau den Impuls, den die europäische Szene seit Jahren schmerzlich vermisst.

Rennstrecken-Optik trifft auf knallharte Spar-Basis

Der normale Geely EX2 ist eigentlich als nüchterner Stadtflitzer für den Alltag konzipiert. Doch die gezeigte Studie namens EX2 Track verwandelt den unauffälligen Stromer optisch und technisch in ein aggressives Tracktool. Außen fällt sofort die deutliche Tieferlegung ins Auge, gepaart mit markanten 17-Zoll-Rädern im kompromisslosen Rennsport-Design. Karosserie-Anpassungen und ein breiterer Stand verleihen dem Fahrzeug eine Präsenz, die man einem günstigen Importauto auf den ersten Blick kaum zutraut.

Geely nutzt hier eine clevere Taktik. Die Chinesen beweisen, dass moderne Baukasten-Plattformen flexibel genug sind, um aus einem reinen Gebrauchsgegenstand ein echtes Spaßmobil zu formen. Dass der Mutterkonzern extrem unterschiedliche Konzepte beherrscht, sieht man an der Modellvielfalt. Während Geely bei internationalen Projekten wie dem Smart #5 im ADAC-Test bei Ladeleistung und Abstimmung eher die obere Mittelklasse anvisiert, bedient der EX2 konsequent das Einstiegssegment.

Die optischen Modifikationen am EX2 Track zeigen, wie schlicht und wirkungsvoll Tuning an Elektroautos funktionieren kann. Statt aufwendiger Motorumbauten am Verbrenner konzentriert sich die Überarbeitung auf Fahrwerk, Aerodynamik und Gewichtsverteilung. Schwellenwerte für Modifikationen sinken dadurch spürbar. Genau diese Zugänglichkeit fehlt dem Markt aktuell, da viele Hersteller bezahlbare Modelle mit sportlichem Anspruch schlicht streichen.

Geely EX2 Street
Geely EX2 Street | Quelle: Geely

Drift-Power statt fader Alltagstauglichkeit

Das eigentliche Highlight des Umbaus verbirgt sich unter der modifizierten Hülle. Geely hat den Stromer gezielt für kontrollierte Drifts auf der Rennstrecke abgestimmt. Die Kombination aus sofort anliegendem Drehmoment des Elektromotors und einem angepassten Fahrwerks-Setup macht das Auto zu einem extrem agilen Kurvenkünstler. Wenn sich ein kompaktes Elektroauto mit wenigen Anpassungen in ein lebhaftes Tracktool verwandeln lässt, entkräftet das eines der hartnäckigsten Vorurteile der Verbrenner-Fraktion.

Fahrspaß und Tuning-Kultur müssen mit dem Wandel zur Elektromobilität keineswegs untergehen. Ganz im Gegenteil: Die unmittelbare Leistungsentfaltung bietet eine hervorragende Basis für motorsportliche Umbauten. Ähnliche Ansätze gab es in der jüngeren Vergangenheit bereits von anderen Herstellern, etwa als MG mit dem günstigen MG4 EV Urban für den Preisbrecher-Markt die Aufmerksamkeit auf kompakte Stromer lenken wollte. Geely geht mit dem EX2 Track jedoch noch einen Schritt weiter in Richtung Rennstrecke.

Der Drift-Umbau zeigt eindrucksvoll, was mit reduzierter Elektronik-Réglementierung und sportlichem Fokus möglich ist. Anstatt das Fahrzeug mit tonnenschweren Assistenzsystemen vollzustopfen, steht das direkte Fahrgefühl im Vordergrund. Das Ansprechverhalten des Stromers erlaubt präzises Anstellen in der Kurve. Wer behauptet, E-Autos seien langweilige Seifenkisten, wird durch dieses Projekt eines Besseren belehrt.

Warum bezahlbarer Fahrspaß die E-Mobilität retten kann

Der europäische Markt leidet seit Jahren unter einem Mangel an erschwinglichen sportlichen Fahrzeugen. Klassische Hot Hatches sind entweder extrem teuer geworden oder komplett vom Markt verschwunden. Geely trifft mit dem EX2 genau in diese Marktlücke. Ein Serienmodell für 19.900 Euro bildet eine ideale Grundlage für junge Autofahrer und Tuning-Enthusiasten, die ein bezahlbares Projektfahrzeug suchen.

Sollte Geely Teile des Track-Konzerts als Zubehör oder eigenständige Sportversion auf die Straße bringen, wäre das ein echter Schachzug. Es braucht emotionale Aushängeschilder, um Vorurteile in den Köpfen der Autofahrer abzubauen. Ein driftender Kleinwagen erzeugt genau jene Aufmerksamkeit, die trockene Datenblätter über Batteriekapazitäten niemals erreichen können.

Der Geely EX2 Track ist zwar vorerst eine Design- und Machbarkeitsstudie, setzt aber ein deutliches Zeichen an die gesamte Branche. Tuning ist nicht tot, sondern wechselt lediglich die Antriebsart. Wenn die Preisgestaltung von 19.900 Euro für die Basisausführung beim Europastart gehalten wird, könnte aus der anfänglichen Machbarkeitsstudie ganz schnell ein neuer Trendsetter auf unseren Straßen werden.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert