Googlebook vorgestellt: Googles neuer Anlauf gegen das klassische Notebook setzt voll auf Gemini

Laptop-Tastatur mit Googlebook-Schriftzug
Quelle: Google
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Wer bisher dachte, dass Google sich im Hardware-Bereich mit den Pixel-Laptops bereits die Finger verbrannt hat, sollte einen Blick auf das neu vorgestellte Googlebook werfen. Der Konzern unternimmt einen radikalen Schnitt und verabschiedet sich von der Vorstellung, dass ein Laptop lediglich ein Gehäuse für einen Webbrowser sein muss. Das Googlebook bricht mit der Tradition von ChromeOS und führt stattdessen ein System ein, das künstliche Intelligenz nicht als Zusatzfunktion, sondern als primäre Bedienebene nutzt. Anstatt sich durch verschachtelte Menüs zu klicken oder Dateien manuell in Ordnern zu sortieren, übernimmt Gemini die Steuerung auf Systemebene. Google bezeichnet das als einen Ansatz, der die klassische Dateiverwaltung, wie man sie von Windows oder macOS kennt, weitgehend ersetzt.

Die Hardware selbst kommt in zwei Varianten daher: einer Standard-Version und einer leistungsstärkeren Pro-Ausführung. Beide setzen auf ein schlankes Design und hochwertige Displays, doch das eigentliche Novum findet sich auf der Tastatur. Dort, wo früher die Caps-Lock-Taste oder eine dedizierte Suche saß, befindet sich nun eine spezielle Gemini-Taste, die als direkte Schnittstelle zum System fungiert. Es geht Google nicht mehr darum, Apps zu öffnen, sondern Aufgaben zu formulieren. Wer dem Laptop sagt, er solle die Reisekostenabrechnung der letzten Woche zusammenfassen, sieht, wie die KI eigenständig auf Mails, Dokumente und Tabellen zugreift, ohne dass der Nutzer zwischen verschiedenen Fenstern hin- und herspringen muss. Diese tiefe Integration erinnert an den Sprung vom Tastenhandy zum Smartphone, da die Interaktion fast ausschließlich über natürliche Sprache oder kurze Befehle abläuft.

Preislich positioniert Google das Gerät überraschend angriffslustig im Bereich der Mittelklasse bis hin zum Premium-Segment, wobei die Pro-Modelle preislich mit dem MacBook Air konkurrieren. Ein interessantes technisches Detail ist die lokale Rechenleistung: Da viele KI-Prozesse direkt auf dem Gerät ablaufen sollen, steckt im Inneren ein speziell optimierter Tensor-Chip, der die Latenzzeiten bei der Sprachverarbeitung minimiert. Das Googlebook ist somit kein reiner Cloud-Client mehr, sondern eine Workstation, die auch offline einen Großteil ihrer intelligenten Funktionen beibehält.

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