Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro: Der doppelte Testbericht

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Quelle: Schmidtis Blog

Jetzt gibt es die volle Pixel 6-Dröhnung! Gleich beide Modelle habe ich zum testen bekommen, das Pixel 6 und Pixel 6 Pro haben in den vergangenen Wochen mich begleitet und hier will ich euch nun sagen, ob sich der Hype und das Warten auf die neuen Google Phones denn auch gelohnt hat.

Das Pixel 6 und Pixel 6 Pro wurden wir von Google zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf das Testergebnis! Das Pixel 6 ist mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher in der Farbe Sorta Seafoam angekommen, dass Pixel 6 Pro ,it 12 GB RAM und ebenfalls 128 GB Speicher in der Farbe Cloudy White.

Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro
Quelle: Schmidtis Blog

Lieferumfang

Das Pixel 6 und Pixel 6 Pro kommen in der bekannten Google-Verpackung. Man legt sehr viel Wert um die Umwelt, daher ist es eine unaufgeregte Verpackung aus Karton. Auch beim Inhalt kommt wieder das Thema Umwelt zur Sprache, man verzichtet auf Kunststoff, es liegt auch kein Ladekabel bei uns selbst das Display wird von abziehbaren Papier geschützt. Im Inneren finden wir dann neben dem eigentlichen Gerät auch noch ein USB C-Kabel, das SIM-Eject-Tool und ein USB A zu USB C-Adapter. Kopfhörer gibt es nicht. Bei beiden Modellen ist der Lieferumfang identisch.

Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro
Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro Lieferumfang | Quelle: Schmidtis Blog

Technische Daten

Google Pixel 6

Preis649 Euro
BetriebssystemAndroid 12
KonnektivitätWi-Fi 6E (802.11ax) mit 2,4 GHz + 5 GHz + 6 GHz, HE160, MIMO
Bluetooth 5.2 mit zwei Antennen für optimierte Qualität und Verbindung
NFC
Google Cast
Dual-Band-GNSS
GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou
USB Type-C 3.1 Gen 1
Display6,4″-Vollbild-Display (163 mm) 1 Seitenverhältnis: 20:9
FHD+ (1.080 x 2.400) mit OLED und 411 ppi
Smooth Display (bis zu 90 Hz)
Corning Gorilla Glass Victus-Deckglas, Always-On-Display mit der Live-Anzeige und Now Playing
Modus mit starker Helligkeit Kontrastverhältnis: > 1.000.000:1 HDR-Unterstützung
Volle 24-Bit-Farbtiefe für 16 Millionen Farben
ProzessorGoogle Tensor
Titan M2-Sicherheitschip
Arbeitsspeicher8 GB LPDDR5 RAM
Speicher128 GB UFS 3.1-Speicher
Größe158,6 (Höhe) x 74,8 (Breite) x 8,9 (Tiefe) mm
Gewicht207 g
Akku24 Stunden Akkulaufzeit
48 Stunden Akkulaufzeit bei Aktivierung des Extrem-Energiesparmodus direkt nach dem Aufladen
Mindestens 4.524 mAh, Üblicherweise 4.614 mAh
Schnellladefunktion – in etwa 30 Minuten bis zu 50 % geladen – mit 30-W-USB-C-Ladegerät mit USB-PD 3.0 (PPS) von Google (separat erhältlich), Qi-zertifiziert – schnelles, kabelloses Laden, Akku teilen
Kamera Rear50-MP-Weitwinkelobjektiv mit Octa PD und Quad Bayer
Blende: f/1,85
Erfassungswinkel: 82 Grad Bildsensorgröße: 1/1,31″ Super-Resolution-Zoom bis zu 7-fach
12-MP-Ultraweitwinkelobjektiv, 1,25 Mikrometer Pixelgröße
Blende: f/2.2
Erfassungswinkel: 114 Grad, Objektivkorrektur
Laser-Autofokussensor, Optische und elektronische Bildstabilisierung
Spektral- und Flickersensor, Schneller KamerastartVideo:
4K-Videoaufnahme bei 30 fps, 60 fps, 1.080p-Videoaufnahme bei 30 fps, 60 fps
Kinoeffekt
Unterstützung von Zeitlupenvideo bis zu 240 fps
4K-Zeitraffer mit Stabilisierung Astrofotografie-Zeitraffer
Optische Bildstabilisierung
Doppelte Videostabilisierung 4K-Kinoeffekt-Videostabilisierung, 4K-Videostabilisierung (x), 1.080p-Videostabilisierung (aktiv)
Bis zu 7-fach digitaler Zoom, Videoformate: HEVC (H.265) und AVC (H.264)
Audio:
Stereoaufnahme Audio-Optimierung
Reduzierung von Windgeräuschen Audio-Zoom
Kamera Front8 MP
1,12 Mikrometer Pixelgröße
Blende: f/2.0
Fixfokus 84 Grad-Weitwinkel-Erfassungswinkel
Video: 1.080p-Videoaufnahme bei 30 fps
SonstigesNäherungssensor, Umgebungslichtsensor, Beschleunigungsmesser, Gyrometer, Magnetometer, Barometer, Dual-SIM-Funktion (einzelne Nano-SIM-Karte und eSIM), erhältlich in den Farben „Stormy Black“, „Kinda Coral“ und „Soa Seafoam“; Kratzbeständiges Corning Gorilla Glass Victus-Deckglas,
Randlose Corning Gorilla Glass 6-Rückseite, Rahmen aus einer matten Legierung;
Staub- und wasserbeständig nach IP68; optischer Fingerabdrucksensor unter dem Display
Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro
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Google Pixel 6 Pro

Preisab 899 Euro
BetriebssystemAndroid 12
KonnektivitätWi-Fi 6E (802.11ax) mit 2,4 GHz + 5 GHz + 6 GHz, HE160, MIMO
Bluetooth 5.2 mit zwei Antennen für optimierte Qualität und Verbindung
NFC
Ultrabreitband-Chip für präzise Bereichserkennung und räumliche Ausrichtung
Google Cast
Dual-Band-GNSS
GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou
USB Type-C 3.1 Gen 1
Display6,7″-Vollbild-Display (170 mm)  Seitenverhältnis: 19,5:9
QHD+ (1.440 x 3.120) LTPO-OLED bei 512 ppi
Smooth Display (bis zu 120 Hz)
Corning Gorilla Glass Victus-Deckglas Always-On-Display mit der Live-Anzeige und Now Playing
Modus mit starker Helligkeit Kontrastverhältnis: > 1.000.000:1 HDR-Unterstützung
Volle 24-Bit-Farbtiefe für 16 Millionen Farben
ProzessorGoogle Tensor
Titan M2-Sicherheitschip
Arbeitsspeicher12 GB LPDDR5 RAM
Speicher128 GB / 256 GB UFS 3.1-Speicher
Größe163,9 (Höhe) x 75,9 (Breite) x 8,9 (Tiefe) mm
Gewicht210 g
Akku24 Stunden Akkulaufzeit
48 Stunden Akkulaufzeit bei Aktivierung des Extrem-Energiesparmodus direkt nach dem Aufladen
Mindestens 4.905 mAh, Üblicherweise 5.003 mAh
Schnellladefunktion – in etwa 30 Minuten bis zu 50 % gelade3 – mit 30-W-USB-C-Ladegerät mit USB-PD 3.0 (PPS) von Google (separat erhältlich)Qi-zertifiziert
Schnelles, kabelloses Laden, Akku teilen
Kamera Rear50-MP-Weitwinkelobjektiv mit Octa PD und Quad Bayer
Blende: f/1,85
Eassungswinkel: 82 Grad Bildsensorgröße: 1/1,31″
12-MP-Ultraweitwinkelobjektiv 1,25 Mikrometer Pixelgröße
Blende: f/2.2
Eassungswinkel: 114 Grad Objektivkorrektur
48-MP-Teleobjektiv Kamera 0,8 Mikrometer Pixelgröße
Blende: f/3,5 Eassungswinkel: 23,5 GradBildsensorgröße: 1/2″ 4-fach optischer Zoom
Bis zu 20-facher Super-Resolution-Zoom mit Teleobjektiv
Laser-Autofokussensor
Spektral- und Flickersensor
Optische und elektronische Bildstabilisierung beim Weitwinkel- und Teleobjektiv
Schneller KamerastartVideo: 4K-Videoaufnahme bei 30 fps, 60 fps 1.080p-Videoaufnahme bei 30 fps, 60 fps
Kinoeffekt
Unterstützung von Zeitlupenvideo bis zu 240 fps
4K-Zeitraffer mit Stabilisierung Astrofotografie-Zeitraffer
Optische Bildstabilisierung
Doppelte Videostabilisierung, 4K-Kinoeffekt-Videostabilisierung, 4K-Videostabilisierung (x) 1.080p-Videostabilisierung (aktiv)
Bis zu 20-fach digitaler Zoom
Videoformate: HEVC (H.265) und AVC (H.264)
Kamera Front11,1 MP
1,22 Mikrometer Pixelgröße
Blende: f/2.2
Fixfokus 94 Grad-Ultraweitwinkel-EassungswinkelVideo: 4K-Videoaufnahme bei 30 fps 1.080p-Videoaufnahme bei 30 fps, 60 fps
SonstigesNäherungssensor, Umgebungslichtsensor, Beschleunigungsmesser, Gyrometer, Magnetometer, Barometer, Dual-SIM-Funktion (einzelne Nano-SIM-Karte und eSIM), erhältlich in den Farben „Stormy Black“, „Cloudy White“ und „Sorta Sunny“; Kratzbeständiges Corning Gorilla Glass Victus-Deckglas,
Randlose Corning Gorilla Glass 6-Rückseite, Rahmen aus einer matten Legierung;
Staub- und wasserbeständig nach IP68; optischer Fingerabdrucksensor unter dem Display

Verarbeitung & Haptik

Mit dem Pixel 6 und Pixel 6 Pro kommt Google bei der Verarbeitung endlich in der Oberklasse an. Glas auf der Vorderseite und auch Rückseite dominieren das doch recht auffällige Design. Auch der Rahmen aus Metall sorgen dann dafür, dass die beiden Geräte sehr massiv wirken und auch dementsprechend schwer sind. 207 bzw. 210 g sind doch schon ein echtes Pfund, was man in der Hand hält. Dennoch liegen die Geräte gut in der Hand, das Pixel 6 wegen seiner geringeren Größe und besserer Ausbalancierung sogar ein wenig besser als der große Bruder.

Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro
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Die Verarbeitung bei beiden Modellen lässt keine Wünsche offen, alles wirkt sehr solide. Da knarzt nichts und natürlich wackelt auch nichts. Wenn man keine Hülle nutzt, dann könnte es aber sein, dass ihr schon nach kurzer Zeit die ersten Kratzer auf der Glasrückseite bemerken werdet, nicht groß, aber dennoch werdet ihr sie früher oder später bemerken.

Was bei den Pixeln-Geräten etwas seltsam ist, die Laut- und Leiser-Buttons sind unter dem Power-Button auf der rechten Seite verbaut, bei fast allen anderen Herstellern sind die Button eigentlich anders herum verbaut. Muss man sich dran gewöhnen, wenn man es einmal dann raushat, ist es aber kein Problem mehr.

Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro
Quelle: Schmidtis Blog

Display

Pixel 6

Das Pixel 6 hat ein paar Unterschiede beim Display im Vergleich zum Pro-Modell. Hierbei handelt es sich um ein kleineres AMOLED-Display und mit 6,4″ in der Diagonale und einer Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln. Das entspricht 411 ppi, was 100 ppi weniger sind als beim Pixel 6 Pro. Dennoch ist es kein schlechter Wert.

Das Panel bietet im Vergleich zum Pro nur eine 90Hz Bildwiederholrate. Dafür handelt es sich aber um ein flaches Display, was vermutlich viele User eher ansprechen wird also ein gebogenes Display. Ich selbst hätte es auch besser gefunden, wenn beide Modelle des Pixel 6 ein flaches Display verbaut hätten.

Google Pixel 6
Pixel 6 Display | Quelle: Schmidtis Blog

Bei der Helligkeit ist das Pixel 6 nur geringfügig schlechter als der große Bruder, manuell schafft man 477 nits Spitzenhelligkeit, im Automatikmodus erreicht es 846 nits, was ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis ist.

Das Pixel 6 verfügt über einen dreistufigen Wähler für die Farbwiedergabe und keine weiteren Optionen zur Optimierung. Die Voreinstellung „Adaptiv“ deckt einen großen Farbraum ab und das mit einer guten Genauigkeit. Auch hier gibt es dann noch einen „Natürlichen“ Farbmodus, der auf der Genauigkeit des sRGB-Standards basiert und einen „Verstärkten“ Modus, der eine etwas stärker gesättigte Farbwiedergabe bietet. Das Display des Pixel 6 ist HDR10+-kompatibel und hat eine Widevine L1-Zertifizierung für Netflix & Co. in FullHD.

Die maximale Bildwiederholfrequenz von 90 Hz des Pixel 6 funktioniert mit einer recht einfachen automatischen Umschaltung auf 60 Hz, wenn man den Bildschirm in den meisten Apps ein paar Sekunden lang nicht berührt. Spiele mit Unterstützung für hohe Bildwiederholraten werden mit den vollen 90 Hz angezeigt, was sehr angenehm ist. Schön ist auch die anscheinend neue Option in den Entwickleroptionen, mit der man die maximale Bildwiederholrate immer erzwingen kann.

Pixel 6 Pro

Das Pixel 6 Pro hat ein gebogenes 6,7″ LTPO-OLED-Vollbild Smooth Display im Seitenverhältnis: 19,5:9 mit QHD+ Auflösung (1.440 x 3.120) bei 512 ppi und einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Das Display kann dynamisch von 120 auf 60 Hertz und sogar auf minimal 10 Hz heruntergeregelt werden.

Das Pixel 6 Pro Display bietet auch eine HDR10+ Unterstützung, bietet eine Farbtiefe von 24 Bit und hat eine Widevine L1-Zertifizierung. Wer also gerne Netflix & Co. auf dem Smartphone sieht, der kann hier beruhigt zugreifen.

Google Pixel 6 Pro
Pixel 6 Pro Display | Quelle: Schmidtis Blog

Bei der Helligkeit kommt das Pixel 6 Pro bei manueller Einstellung maximal auf eine Helligkeit von 497 nits. Hat man die adaptive Helligkeit eingestellt dann erreicht die Spitzenhelligkeit 860 nits. Das ist schon wirklich gut, kommt aber an die Konkurrenz von Samsung mit mehr als 1.000 nits aber nicht heran.

Dennoch ist die Lesbarkeit bei Sonnenlicht großartig. Die Menüs und Bildschirme sind gut sichtbar, auch wenn das dunkle Thema aktiviert ist. Es gibt drei voreingestellte Farbmodi für das Pixel 6 Pro. Der Standard-Farbmodus ist „Adaptiv“ und basiert auf dem DCI-P3-Farbraum, es gibt einen „Natürlichen“ Farbmodus, der auf der Genauigkeit des sRGB-Standards basiert, und es gibt einen „Verstärkten“ Modus, der eine etwas stärker gesättigte Farbwiedergabe bietet.

Das Pixel 6 Pro lässt keine Wünsche offen, leider folgt Google hier dem Trend der gebogenen Displays, was mir persönlich nicht zusagt.

Kamera

Pixel 6

Die Kamera des Pixel 6 kann nicht ganz mit dem des Pixel 6 Pro mithalten. Nicht ganz, und das trifft es ziemlich gut. Denn die Kamera steht dem des Pro-Modells in kaum was nach. Auf dem Papier mag vielleicht der Periskop-Telezoom fehlen, doch im Alltag fällt das kaum ins Gewicht. Dafür spart man aber immerhin mindestens EUR 250,00 gegenüber dem großen Modell.

Dafür sind aber die 50 MP Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung sowie die 12 MP Ultraweitwinkel-Kamera identisch. Im Vergleich zu den Pixel-Modellen der letzten Jahre ist dies ein gewaltiger Sprung, und das merkt man auch an den Bildern. Google selbst sagt, dass die neuen Sensoren bis zu 150 Prozent mehr Licht einfangen. Und die neuen, größeren Sensoren in Verbindung mit der Google-Software holen extrem viel mehr aus den Fotos heraus.

Google Pixel 6
Google Pixel 6 Kamera | Quelle: Schmidtis Blog

Die Bilder strotzen nur so von Details, die Farben sind realistisch und die Nachtaufnahmen bzw. Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen lassen die meisten Konkurrenten weit hinter sich. In dieser Preisklasse gibt es einfach kein Smartphone mit einer bessern Kamera.

Die Ultraweitwinkel-Kamera des normalen Pixel 6 ist ebenfalls ganz oben in der Liste der Besten zu finden. Fotos mit dem Pixel 6 gelingen praktisch bei jeder Gelegenheit, es kommt wirklich recht selten vor, dass mal ein Foto nichts geworden ist.

Wo man natürlich merkt, dass der Periskop-Zoom fehlt, ein eben bei Teleaufnahmen. Hier fehlt dann einfach die 48 MP-Telekamera mit vierfachem optischem Zoom des Pixel 6 Pro. Hier habt ihr dann nut die Möglichkeit, mit dem digitalen Super Resolution Zoom mit einer siebenfache Vergrößerung Bilder aufzunehmen. Und wenn man da die größte Zoomstufe wählt, bleibt nicht mehr viel Bild übrig – da liefert das Pro-Modell dann aber noch richtig gute Bilder. Aber nur dafür extra EUR 250,00 ausgeben? Muss man selbst entscheiden.

Man muss es aber deutlich sagen: in dieser Preisklasse gibt es einfach keine bessere Kamera!

Pixel 6 Pro

Die Kamera des Pixel 6 Pro ist noch einmal um einen Sensor gegenüber dem regulären Pixel 6 erweitert worden. Hier ist nun auch der 48 MP Periskop Telesensor mit 4-fach optischem Zoom an Bord. Der Rest der Kameras auf der Rückseite entspricht dem des Pixel 6.

Beim guten Lichtbedingungen gehört die Kamera des Pixel 6 Pro zum besten, was man derzeit kaufen kann. Aber das hat man ja auch schon beim Pixel 6 bemerkt. Die Bilder scharf, detailreich, mit realistischen Farben.

Google Pixel 6 Pro
Pixel 6 Pro Kamera | Quelle: Schmidtis Blog

Die Live-HDR-Funktion ist beeindruckend, denn sie zeigt an, was die Kamera mit einer Aufnahme machen wird, bevor man sie aufnimmt, und der Hauptsensor ist groß genug, um ein natürliches, weiches Bokeh zu erhalten, ohne dass es extra bearbeitet oder gefälscht aussieht.

Insgesamt ist die Hauptkamera extrem gelungen und Google spielt endlich wieder in einer Liga mit Samsung, Apple, Xiaomi und Huawei. Die Bilder sind einfach hervorragend! Aber das ist beim Pixel 6 schon einem bewusst geworden, welche hervorragende Arbeit Google hier abgeliefert hat.

Das Teleobjektiv mit dem 48 MP-Periskop-Sensor macht wirklich Spaß. Die Menge an Details, die Google damit einfängt, ist wirklich beeindruckend. Und auch bei Nacht kommt natürlich hier endlich Google wieder an die Spitze heran, mit unerreichter Kamera-Software, die wirklich noch das letzte verfügbar Licht einfängt.

Obwohl es noch immer keinen manuellen Modus in der Google Kamera-App gibt, hat man ausreichend Modi an Bord, für alle Gelegenheiten ist da was mit bei. Langzeitbelichtung, Astrofotografie oder auch Action-Foto sind Features, die man man ausprobieren sollte. Das macht wirklich Spaß, auf dem Pixel 6 und Pixel 6 Pro!

Einzig und allein 2 Dinge sind bei beiden Geräten zu bemängeln, erstens dauert es gefühlt zu lange, bis die Kamera-App geöffnet wird und zweitens, die Verarbeitung von Nachtaufnahmen dauert gefühlt eine Ewigkeit. Dafür entschädigt dann aber das Ergebnis!

Software & Performance

Beide Modelle sind die ersten Smartphones, die mit Android 12 out-of-the-box erscheinen. Pures Android mögen viele User, da es schnell Updates bekommt. Mit Android 12 spendiert Google einen komplett neuen Look im „Material You“ Design.

Das Pixel 6 und Pixel 6 Pro haben auch noch einige exklusive Funktionen zu bieten, die dank des ersten Google-eigenen Tensor-Chipsatz ermöglicht werden. Voice Typing, Live Translate und Calling Assist sind da zu nennen.

