Hyundai Ioniq 3: Das Elektroauto, das VW endlich hätte bauen sollen

Seitenansicht des blauen Hyundai Ioniq 3 vor einer Häuserschlucht
Quelle: Hyundai
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Das Dumme ist: Der Ioniq 3 zeigt aufs Neue, wie es richtig geht. Während VW sich noch immer mit dem ID.Polo abmüht und andere Hersteller herumdrucksen, setzt Hyundai konsequent auf das, was der europäische Massenmarkt wirklich braucht – ein erschwingliches Elektroauto im B-Segment, das nicht an den Preisen oder dem Praktischen spart. Mit Einstiegspreisen von unter 30.000 Euro in mehreren europäischen Märkten positioniert sich der Ioniq 3 direkt gegen den VW ID.Polo und andere etablierte Player. Das wurde aber auch Zeit.

Endlich: Ein E-Auto, das Platz und Preis vereint

Mit einer Länge von 4,15 Metern nutzt der Ioniq 3 seinen Platz konsequent für den Innenraum. Der Radstand von 2,65 Metern mit flachem Fahrzeugboden schafft im Fond überdurchschnittlich viel Beinfreiheit. Und jetzt kommt’s: Das ist nicht nur Theorie, sondern greift ein ernsthaftes Problem auf, das der ID.Polo und seine Konkurrenz vermeidbar schlecht gelöst haben.

Die zwei Batteriegrößen sind dabei clever durchdacht. Die 42,2-kWh-Variante bietet 108 kW Leistung für Kurzstreckenfahrer, während die 61-kWh-Long-Range 100 kW leistet und sich für Pendler eignet. Keine unnötige Überladung, keine 800-Volt-Spielerei, die nur die Rechnung aufbläht. Genau der richtige Pragmatismus für einen Kleinen.

Die Konkurrenz schläft noch immer ein bisschen

In Europa machen B-Segment-Fahrzeuge etwa 15 Prozent der Verkäufe aus, während Elektroautos aktuell nur etwa 14 Prozent dieses Segments ausmachen – Tendenz steigend. Hier liegt das echte Geld, und Hyundai versteht das anders als VW oder die Deutschen allgemein. Der Ioniq 3 wird ab der zweiten Jahreshälfte 2026 in Europa sequenziell eingeführt, mit über 40.000 verkauften Einheiten geplant für 2027.

Zum Vergleich: Der neue Opel Corsa kommt erst 2028 und soll etwa 25.000 Euro kosten, und selbst das ist eine späte Reaktion. Hyundai ist schneller und günstiger da – das ist die nackte Realität. Der koreanische Hersteller hat verstanden, dass Elektromobilität sich im Massensegment nicht durch Verzicht auf Funktionalität verkaufen lässt.

Türkei statt Deutschland: Wo die Produktion wirklich stattfindet

Hyundai hat seine Fabrik in Izmit, Türkei mit 250 Millionen Euro investiert und bereits mit der Serienproduktion des Ioniq 3 begonnen. Das ist bedeutsam, weil es zeigt, wo wirklich in innovative EV-Fertigung investiert wird. Nicht in Deutschland mit seinen endlosen Debatten, sondern da, wo Dinge passieren.

Der Ioniq 3 wird bewusst nicht auf die übliche SUV-Silhouette gesetzt und nutzt die E-GMP-Plattform mit 400-Volt-Architektur – optimiert auf Kostenkontrolle, starke AC-Ladung, kompakte Abmessungen und europäisches Fahrwerkstuning. Das klingt technisch? Ist aber die Antwort auf die Frage: Was wollen echte Europäer von einem Elektroauto? Nicht jedes Feature, sondern die richtigen Features.

Das neue Ioniq-Portfolio: Hyundai sieht Chancen, wo andere Angst haben

Neben dem Ioniq 3 plant Hyundai ein E-SUV im B-Segment für Europa und strebt an, den Elektroauto-Absatz in Europa bis 2030 von 116.000 Einheiten (2025) auf über 420.000 zu steigern. Das ist eine klare Ansage.

Der Ioniq 3 positioniert sich zwischen dem Hyundai Inster und dem Kona Electric und konkurriert damit direkt mit dem Alfa Romeo Junior Elettrica, Opel Mokka Electric und Skoda Elroq. Aber hier wird’s interessant: Hyundai hat den Mut, im günstigen Segment zu wachsen – während etablierte Marken noch immer an ihren teuren Portfolios hängen.

Pleos Connect: Endlich Infotainment ohne Bullshit

Der Ioniq 3 ist das erste Modell mit Pleos Connect, Hyundais nächster Generation der Infotainment-Plattform, die schnellere Verarbeitung, bessere Sprachbedienung und optimierte Routenplanung bietet. Nach Jahren von verstrickten Touchscreen-Albträumen in anderen Autos fühlt sich das wie ein echtes Upgrade an.

Das ist kein Marketing-Geschwätz – sondern eine Antwort auf reale Probleme, die Autofahrer im Alltag haben. Die Routine, auf den Bildschirm zu hauen, weil der Klimaregler mal wieder drei Menüs tief versteckt ist, nervt jeden Tag. Hyundai wird hier deutlich anwenderfreundlicher.

Hyundai rollt den Ball neu auf

Der Ioniq 3 ist nicht das innovativste Auto der Welt. Aber es ist das richtige Auto zur richtigen Zeit. In einer Marktphase, in der chinesische Hersteller wie BYD schnell an Marktanteilen in Europa gewinnen, kommt Hyundai mit einem Auto, das preislich und praktisch hart konkurrenzfähig ist. Das ist cleverer als jede Technologie-PR. Hyundai hat gelernt, was VW offenbar noch nicht verstanden hat: Im B-Segment gewinnt man nicht mit SUV-Getue, sondern mit bodenständigen Lösungen und ehrlichen Preisen. Ob das reicht, um VW ernsthaft Marktanteile zu nehmen? Die nächsten zwei Jahre werden es zeigen.

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Ein Kommentar

  1. Wie sieht es denn mit dem Kofferraum aus? Mir ist ein großes Ladevolumen ohne Umklappen viel wichtiger als die Beinfreiheit auf der Rückbank.

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