Heimlicher Hochlauf: Tesla baut in Grünheide viel mehr Autos als gedacht

Tesla erhöht die Produktion in Brandenburg ab Juli überraschend auf 6.200 Model Y pro Woche. Werksleiter Andre Thierig plauderte die neuen Zahlen in einem YouTube-Interview mit amerikanischen Fans aus. Bisher gingen Branchenkenner nach älteren Ankündigungen von einer runden 6.000er-Marke aus.
Momentan laufen in Grünheide wöchentlich rund 5.200 Elektroautos vom Band. Die bisherige Grenze war keine Absicht, sondern das logische Limit der Zulieferer. Tesla hat die Verträge im Hintergrund bereits vor Wochen angepasst, um den neuen Schub abzusichern.
Für den schnelleren Takt stellt das Werk zusätzlich 1.000 neue Mitarbeiter ein. Die neuen Leute sollen die Zykluszeiten in den Hallen verkürzen.
Der mathematische Realitätscheck für Europa
- 322.000 Model Y pro Jahr: Diese neue Hochrechnung spuckt die Fabrik bald aus. Das bedeutet eine Steigerung um fast 80.000 Autos im Vergleich zum alten Jahresschnitt.
- 53.000 Autos Puffer: Die theoretische Maximalkapazität von 375.000 Fahrzeugen bleibt vorerst unangetastet. Tesla lässt sich also noch ein wenig Luft nach oben.
Der plötzliche Produktionsschub kommt nicht von ungefähr. Die Nachfrage nach dem Model Y zieht in Europa nach einer längeren Durststrecke wieder an. Das schlechte Image durch die ewigen Musk-Eskapaden scheint den Käufern beim Blick auf den Preis inzwischen völlig egal zu sein.
Während Volkswagen die Bänder des VW ID.4 wegen anhaltender Nachfragesorgen drosselt, schafft Tesla ungerührt Fakten. Musk flutet den Markt und zwingt die deutsche Konkurrenz über aggressive Preise in die Knie. Wer seine Autos nicht billiger verkaufen kann, verliert im Spätsommer schlicht den Anschluss.
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