Mit Gboard war es schon immer möglich, Text per Sprache einzugeben, aber der Tensor-Chip bringt Assistant Voice Typing: eine weitaus bessere Möglichkeit, per Sprache zu tippen. Dies funktioniert auch ohne Internetverbindung, da das Sprachmodell auf dem Gerät ist und die Sprache fast sofort verarbeitet.

Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro
Quelle: Schmidtis Blog

Um die Spracheingabe zu starten, kann man die Mikrofontaste drücken oder „Hey Google, tippe“ sagen und mit dem Tippen beginnen. Man kann mit seiner Stimme viel natürlicher antworten, da der Assistent sich um die Zeichensetzung kümmert, sodass man Dinge wie „Punkt“ oder „Fragezeichen“ nicht einmal sagen muss.

Live Translate funktioniert auch sehr gut, selbst in Apps von Drittanbietern. Diese Funktion ist in den Systemeinstellungen versteckt, und man muss die Sprache, aus der übersetzt werden soll, manuell herunterladen. Die Übersetzungen waren in Ordnung, die Ergebnisse hängen aber davon ab, wie gut oder schlecht der Gegenüber seine Sätze schreibt. In WhatsApp wurden bei mir Nachrichten aus dem Englischen sehr gut ins Deutsche übersetzt.

Wer von anderen Herstellern kommt, wird die dortigen mannigfaltigen Einstellungsmöglichkeiten vermissen. So etwas sucht man bei Google vergebens. Dafür hat man dann aber ein „sauberes“ Android auf dem Pixel 6 (Pro).

Was die Performance des Systems mit dem ersten eigenen Google-Tensor betrifft, hier gibt es nichts zu meckern. Der SoC wird von Samsung im 5nm-Verfahren gefertigt, so ist dort z.B. auch das gleiche 5G-Modem wie im Exynos 2100 Prozessor verbaut. Auch der Tensor hat unter Dauerlast eine Wärmeentwicklung zu verzeichnen, auch wenn nicht so drastisch wie beim Qualcomm Snapdragon 888.

Alles läuft schnell und ruckelfrei ab, die Apps starten schnell, die Animationen sind flüssig. So soll es sein. aber dafür ist es auch pures Android. Nur OnePlus mit seinem OxygenOS 11 konnte da mit Google mithalten.

Lautsprecher

Das Pixel 6 und Pixel 6 Pro verfügen über ein typisches Dual-Lautsprecher-Setup: ein Lautsprecher ist nach unten gerichtet und der andere dient als Anruflautsprecher. Bei beiden ist der Sound gut und kommt sehr kräftig aus den jeweiligen Lautsprechern.

Bei maximaler Lautstärke gibt es keine Verzerrungen, aber die Mitten und Höhen können bei der Musikwiedergabe etwas blechern klingen. Ansonsten sind beide Telefone ausreichend laut für gesprochene Inhalte, aber auch hier gilt, wenn man wirklich öfters Musik über die beiden Geräte hören will, dann sollte man lieber auf Bluetooth-Lautsprecher zurückgreifen. Denn auch hier gilt, je lauter sie Musik, desto blechern klingt es. Da fehlt einfach der Klangkörper für einen sehr guten Sound.

Akku

Der Akku des Pixel 6 ist mit 4.614 mAh etwas kleiner als der des Pro-Modells mit 5.003 mAh. Bei beiden Modellen kommt man über den Tag, aber die Akkulaufzeit könnte besser sein. Gefühlt wird sie dies aber auch. je länger man die beiden Modelle nutzt. Vermutlich „lernt“ die Software dazu und optimiert so nach ein paar Wochen die Akkulaufzeit der beiden Modelle.

Wenn man bei beiden Modellen die Akkulaufzeit verlängern will, kann man natürlich standardmäßig dann 60 Hz Bildwiederholrate einschalten. Wenn man morgens schon weiß, dass es ein langer Tag wird, bei dem man kein Ladegerät dabei hat, dann ist dies eine Option, die ihr im Auge behalten solltet. Bis zu 2 Stunden zusätzlicher Akkulaufzeit könnten drin sein.

