Google: Neues Tap to Share-Feature stolpert über alte NFC-Spulen

schwarzer Android-Schriftzug und grüner Androide auf weißem Hintergrund
Quelle: Google
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Wer schon länger im Android-Kosmos unterwegs ist, wird bei der neuesten Ankündigung ein klares Déjà-vu erleben: Google bringt mit Tap to Share die Kontaktaufnahme per Physisch-Kopplung zurück in das System. Was damals als Android Beam scheiterte, wird nun tief in Quick Share integriert.

Der Ablauf klingt unkompliziert: Auf dem Startbildschirm reicht ein einfaches Zusammenhalten zweier Smartphones, um Vistenkarten auszutauschen. Wollt ihr Fotos oder Videos übertragen, öffnet ihr zuerst das Standard-Share-Sheet und bringt die Geräte anschließend in Nahkontakt.

NFC-Handshake trifft auf Wi-Fi Direct

Technisch macht Google hier einen wichtigen Schritt: Das Aneinanderhalten dient rein als Beschleuniger für den initialen Kryptohandshake via NFC. Die eigentliche Datenübertragung großer Dateien läuft danach im Hintergrund unbemerkt über eine hochratige Wi-Fi-Direct-Verbindung ab.

Genau an dieser Stelle offenbart sich die Hürde älterer Hardware. Bisher saß die Induktionsspule meist zentral auf der Geräte-Rückseite. Wer zwei Smartphones Rücken an Rücken halten muss, deckt nicht nur das Display ab, sondern trifft durch dicke Schutzhüllen oft den Übertragungspunkt nicht sauber.

Die Position der Antenne entscheidet über den Alltag

Beim neuen Pixel 11 korrigiert Google diesen Konstruktionsfehler und verlegt die NFC-Antenne direkt an die obere Gehäusekante. Das verändert die Ergonomie entscheidend: Statt ein unhandliches Rücken-an-Rücken-Ballett aufzuführen, reicht ein gezieltes Anstupsen der Oberkanten.

Für ältere Modelle ab dem Pixel 6 sowie kommende Falt-Smartphones wie das Galaxy Z Fold 8, das Fold 8 Ultra und das Galaxy Z Flip 8 bleibt der Ablauf jedoch bauartbedingt bei der alten Methode. Ob man im Alltag wirklich zwei Handys aneinanderklatschen will, anstatt ein Zielgerät einfach aus der Quick-Share-Liste anzutippen, muss sich erst noch zeigen.

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