Beide Modelle haben kein Ladegerät im Lieferumfang und laden auch nicht mit den versprochenen 30 Watt. Vielmehr kommt man eher auf 23 Watt im Schnitt. Bei mir klappte das Laden auch mit Geräten von Drittanbietern, ein 65 Watt Ladegerät schaffte knappe 50 Prozent in einer halben Stunde. Ein komplette Ladung von 0 bis 100 Prozent dauert bei beiden Geräten dann fast 2 Stunden, was eindeutig zu langsam für Flaggschiffe ist.

Beide Modelle laden auch kabellos, was eine feine Sache ist. Doch das Pixel 6 schafft hier nur 12 Watt, das Pro-Modell soll 23 Watt kabellos erreichen. Das Pixel 6 Pro unterstützt auch kabelloses Rückwärtsladen.

Google Pixel 6 und Pixel 6 Pro
Quelle: Schmidtis Blog

Fazit

Das Pixel 6 und Pixel 6 Pro sind 2 großartige Smartphones geworden. Jetzt spielt Google endlich ganz oben mit. Auch wenn es natürlich auch Kritikpunkte gibt. Doch dieser sind wenige, bei beiden Modellen.

Die Displays und Kameras der beiden Modelle lassen keine Wünsche offen, endlich hat Google nach Jahren neue Sensoren verbaut, die dann mit der Google-Software zeigen, was möglich ist. Die Bilder sind klasse, da gibt es endlich nichts zu meckern. Beim Pixel 6 fehlt dann auch nur Telefoto-Objektiv.

Auch die beiden OLED-Displays sind toll, beim Pixel 6 zwar „nur“ mit 90 Hz, im Pixel 6 Pro glänzen dann 120 Hz Bildwiederholrate. Und über die Software braucht man wohl keine Worte zu verlieren, dank Android 12 mit vielen Features und erstmals dem eigenen Tensor-Chipsatz gibt es Echtzeit-Übersetzung und ein extrem schnelles System.

Selbst die Akkus sind kabellos aufladbar, wenn auch das Laden nicht so schnell funktioniert, wie versprochen. Und da sind wir dann auch schon bei den wenigen Kritikpunkten.

Wie gesagt, die Telefone laden nur mit 23 Watt statt der versprochenen 30 Watt. Ist nicht schnell, die Konkurrenz kann deutlich mehr. Und auch das kabellose Laden dauert heutzutage gefühlt viel zu lange.

Der Fingerabdrucksensor der beiden Geräte ist für mich eine Katastrophe im Vergleich zur Konkurrenz, viel zu langsam und ungenau. Hoffentlich wird da per Updates noch nachgebessert oder aber eine Gesichtserkennung kommt. Denn das dauert einfach viel zu lange.

Auch das Design ist nicht jedermanns Geschmack, im Vergleich zum Pixel 4a, 4a 5G oder Pixel 5 sind die Geräte deutlich gewachsen und schwerer geworden, dass Pixel 6 Pro ist sogar ein richtiger Klopper mit mehr als 200 g Gewicht geworden. Zumindest das Pro ist kein Gerät mehr für die Hosentasche, schade eigentlich, dass Google sich gegen ein kompaktes Modell entschieden hat.

Für wen eignen sich nun das Pixel 6 und 6 Pro?

Im Prinzip kann man auf das einfache Pixel 6 zurückgreifen, es gibt die gleichen Features wie beim großen Modell, lediglich das Telefoto-Objektiv fehlt hier. Dafür ist es deutlich kleiner, günstiger, hat ein flaches Display und liegt einfach besser in der Hand. Und kein anderes Gerät in dieser Preisklasse bietet eine so gut Kamera. Ihr könnte also bedenkenlos beim Pixel 6 zugreifen!

Das Pixel 6 Pro ist größer, schwerer, teurer und hat eine Telefoto-Kamera zu bieten. Das war es aber auch schon. Na gut, es gibt 12 GB statt 8 GB RAM und auch ein Modell mit 256 GB Speicher, dies fällt im Alltag aber gar nicht auf. Dafür muss man aber mindestens EUR 250,00 mehr hinlegen. Ob sich das lohnt? Muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber auch das Pixel 6 Pro ist natürlich eine absolute Kaufempfehlung, aber eben nur für diejenigen, die etwas mehr möchten.

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